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Enjoy it! |
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Review: Epitaph |
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Album:
| | DANGER MAN, 1982/2012, MIG-music |
Stil:
Wertung:
| |  6 von 7 Punkten | | M.A., 12.04.2012 |
Review:
| | Nach OUTSIDE THE LAW im Jahr 2010 folgt mit DANGER MAN, dem letzten Album in der klassischen Besetzung aus dem Jahr 1982, die nächste Re-Issue aus dem Backkatalog von Epitaph. Und auch diese klanglich restaurierte und mit zwei Bonustracks versehene Wiederveröffentlichung kann überzeugen.
Epitaph wären nicht Epitaph, wenn sich nicht auch im Vorfeld zur Einspielung von DANGER MAN kleinere Katastrophen ereignet hätten. Schlagzeuger Fritz Randow kehrte zu seiner alten Band Eloy zurück und nahm mit ihr ein neues Album auf. Gitarrist, Sänger und Mastermind Cliff Jackson beschloss daraufhin, nach Dortmund zurückzukehren, dorthin, wo die Epitaph-Geschichte einst ihren Lauf nahm. Zurück an alter Wirkungsstätte beschloss er, ein Line-up für eine Amerika-Tournee zusammenzustellen, das neben ihm aus Bernd Kolbe, Klaus Walz und Norbert „Panzer“ Lehmann (Karthago, Rudolf Rock und die Schocker), der bereits schon einmal bei Epitaph gespielt hatte, bestand. Bernd Kolbe und Cliff Jackson hatten – jeder für sich – noch Songideen in der Schublade. Man beschloss daher, diese Ideen für ein neues Epitaph-Album zu verwenden. Just in dem Moment, als der Aufbruch zu einem neuen Karriereabschnitt in der Historie von Epitaph beschlossene Sache war, erlitt Gitarrist Klaus Walz einen schweren Unfall. Er wurde beim Beladen seines Autos von einem unaufmerksamen Verkehrsteilnehmer schlicht und ergreifend über den Haufen gefahren. Doch was ein echter Rock’n’Roller ist, der beisst die Zähne zusammen und probt trotz schwerer Verletzungen an den Beinen unermüdlich weiter, nur eben im Sitzen.
Etwa zu dieser Zeit besuchte Bernd Kolbe ein Konzert in der Dortmunder Westfalenhalle und traf dort auf den Konzertveranstalter Klaus Goik, der dort seinen Firmensitz hatte. Klaus Goik bot sich als neuer Manager für Epitaph an, die Band sagte zu. Der neue Manager verschaffte der Band sodann einen neuen Plattenvertrag mit dem Underground-Label Rockport Records. Da zu dieser Zeit (Anfang der Achtziger!) gerade die Neue Deutsche Welle ihren Höhepunkt erreichte, bestand keine übermäßig große Nachfrage nach einer Band wie Epitaph. Der Plattenvertrag kam also zum richtigen Zeitpunkt. Die Band machte sich auf den Weg in ein Studio in Hilpoltstein nähe Nürnberg - einem kleinen Kaff, wo um Mitternacht sämtliche Straßenbeleuchtung gelöscht wurde - um DANGER MAN aufzunehmen. Nach Abschluss der Aufnahmen absolvierte man eine erfolgreiche Tournee mit ZZ Top und Joan Jett & The Blackhearts.
Um im Sauerland Plakate aufzuhängen, die nichts mit Epitaph zu tun hatten, rekrutierte Manager Goik kurzerhand die Epitaph-Roadcrew samt Tourbus. Das in dem Bus befindliche Equipment der Band wurde daher in Räumen der Westfalenhalle "zwischengelagert". Als die Crew nach der "Plakatklebeaktion" nach Dortmund zurückkehrte stellte sie fest, dass das Equipment gestohlen worden war. Damit war das neue Kapitel in der Geschichte von Epitaph nach kürzester Zeit wieder beendet. Erst im Jahre 2000 fand eine Reunion statt.
Die bluesigen Töne, die Epitaph vor allem Anfang/Mitte der Siebziger Jahre auszeichnete, sind auf DANGER MAN nur noch marginal vorhanden. Man hatte den Blues-Vibe zugunsten von dynamischen und nach vorne gehenden Hardrock-Songs merklich zurückgeschraubt. Unwiderstehlich pushende Hard Rock-Kracher mit ins Ohr gehenden Riffs wie "Heartless", "High Wire" oder "Ain't no Liar" (Killer-Riff!) passten jedoch zu 100% in die musikalische Hard Rock-Landschaft des Jahres 1982. Die Songs waren zudem aufgrund ihrer Eingängigkeit und der erstklassigen Hooklines dafür prädestiniert, auf die großen Bühnen gebracht zu werden. Es ist tragisch und bezeichnend für die Geschichte von Epitaph, dass es hierzu aufgrund der unglücklichen Ereignisse nicht mehr kommen sollte!!
Fazit: Die legendären Krautrocker Epitaph rauften sich im Jahre 1982 noch einmal zusammen, um ein neues Album aufzunehmen. Das Resultat ihrer Bemühungen, DANGER MAN betitelt, enthielt frischen, unverbrauchten Hard Rock auf der Höhe der (damaligen) Zeit. Allerdings trat der bluesige und verspielte Stil von Epitaph, der frühere Großtaten wie OUTSIDE THE LAW auszeichnete, zugunsten von geradlinigen und rifforientierten Hard Rock-Songs mit einprägsamen Hooklines in den Hintergrund. Dessen ungeachtet gelang Epitaph mit DANGER MAN noch einmal ein starkes und anspruchsvolles Rockalbum!! |
Anspieltipps:
| | ""Heartless", "High Wire", "Ain’t no Liar", "The Daughter", "Good Times". |
Tipp:
| | Der Sound von DANGER MAN ist erstklassig und druckvoll, vor allen Dingen die Gitarren kommen knackig und saftig rüber. Das erfrischende Easybeats-Cover (die ehemalige Band von George Young, dem älteren Bruder von Angus und Malcolm!) "Good Times" ist ein echtes Schmankerl! |
Titel-Liste:
| | - Long live the Children
- Heartless
- High Wire
- Snake Charmer
- Small Town Girl
- Ain’t no Liar
- Let me know
- The Daughter
- - - Bonus-Tracks - - - - Good Times (Easybeats-Cover)
- Ain’t no Liar (Live 2011)
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Laufzeit:
Band-Infos:
| | www.epitaph-band.de  |
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Bandinfos |
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