Archiv
  
 Newsflash 
 Archiv Apr. 06 - Jun. 15
 
 Zugänge (Alben) 
 2015 | 2014 | ältere
 
 Zum Schmunzeln 
 Zitate, Sprüche, Cover 
 

Redaktion
  
 Suchen & Finden 
 Startseite | Übersicht
History | Suchen
 
 Reviews 
 LP/Album | EP/Demo
DVD/Video | Bücher
Reports | SongLAB
Alben nach Genres
 
 Tipp des Monats 
 2014 | 2013 | ältere
 
 Ausgrabung d. Woche 
  Aktuelle | Übersicht
 
 Interviews 
 Interviews | Videos
 
 Konzerte 
 Konzerte | Vorberichte
 
 Gegen den Strom 
 Was uns nervt...  
 

Kontakt
  
 Kontakt zu uns 
           
Adresse/Anschrift
Kontakt-Formular
 
 Antworten 
 auf eure Fragen 
 

Glossar
  
 Stilrichtungen 
 Stilrichtungen A-Z
Rock, Metal, Punk
Stil-Beschreibungen
Bands & Stile
 
 Allgemein 
 Musik-Fachbegriffe
BPM - Übersicht
 
 

Über uns
  
 Über uns 
 Mitarbeiter-Liste
Idee/Beteiligte
 
 Was Recht ist 
 Impressum
Copyright
 
 

Links
  
 Noch mehr Infos 
  Fan-/Magazine
Internet Radios
 
 Shopping 
 Merchandising
 
 Unsere Partner 
 Label-Partner 
 
Review: Etox
 
DEEPWATER RISING

Album:
 DEEPWATER RISING, 2011, Eigenvertrieb

Stil:
 Progressive Metal

Wertung:
 6 von 7
6 von 7 Punkten
 U.B., 10.12.2012

Review:
 Nach zwei Demo EPs hat sich die aus Murnau in Bayern stammende Combo, die auf den Namen Etox hört, an das Debütalbum gewagt. Leider sind die Infos auf dem mitgelieferten Blatt recht mager. Da gibt es z.B. keine Erwähnung bei welchen Bands die Musiker vorher bereits waren. Dass man mit Sicherheit schon über langjährige Erfahrung verfügt davon kann man getrost ausgehen, wenn man das Können berücksichtigt was auf DEEPWATER RISING sofort ins Auge oder besser, ins Ohr fällt. Betrachtet man auf der Homepage die Lieblingsbands der Etox Mitglieder fällt auf, wie breit gefasst die Geschmäcker sind, insgesamt und auch bei den einzelnen Musikern. Das kann man bereits als Indiz werten, dass auf DEEPWATER RISING für genügend stilistische Abwechslung gesorgt ist. Dann hören wir doch mal rein.

