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Review: Everflow |
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Album:
| | DIFFERENT VIEWS, 2007, Yonah Records |
Stil:
Wertung:
| |  5 von 7 Punkten | | U.B., 04.01.2008 |
Review:
| | Bereits im Jahre 1998 gegründet, hat Everflow bereits mit dem Sänger von Axxis, Bernhard Weiß, eine CD produziert. Der Titel SECRET VISTA ist übrigens keine Anspielung auf Microsofts neues Betriebssystems, auch wenn selbiges, zumindest mir, häufig sehr geheimnisvoll erscheint. Mit DIFFERENT VIEWS liegt nun eine sechs Songs umfassende Mini CD vor. Marc Bräutigam Gitarre, Thorsten Drees Vocals, Romuald Tichawski Keyboards und Backing Vocals, Andy Lescka Bass und Matt Bauer Drums und Backing Vocals lautet die aktuelle Besetzung.
Das Quintett aus Dortmund zelebriert einen recht eigenwilligen Stil aus Progressive Metal mit Anleihen aus dem Power Metal Bereich. Wer sich auf die Musik einlässt wird nach einer Eingewöhnungsphase mit durchaus interessanten Songs belohnt. Besonders eingängig sind diese zwar nicht, aber sich abseits bereits ausgetretener musikalischer Pfade zu bewegen schadet ja auch nicht.
"The idle King" beginnt mit Keyboards, dumpfer Bass Drum und dezenten Becken. Der Song erinnerte mich sofort an den Iron Butterfly Klassiker "In-A-Gadda-Da-Vida". Die Keyboards nehmen eine wichtige Position ein und klingen stellenweise wie John Lord damals bei Deep Purple. Die Gitarre sorgt mit harten Riffs in Einheit mit der Rhythmustruppe für ordentlichen Druck. Der Sound ist fett, da kann man nicht meckern.
"Different Views" ist sehr bassbetont. Ein Midtempo Stampfer der einem gehörig den Staub aus den Ohrmuscheln pustet. Das Keyboard sorgt mit Pianoklängen dafür, dass die Sache nicht zu düster wird. Der Gesang bleibt in mittleren Höhen und wird prima unterstützt durch die Backing Vocals. Da ist eine Menge Power an Bord.
Fast harfenartige Klänge eröffnen "Modern Niobe" . Der melodiöse Beginn wird schnell abgelöst durch kraftvolle Gitarren und treibende Drums. Nach einer ruhigen Phase nur mit Keyboards und Gesang, die Gitarre dezent untermalend im Hintergrund, geht es gleich wieder in die Vollen. Zur Mitte des Liedes bringen vor allem die Drums eine gehörige Portion Härte. Zum Ende drücken Gitarre und Keyboard dann die Nadel des Geschwindigkeitsmessers deutlich nach oben.
Geheimnisvoll mit waberndem Sound könnte der Anfang von "Comedy/Tragedy" auch die Untermalung eines Horrorfilms sein. Die Nummer hat einen sehr düsteren Charakter der noch durch eine mit dunkler Stimme gesprochene Passage und diabolisches Gelächter unterstrichen wird. Schnell marschieren die Keys und Gitarre begleitet durch flotte Drumwirbel.
Klassische Pianoklänge und leiser Gesang und einzelne Gitarrenakkorde lassen einen bei "Waterproof" an eine ruhige Nummer glauben. Was für ein Irrtum, schon wenige Momente später brandet ein Soundorkan aus den Lautsprechern. Die Sticks raßen über die Drums, die Gitarre bläst zur Attacke. Uptempo prescht der Song dahin. Nach vielen Rhythmuswechseln und einem kurzen Break geht es mehrfach für kurze Augenblicke ruhig wie am Anfang zu, bevor es erneut das volle Brett gibt.
"To love you" beweist, dass Everflow auch ruhige Sachen im Repertoire hat. Piano, Saxophon und leiser Gesang erschallen balladenhaft. Die Gitarre bleibt vorerst meist im Hintergrund. Das ist mit deutlichem Abstand der melodischste Song der CD. Der Gesang zeichnet sich durch Einfühlungsvermögen aus. Erst später glänzt die Gitarre mit einem tollen Solo. In Laufe des Liedes legt der Song an Intensität zu. Piano und Saxophon bilden wie zu Beginn auch den Abschluss. Für mich klar das Highlight der CD.
Auf der CD sind noch zwei Videos von technisch guter Qualität, die die Band mit den Songs "The idle King" und "Comedy/Tragedy" live auf der Bühne zeigt. So vielschichtig wie die progressive Stilrichtung ist auch die Haartracht der Musiker. Während der Sänger die lange Mähne schüttelt, trägt der Bassist eine ausgeprägte Kurzhaarfrisur oder, etwas deutlicher ausgedrückt, Vin Diesel Look. Der Keyboarder braucht für seine Stachelfrisur schon fast einen Waffenschein.
Fazit: Easy Listenin ist hier nicht angesagt und das bringt mich direkt zum, aus meiner Sicht wichtigsten Kritikpunkt, der geringen Eingängigkeit. Auf der Homepage ist von Progressive Metal mit Power und Härte die Rede, so weit so zutreffend. Aber dem Vergleich mit Queensryche und Savatage kann ich weniger zustimmen. Da kommen die Letztgenannten doch mit deutlich mehr Melodic Anteil daher und sind leichter verdaulich. Würde Everflow auf diesen Bereich mehr Augenmerk legen, würde garantiert auch eine größere Zielgruppe angesprochen, ein wichtiger Aspekt, gerade für eine Formation die sprungbereit in den Startlöchern steht. |
Anspieltipps:
| | "The idle King", "To love you" |
Titel-Liste:
| | - The idle King
- Different Views
- Modern Niobe
- Comedy/Tragedy
- Waterproof
- To love you
- - - Videos - - - - The idle King
- Comedy/Tragedy
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Laufzeit:
Band-Infos:
| | www.everflow.de  |
Probehören und Kaufen:
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