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Review: Fair Warning
 
AURA

Album:
 AURA, 2009, Metal Heaven

Stil:
 Melodic Rock, Hard Rock

Wertung:
 5 von 7
5 von 7 Punkten
 J.G., 11.07.2009

Review:
 Nach Jahren der Ruhe traten Fair Warning 2006 mit Ihrem Album BROTHER'S KEEPER wieder in Erscheinung und konnten dabei nahtlos an die Qualität ihrer vorherigen Werke aus den Neunzigern anknüpfen. Mit AURA erreichte nun das inzwischen sechste Album der Melodic Hard Rocker unsere Redaktion und wir sind immer wieder auf's Neue gespannt, was die Hannoveraner zu bieten haben.
Gleich geblieben sind in jedem Fall die wuchtigen, glücklicherweise jetzt nicht mehr so erdrückenden, hochgradig melodischen Arrangements des letzten Albums. Die Abkehr zur Leichtigkeit der 90er-Jahre wird also weiterhin verfolgt, was prinzipiell nicht schlecht sein muss. Geändert hat sich lediglich das Label, denn Fair Warning haben ihre bisherige italienische Heimat bei Frontiers aufgegeben und einen neuen Versuch mit Metal Heaven gewagt.

Der Start mit "Fighting for your Love" zeigt schon nach wenigen Augenblicken, dass man mit flotten treibenden Rhythmen, klarer Gitarrenarbeit und zuckersüßen Hooklines genau dort weiter macht, wo man bei BROTHER'S KEEPER geendet hatte.
In genau die gleiche Kerbe schlagen auch Songs wie der anschließende melodische Hard (Heart) Rocker "Here comes the Heartache", der etwas unspektakulär beginnende, aber gut in Fahrt kommenden Melodic Rocker "Walking on Smiles" mit abwechslungsreicher Gitarrenarbeit oder das finale leicht funky klingende "Station to Station".
Liebhaber von gemäßigteren Klängen werden sicherlich mit der schmachtenden Ohrwurm-Ballade "Hey Girl", dem überwiegend in Slow-Motion walzenden und mit einigen Härte-Akzenten durchsetzten "Falling" oder dem sanft startenden und allmählich immer besser auf Touren kommenden "As Snow while found out" auf ihre Kosten kommen.
Eine Spur zu belanglos sind mir da schon Titel, wie das recht vielversprechend startende "Don't count on me" geraten, das sich zumindest im weiteren Verlauf mit dominanter Funky-Guitar etwas frei schwimmen kann.
Dies gelingt dem balladesk angehauchten und harmlos vor sich hin plätschernden "Holding on" leider auch nicht so recht. Was bleibt ist so spannend, wie die Musik im Fahrstuhl eines 4-Sterne Hotels.
Etwas aus der Art schlägt "Someday" welches nicht zuletzt durch die Wahl des Gitarrenstils, die typischen Hooklines und fetten Chöre ein durchaus gelungenes Tribut an die legendären Briten von Queen darstellt.

Fazit: Ungeachtet aller Untiefen und Klippen setzen Fair Warning ihre Reise über die Weltmeere des Melodic Rock fort und bedienen sich dabei ihrer eigenen altbekannten Markenzeichen. Tommy Heart kann noch immer mit dem gewissen Etwas an Gefühl für Melodien glänzen und wird dabei sowohl durch die brillante Gitarrenarbeit von Helge Engelke als auch durch den treibenden Rhythmus von CC Behrens und Ule Ritgen tatkräftig unterstützt. Langjährige Fans bekommen dabei genau das, was sie erwarten.
Einmal mehr fehlt es jedoch an einem richtigen mitreißenden Überflieger, auf den ich schon seit Jahren vergeblich warte. Was bleibt, ist solide melodische zeitgemäße Kost, die in den vergangenen Jahren in Deutschland leider nie so viel Beachtung gefunden hatte, wie beispielsweise in Japan.

Tipp:
 Fair Warning Fans bekommen mit AURA einen würdigen, aber leider auch unspektakulären Nachfolger von BROTHER'S KEEPER geboten.

Titel-Liste:
 
  1. Fighting for your Love
  2. Here comes the Heartache
  3. Hey Girl
  4. Don't count on me
  5. Falling
  6. Holding on
  7. Walking on Smiles
  8. Someday
  9. As Snow while found out
  10. Station to Station

Laufzeit:
 48:16 Min.

Probehören und Kaufen:
Fair Warning: AURA (Ltd. Edit.)

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