Mit "Unheard" beschert uns Etox direkt ein 13 minütiges Progressive Metal Monster. Nach kurzem Intro fräsen die Gitarren los und die schnellen, energetischen Drums mit deftiger Bassunterstützung machen klar was für eine starke Rhythmusfraktion hier am Werk ist. Der Song könnte im Lehrbuch des Prog Metal stehen, was hier an dynamischen Sprüngen, urplötzlichen Breaks und Tempovariationen geboten wird sucht seinesgleichen. Das Stück besitzt einen geschickten Spannungsbogen der konsequent aus verhaltenen Passagen immer wieder bis zum jeweiligen Höhepunkt aufgebaut wird. Auf leise Abschnitte folgen fulminant los-preschende Gitarrenwände und vulkanartige Drum Eruptionen. Die Vocals reichen von melodisch bis heiser aggressiv.
Auch "The Masquerade" besitzt die großen Dynamikwechsel. Das Stück startet mit leiser Gitarre und der an die nachdenkliche Stimmung gut angepassten Vocals. Das wirkt sehr balladesk bis die Instrumente mit Gewalt zuschlagen. Im weiteren Verlauf begleiten den Hörer die Wechsel von ruhigen Phasen und heftig aufspielenden Instrumenten mit fulminanten Gitarrenduellen, tollen Soli und Drum Stakkatos erster Güte.
"Ants and Snails" ist mit zwei Minuten nach Etox Maßstäben gemessen super kurz und ungewöhnlich ruhig gestaltet. So ganz werde ich aus dem Song nicht schlau. Ich finde der Sound lässt von aufnahmetechnischer Seite einiges vermissen. Da der Rest des Albums aber, was diesen Punkt betrifft alles okay ist, scheint es wohl gewollt zu sein. Die Drums sind ganz weit entfernt und nur auf den rechten Kanal gemischt, die Gitarren schallen hauptsächlich links. Wie gesagt, der Klang gibt mir Rätsel auf und ich kann nur vermuten das Stück dient als Ruhepol um den Kontrast zum nächsten Songs noch zu steigern.
Und so geht "Pacific" vom Start weg ab wie Schmidts Katze. Mit fulminant treibenden Drums und fett riffenden Gitarren steuert man auf den tollen Chorus zu. Dazwischen toben die Drums das es eine wahre Pracht ist. Das Stück wird zur Mitte sehr ruhig mit einem gesprochenen Part, später werden die Vocals ausgesprochen wütend vorgetragen und die nun düster aufspielende Gitarrenfront klingt recht Thrash lastig. Dadurch wirkt das Stück hier weniger eingängig. Gegen Ende schaltet man um auf die melodischere Spur.
"Virgin World" schlägt in die gleiche Kerbe. Hier finden sich mal harte Shout Vocals, mal ist der Gesang richtig sanft. Das Stück fällt sehr progressiv aus, ständig legt Etox den Schalter um und pendelt zwischen intensiven und getragenen Passagen. Ganz offensichtlich ließ man sich bei dem Stück von den Vorbildern Tool beeinflussen. Wie beim vorangegangenen Track sind auch hier Thrash Elemente mit eingeflossen.
Bei "Aeonical Pt.2 Shadown Audience" handelt es sich um ein Instrumental Stück. Da der nächste Song die Nummer 3 trägt ist zu vermuten, dass die Sache ursprünglich als Trilogie geplant war und nur die Teile 2 und 3 Eingang auf das Album gefunden haben. Man beginnt mit leiser Gitarre, erst spät stoßen die Drums hinzu. Den Gitarren wird mehr Raum eingeräumt als sonst und ihr Klang verbreitet ein leichtes Flamenco Flair. Die Drums werden ebenso mit viel Feingefühl gespielt, ständig begleitend ohne die Gitarren zu überdecken. Das ruhige Stück besitzt eine nachdenkliche Stimmung.
"Aeonical Pt.3 Theory of Mind" ist da ganz anders angelegt und zwar sehr komplex mit kräftigen Gitarrenriffs und schnell galoppierendem Rhythmus. Hier hat Drummer Constantin Gülich viel Gelegenheit sich mit ungezählten Kabinettstückchen in Szene zu setzen. Da passiert es, dass er das Stück unbarmherzig nach vorn peitscht. Um so überraschender der gesprochene Teil mit Stimmen wie aus einer Radio News Sendung. Bei aller Kraft und Dynamik die in dem Song stecken ist es erstaunlich eingängig.

