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Review: Equilibrium
 
Equilibrium -SAGAS

Album:
 SAGAS, 2008, Nuclear Blast

Stil:
 Folk Metal, Melodic Black Metal

Wertung:
 7 von 7
7 von 7 Punkten
 A.K., 05.06.2012

Review:
 Joa mei is des a Gaudi!
Hätte man mir vor ein paar Jahren noch erzählt, dass ein der wohl fettesten Folk Metal Bands Deutschlands aus der Heimat der Weißwürstel und dem Oktoberfest kommt, wäre mein Kommentar vermutlich sehr sarkastisch ausgefallen und die Witz über einen bayrischen Shagrath in Tracht nur so heraus gesprudelt das man einfach nur "O'zapft is!" hätte sagen können.
Aber, Scheiß die Wand an, die Band hinter dem schon fast langweiligem Namen haben mich ohne Zweifel in ihren Bann gezogen.

Der bereits opulente Auftakt "Prolog auf Erden" haut einen direkt vom Stuhl und begeistert mit einer eingängigen Melodie. Die epische Natur des Stücks, scheint direkt aus einem Film a la Herr der Ringe entsprungen und macht von vornherein klar; Keine Kompromisse! Diese Band weiß was sie tut. Solide Folkmelodien, gepaart mit knallharten Gitarrenparts, fetten Grunts und treibenden Beats.
Mit dem lustig klingenden Titel "Wurzelbert" brennt sich der zweite Titel in die Gehörgänge und entwickelt sich zu einem Ohrwurm den man nicht so schnell los wird. Schnelle Riffs, sowie pompöser Syntie-Sound und klassischer Instrumentierung um die so mancher Spielmann neidisch wäre brettern zusammen mit einem spritzigen Text über die Soundlandschaft.
"Blut im Auge" nennt sich der dritte Track, welcher zugleich auch die Single-Auskopplung des Albums war, mit dazu gehörigem Video. Und wieder mal beweisen die Münchner, dass starke Melodien im mittelalterlichen Stil, gepaart mit hartem Black Metal genau ihr Metier sind.
Ich komme aus dem Lobpreisen nicht mehr raus… "Unbesiget", beginnt für das Genre recht ungewöhnlich, verleiht einem aber unmittelbar das Gefühl das Trinkhorn nachzufüllen, das Lagerfeuer anzuzünden und kräftig mit zu grölen. Getragen von einem klassischem Saba-Rhythmus und einer guten Prise Black Metal, knüppelt sich der Song durch bis an die Zähne durch-produzierte Passagen aus Riffs, Breaks und ruhigen Passagen um kurz vor Ende die Spannung abermals zu heben. Wahrlich unbesiegt.
Ob es nicht mit der Zeit langweilig wird nur Lobeshymnen auf die Band zu verfassen? Mag sein, aber Fakt ist, das Album wird auch bei mehrmaligem Hören nicht langweilig, was der Track "Verrat", beweist. So hat man sich gerade eingestimmt auf melodisch perfekten Folk Metal, da kloppen einem Equilibrium mal derbe mit der Pompfe auf den Schädeln und hauen einen soliden Black Metal-Song raus, welcher zwar an Spielmannseinflüssen etwas spart, aber den Headbangern unter uns richtig Freude macht.
"Snüffel", ...WTF?! Das dachte ich mir zuerst, als ich den Titel lass und so gar nichts damit anfangen konnte. Aber Google ist mein Freund und so erfuhr ich, dass es sich dabei um den altbekannten Schnupftabak handelt! Musikalisch abermals ein optimal ausgewogener Song aus fetten Riffs und Synthies.
Und weiter geht’s mit sattem Folk Metal. "Heimwärts" setzt wie gewohnt auf solide Melodien und harte Sounds. Das mit gerade Mal 2:33 Minuten relativ kurze Stück – wenn man bedenkt, dass die meisten Tracks über 4 Minuten sind – handelt Inhaltlich zwar von der Heimkehr nach einem Siegeszug, stellt aber nur den Abschluss des "ersten Kapitel" des Longplayers dar.
Instrumental geht es mit "Heidenrauch" weiter. Sanft getragen von Panflöte und ruhigen Klängen lässt einer das Stück von weiten grünen Auen träumen und irgendwie erwartet man das Robin Hood selbst irgendwo aus dem Gebüsch springt.
"Die Weide und der Fluss" , beginnt wie der erste Part des Albums begann. Opulent und Episch, bahnt sich die Hymne ihren Weg über die 7 Minuten 20 und vereint ein weiteres Mal all jene markanten Elemente, welche Equilibrium auszeichnen.
Mit akustischer Gitarre im 3/4-Takt bringt "Des Sängers Fluch" ein ruhigeres Stück zum Besten um auf halber Strecke samt Tempowechsel zurück zum soliden Folk Metal zu wechseln. Hart aber gerecht, der Linie treu.
"Ruf in den Wind" reiht sich reibungslos an die Vorgänger-Tracks an um mit "Dämmerung" das Prä-Finale des Albums ein zu läuten.
Und wer dachte das an dieser Stelle es kaum möglich ist dieses geniale Album nochmal mit einem bombastischem Finale zu toppen, hat sich das Dirndl zu eng geschnürt, den jetzt legen die Münchner eine weitere Schippe drauf und Braten die Haxe ordentlich durch.
Das mit fast 17 Minuten mit Abstand längste Stück des Albums, genannt "Mana" bringt ein weiteres Feuerwerk aus folkloristischen Melodien, solidem Metal und perfekter Instrumentierung hervor. Hier mangelt es an nichts. Von Panflöte über sinfonischen Synthesizer-Einlagen bis hin zu Percussion-Elementen, liefern sich Black Metal und Epic-Folk-Metal eine wahre Schlacht, bei welcher der Zuhörer eindeutig der Gewinner ist.

