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Review: Exposed to Noise
 
STORIES OF A FRAGILE TWILIGHT

Album:
 STORIES OF A FRAGILE TWILIGHT, 2008, Yonah

Stil:
 Screamo, Emocore, Metal

Wertung:
 4,5 von 7
4,5 von 7 Punkten
 M.U., 26.09.2008

Review:
 Die Band Exposed to Noise wird im Jahre 2001 in Dortmund gegründet allerdings zuerst unter dem Bandnamen White Chapel. Die Umbenennung in Exposed to Noise erfolgt 2002. Sie haben schon damals zahlreiche Auftritte wie beispielsweise als Support von Crosscut im Rahmen eines Festivals in Kamen, beim Burgrock 2003 in Altena oder als Support von den Alternative Allstars in Lüdenscheid. Außerdem belegen sie beim Internet-Award des Talentwettbewerbes "Rock itNRW" im Herbst 2002 den zweiten Platz. Im gleichen Jahr erscheint ihre Demo-CD mit dem einfallsreichen Titel DEMO 2002. Drei Jahre später erschient ihr erstes richtige Album A REFERENCE To DESOLUTION. Und wiederum drei Jahre später das zweite Album STORIES OF A FRAGILE TWILIGHT, welches nun zur Begutachtung ansteht.

Das Album beginnt mit dem Song "Fahrenheit". Dieser wird eingeleitet von schrägen Gitarrenklängen und Klaviermusik. Es klingt anfänglich fast wie diverse Songs von Linkin Park. Sehr ruhig und melancholisch. Auch die Stimme erinnert stark an die von Chester Bennington.
Das totale Gegenteil ist der nächste Song. "Desolation" klingt hart, brutal und sehr nach Thrash Metal. Der brüllende Gesang untermauert diesen ersten Eindruck. Allerdings wird der Song im Laufe etwa ruhiger und melodischer. Die Gitarre wechselt vom aggressiven zum rockigen Stil und wird ebenfalls melodischer. Gesanglich gleicht man sich dem Trend an. Es klingt schon fast ein bisschen Thorn Eleven.
"Fading Day" beginnt getragen und etwas schwerfällig. Eine leicht düstere Stimmung macht sich bemerkbar. Danach wird etwas schneller und der sehr emotional wirkende Gesang wechselt zwischen thrashigen und melodischen Phasen. Das Schlagzeug untermalt mit seinem treibenden Sound das ganze Werk. Dennoch findet an die wirklich harte Linie nicht. Vielleicht ist auch gar nicht beabsichtigt.
Der Morgen dämmert mit "Morning Light". Groovige Gitarrenriffs leiten den Song ein. Insgesamt wirkt er sehr melancholisch und eher ruhig. Die Stimme weisst sehr viel Emotionales auf. Sie erinnert einen durch die gefühlvolle Art zu singen phasenweise an Bands aus den 80er Jahren.
In gleicher Manier beginnt der Nachfolger "Stories of a Fragile Twilight". Dieser Song ist auch Namensgeber für dieses Album und spiegelt eigentlich den gesamten Trend wider. Eine gelungene Mischung zwischen emotionalen, melancholischen und harten Stielelementen.
Klassische Klavierelemente sind der Anfang von "Hostile Waters". Musikalisch wird man wieder an Linkin Park erinnert. Zwar erfährt der Song im Verlauf eine gewisse sich steigernde Härte, dennoch bleibt er in seinem innersten Wesen doch melancholisch und sehr melodiös. Einweiterer Anspieltipp auf jeden Fall.
"Memories" und "Fragments" nehmen wieder den Faden von "Stories of a Fragile Twilight" auf. Rockig, rotzig frech und dennoch gefühlvoll. Im Großen und Ganzen musikalisch eben an den Titelsong angelehnt, wobei "Fragments" einem ein bisschen härter erscheint.
Mit über sechs Minuten kommt das Monsterwerk "Last Transmission" daher. Zu Beginn klingt es etwa spirituell und abgehoben. Tendenziell ist dieser Song sehr ruhig. Eher schon an eine Rockballade erinnernd. Dazu passen die melancholischen, melodiösen und sehr ruhigen Elemente. Der Gesang passt fast perfekt dazu. Und dennoch hat der Song ein gewisses Etwas, was in einen etwas schwingen lässt. Der geht einem einfach durch Mark und Bein.
Kommen wir zur Wahrheit. Denn so heißt der letzte Song dieses Albums: "The Truth" dreht noch einmal auf und gehört eher zur Fraktion Heavy Metal gepaart mit melancholischen Elementen. Ein richtiger schöner Groove kommt da aus den Lautsprechern, der einen so richtig mitreissen kann. Die Stimme des Sängers Stefan Hüsing hat irgendwie etwas faszinierendes, denn in allen "Lebenslagen" ist er Herr der Lage und die Vielfalt der Möglichkeiten beeindrucken.

Fazit: Ein gut gemachtes Album, welches mit unterschiedlichen Stilelementen aufwarten kann. Und diese reichen von sanft bis extrem hart, wobei eine durchgängige harte Linie nicht erkennbar ist. Vielleicht ist dies auch gar der Zweck dieses Albums. Aber es anzuhören ist keine Schande, ganz im Gegenteil. Es macht richtig Spaß dieser Band zuzuhören. Und ich bin mir sicher, dass so ein Album keine Eintagsfliege sein wird und nach dem ersten Hören nicht für immer im CD-Regal verstauben wird. In bestimmten Situationen ist sicherlich hervorragend geeignet und man kann sehr dabei relaxen, d.h die Seele baumeln lassen. Wer sich diese Album kauft, wird es mit Sicherheit nicht bereuen. Übrigens: Das Layout des CD-Covers finde ich wirklich gelungen.

Anspieltipps:
 Die beiden ersten Songs "Fahrenheit" und "Desolation" beeindrucken schon wegen ihrer unterschiedlichen Art. Ferner hörenswert ist der Titelsong "Stories of a Fragile Twilight" sowie "Hostile Waters" und "The Truth".

Titel-Liste:
 
  1. Fahrenheit
  2. Desolation
  3. Fading Day
  4. Morning Light
  5. Stories of a Fragile Twilight
  6. Hostile Waters
  7. Memories
  8. Fragments
  9. Last Transmission
  10. The Truth

Laufzeit:
 39:59 Min.

Band-Infos:
 
  • www.exposed-to-noise.de 

  • Probehören und Kaufen:
    Exposed to Noise: STORIES OF A FRAGILE TWILIGHT

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