Fazit: Was Etox hier als Debüt abliefern zollt mir höchsten Respekt ab. Toll zu sehen, dass aus deutschen Landen (oder sollte ich sagen aus dem Freistaat...) eine Band im Bereich Progressive Metal nachrückt die in der Lage ist, sofort ein Hammeralbum raus zu hauen. Auf der grafisch schön gestalteten Homepage konnte ich entnehmen, dass man zwei Jahre lang mit großem Einsatz an der Scheibe gearbeitet hat. Hallo Jungs, der Aufwand hat sich gelohnt! Das Songwriting ist komplex, facettenreich, spannend und zum größten Teil auch für nicht Prog-Fans interessant. Eingefleischte Prog-Anhänger werden ohnehin vor Freude strahlen. Bei aller Verspieltheit (im positivsten Sinne) wirkt das Bombardement an Takt-, Rhythmus- und Stilwechseln nicht aufgesetzt. Was bei anderen Prog-Bands oft gestückelt und aus dem Zusammenhang gerissen wirkt, ist bei Etox im Fluss, der rote Faden ist immer vorhanden. Unschwer zu erkennen ist der Einfluss der Band Tool, da braucht man gar nicht auf der Homepage nachzuschauen und zu lesen wie viele Etox Musiker eben diese Band als bevorzugte Truppe nennen. Allen Musikern kann ich zu ihrer Beherrschung der Instrumente gratulieren. Das Zusammenspiel klappt vorzüglich. Ein besonderes Lob aber hat sich Constantin "Consti" Gülich an den Drums verdient. Was der Mann hier leistet ist außergewöhnlich und lässt die meisten Drummer, auch die bekannter Genre-Größen, ganz schön alt aussehen. Sein Spiel ist dermaßen variabel, nie zu dominant, songdienlich und souverän, dass ich mich oft beim Abhören dabei ertappe, wie ich mich ganz auf die Drums konzentriere. Speziell die Double Stroke Rolls über die Toms sind einfach klasse. Aber auch der Rest der Truppe braucht sich nicht zu verstecken. Roland "Rolfo" Frombeck verfügt über eine angenehme, wenn auch nicht spektakuläre Stimme die je nach Situation das Spektrum von einfühlsam weich bis kraftvoll aggressiv abdeckt. Die beiden Gitarristen Sebastian „Basti“ Unterstein und Matthias "Burli" Pittrich verstehen ihr dynamisches Handwerk und harmonieren auch als Team sehr gut. Der Bass gespielt von Stephan "Steve" Weigel überzeugt mit viel Kraft. Auf Etox trifft der bekannte Satz zu: ein eingespieltes Team ist deutlich stärker, als die Summe seiner einzelnen Akteure. Die Laufzeit ist mit über einer Stunde großzügig bemessen, doch scheint Etox eine Art Zeitraffer in das Album eingebaut zu haben ich bin jedes Mal erstaunt wenn die Scheibe (immerhin 64 Minuten Laufzeit!) schon zu Ende ist. Ein deutliches Zeichen dafür wie interessant die Musik ist. Jetzt will ich nur hoffen, dass diesem Album wenigstens annähernd den Erfolg beschieden ist, den es verdient hat. Leider viel zu oft gegen gute Scheiben auf dem Musikmarkt unter weil eben kein großes Label die Werbetrommel rührt.

Anspieltipps:
 "Unheard", "The Masquerade", "Pacific" und "Aeonical Pt.3 Theory of Mind"

Tipp:
 Jeder Prog Fan sollte hier zugreifen, es lohnt sich vor allem für die, die auf Tool stehen. Das Album ist aber auch für alle Anhänger komplexer, abwechslungsreicher Metal Klänge sehr interessant. Einfach auf die Homepage der Band gehen (Link siehe unten) wo man ALLE Songs in VOLLER LÄNGE anhören kann!

Titel-Liste:
 
  1. Unheard
  2. The Masquerade
  3. Ants and Snails
  4. Pacific
  5. Virgin World
  6. Aeonical Pt. 2, Shadown Audiena
  7. Aeonical Pt.3, Theory of Mind

Laufzeit:
 64.28 Min.

Band-Infos:
 
  • www.etoxband.com 

  • Probehören und Kaufen:
    Etox: DEEPWATER RISING

    Empfehlen: 
     
     
        Seitenanfang   
    Neue Reviews
     
    JC Crash - ELECTRIFIED
    Toxic Evolution - UNDER TOXIC CONTROL
    Sideburn - EVIL OR DIVINE
    Dead Memory - CINDERELLA
    E-Force - DEMONIKHOL
    Die Wahrheit über Heavy Metal
    Shinedown - THREAT TO SURVIVAL
    Deep Purple - FROM THE SETTING SUN IN WACKEN
     
     

    Enjoy it!
       
    Werbung 
       
     





    © 2002-2016 by HardHarderHeavy  -  supported by Poly4Media®  -  mailTo: WebAdmin  -  Last Update: 15.11.2013