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Review: Fair Haven
 
NOT EVEN CLOSE

Album:
 NOT EVEN CLOSE, 2006, Membrane

Stil:
 Hard Rock

Wertung:
 5 von 7
5 von 7 Punkten
 S.M., 27.09.2008

Review:
 Die schweizerisch-kanadische Kombo Fair Haven existiert seit 1998 und setzt sich zusammen aus Don James Ayer (Gesang, Gitarre), Matthias `Mato´ Leuenberger (Bass), Bernie Küpfer (Gitarre) und Andy Scherrer (Drums)
Das Quartett hat bislang vier Alben veröffentlicht, das letzte reguläre Werk RIDE stammt von 2005.
Das hier besprochene NOT EVEN CLOSER beinhaltet keine neuen Songs, sondern ist eine Zusammenstellung von Stücken aus den Alben MASTER IN THE MIRROR (2000) und ALTRUISM (2001). Über den Sinn solch einer Compilation lässt sich natürlich streiten, aber so erhält man nochmal einen geeigneten Überblick über das frühere Schaffen der Band. Ganz abgesehen davon, dass die alten Alben vermutlich nur noch schwer zu bekommen sind.

Auch wenn sich Fair Haven selbst am ehesten im Bereich des Melodic Hardrock sehen, wird musikalisch viel Abwechslung geboten.
Beste Beispiele für die melodische AOR-Schiene sind "Over tonight" oder "When I turned to Steel". Aber auch "Not even closer" ist eine gelungene Melodic Hardrock-Nummer, die durch leicht progressive Strukturen abwechslungsreich arrangiert ist.
Wesentlich druckvoller und knackiger sind Songs wie "Invisible" und "Break what has to be broken". Dabei hat auch Letzterer wieder ein progressives Kontrukt.
Am Eindruckvollsten finde ich die fett groovenden Stücke "Dead Man´s Money", das außerdem einen interessanten Crossover-Touch hat, oder das schleppende, mit viel Tiefgang vorgetragene "Shadow of a Dream".
Auch der stärkste Song "Kingdom come" gehört zu den groovy Tracks, besticht aber auch noch durch starke Gitarren-Leads und -solo, sowie durch den eingängigen Höhepunkt.
Und auch die balladeske Seite der Schweizer kann sich sehen lassen: "Kings of empty Castles" wechselt zwischen emotionaler Ballade und dynamisch getakteter Halbballade. Und das Abschlussstück "Anything" ist völlig akustisch gehalten und bringt mit seinem Touch des amerikanischen Westens eine unerwartete Erinnerung an Kansas´ "Dust in the Wind" mit sich.

Die instrumentelle Leistung auf NOT EVEN CLOSE ist bodenständig. Die Rhythmustruppe bringt jedenfalls einen schönen Groove. Die Gitarre könnte in einigen Bereichen besser hervorgehoben werden. Der Gesamtsound ist manchmal ein wenig dünn.
Dan hat eine klare und ausdrucksstarke Stimme. Bei manchen Refrains würde ich mir aber wünschen, dass sie ein wenig rauher wäre und den Ton länger halten kann.

Fazit: NOT EVEN CLOSE zeigt einen gelungenen Überblick über Fair Havens Können bei den beiden betreffenden Alben. Ich muss sagen, die Leistung konnte sich schon damals sehen lassen.
Man findet sicherlich nichts, was es nicht auch schon von anderen Bands gegeben hätte, aber die Musik ist sehr abwechslungsreich und wird ziemlich professionell performed. Auch in Punkto Songwriting brauchen sich Fair Haven nicht hinter der Konkurrenz verstecken.
Ich hätte nichts dagegen, bald mal ein ganz neues Produkt dieser Schweizer-Kanadier-Vereinigung zu rezensieren. Auch um zu sehen, wie sie sich in der Zwischenzeit entwickel haben.

Anspieltipps:
 "Shadow of a Dream", "When I turned to Steel", "Kingdom Come" und "Anything".

Tipp:
 NOT EVEN CLOSE bringt einen gelungenen Einblick in die Frühphase der Band. Wer auf abwechslungsreichen Hardrock steht, findet hier sicherlich passendes Material.

Titel-Liste:
 
  1. Over tonight
  2. Dead Man's Money
  3. Invisible
  4. Kings of empty Castles
  5. Shadow of a Dream
  6. Break what has to be broken
  7. Take on your Pain
  8. When I turned to Steel
  9. The Conscious and the Brave
  10. Kingdom come
  11. Victim or Master
  12. Not even close
  13. Anything

Laufzeit:
 49:59 Min.

Band-Infos:
 
  • www.band.tld 


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