Fazit: Ich bin mir bewusst, dass ich schon zu viel Lob in meine Review eingebunden habe und man vielleicht annimmt, dass ich voreingenommen ran gegangen wäre. Aber seit versichert, dass ich weder auf Equilibriums Gehaltsliste stehe (lol) noch anderweitig etwas versprochen bekam um so voll des Lobes zu sein.
Fakt ist, dass ich sehr skeptisch war als ich erstmals von Equilibrium hörte. Eine deutsche Band, welche Folk – bzw. eine gesunde Mischung aus Folk- und Black Metal spielen und dann auch noch deutsche Texte grunzen? Ich hab nicht viel erwartet, bis man mir Blut im Auge vorspielte und ich gestehen musste, dass der Track mich einfach nur umgehauen hatte. Die bis dato für mich unscheinbare Band aus dem eigenen Heimatland faszinierte mich durchaus und meine erste Exkursion durch das Album überzeugte mich vollends. Wundervoll arrangiert, durchproduziert vom Feinsten und songschreiberisch absolute Spitzenklasse. Da wünsche ich mir, das mich so manch andere Band welche ich zuvor nicht kannte mich ebenso vom Hocker hauen würde, wie es die Jungs und das Mädel von Equilibrium getan haben.

Anspieltipps:
 "Blut im Auge", "Wurzelbert", "Unbesiegt", "Heimwärts", "Mana".

Titel-Liste:
 
  1. Prolog auf Erden
  2. Wurzelbert
  3. Blut im Auge
  4. Unbesiegt
  5. Verrat
  6. Snüffel
  7. Heimwärts
  8. Heidenrauch
  9. Die Weide und der Fluss
  10. Des Sängers Fluch
  11. Ruf in den Wind
  12. Dämmerung
  13. Mana

Laufzeit:
 79:14 Min.

Probehören und Kaufen:
Equilibrium: SAGAS


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