Archiv
  
 Newsflash 
 Archiv Apr. 06 - Jun. 15
 
 Zugänge (Alben) 
 2015 | 2014 | ältere
 
 Zum Schmunzeln 
 Zitate, Sprüche, Cover 
 

Redaktion
  
 Suchen & Finden 
 Startseite | Übersicht
History | Suchen
 
 Reviews 
 LP/Album | EP/Demo
DVD/Video | Bücher
Reports | SongLAB
Alben nach Genres
 
 Tipp des Monats 
 2014 | 2013 | ältere
 
 Ausgrabung d. Woche 
  Aktuelle | Übersicht
 
 Interviews 
 Interviews | Videos
 
 Konzerte 
 Konzerte | Vorberichte
 
 Gegen den Strom 
 Was uns nervt...  
 

Kontakt
  
 Kontakt zu uns 
           
Adresse/Anschrift
Kontakt-Formular
 
 Antworten 
 auf eure Fragen 
 

Glossar
  
 Stilrichtungen 
 Stilrichtungen A-Z
Rock, Metal, Punk
Stil-Beschreibungen
Bands & Stile
 
 Allgemein 
 Musik-Fachbegriffe
BPM - Übersicht
 
 

Über uns
  
 Über uns 
 Mitarbeiter-Liste
Idee/Beteiligte
 
 Was Recht ist 
 Impressum
Copyright
 
 

Links
  
 Noch mehr Infos 
  Fan-/Magazine
Internet Radios
 
 Shopping 
 Merchandising
 
 Unsere Partner 
 Label-Partner 
 
Review: Fairyland
 
OF WARS IN OSYRHIA

Album:
 OF WARS IN OSYRHIA, 2003, Arise

Stil:
 Synphonic Melodic Metal

Wertung:
 6 von 7
6 von 7 Punkten
 U.B., 31.01.2008

Review:
 Märchenbücher beginnen meist mit den Zeilen: Es war einmal und Kochbücher mit: Als Zutaten nehme man…Was das mit Musik zu tun hat? Nun, beim Bandnamen Fairyland drängt sich einem der Gedanke an ein Märchenbuch ja geradezu auf.

Es waren einmal zwei damals unbekannte Musiker im schönen Frankreich, Philippe Giordana Keyboards und Willdric Lievin Drums, Gitarre und Bass, die gründeten eine Band Fairyland genannt um mit ihrer Musik die Leute in das Märchenland Osyrhia zu entführen. Sie dachten sich als Zutaten nehme man: einen Teil Rhapsody of Fire, einen Teil Blind Guardian, eine Prise Symphony X und würze das Ganze mit einer guten Portion Dark Moor, gut umrühren und auf alter Helloween Flame gar kochen und schon ist eine schmackhafte Symphonic Melodic Metal Mahlzeit angerichtet. Viele gute Zutaten ergeben aber nicht unbedingt ein leckeres Festmahl, in diesem Fall kann man den Köchen aber rundum gratulieren. Was sie da kredenzen klingt so gelungen, da hätte ich gern noch einen Nachtisch extra. Da hätte ich doch fast zwei weitere Köche vergessen, Anthony Parker Gitarre (Ex- Heavenly) und Elisa C. Martin (Ex- Dark Moor) Und wie gesagt, das Sprichwort viele Köche verderben den Brei, hat hier keine Gültigkeit.

Bevor es ins Fantasyreich geht stimmt ein kurzes Intro "And so came the Storm" auf die Reise ein. Entferntes Donnergrollen und ein gesprochener Text sind zu hören, dazu ein Chor untermalt von Keyboards und Flötenklängen. So wird nahtlos zu "Ride with the Sun" übergeleitet. Dieser Song ist typisch für Fairyland. Die Drums wummern flott mit Double Bass Einlagen, stehen aber eher im Hintergrund genau wie die Gitarren. Klar dominant sind die Keyboards die über allen anderen Instrumenten schweben und in vielen Variationen den Sound von Fairyland prägen. Sobald die Vocals von Elisa Martin erklingen ist natürlich sofort die Assoziation zu Dark Moor da. Wer die Dame nicht von ihrer alten Truppe kennt dem sei gesagt, dass die Stimme der Spanierin nicht zu vergleichen ist mit den durchaus guten Frontfrauen wie etwa bei Edenbridge oder Lunatica, sondern bedeutend weniger opernhaft klingt. Wobei sie durchaus auch in größere Höhen steigen kann, was aber eher die Ausnahme ist. Die Vocals erschallen im Wechsel mit einem Männerchor. Nach einem Break gibt es Tiergeräusche bevor der volle Sound wieder losbrandet und vor allem der epische Chor die Instrumente in den Hintergrund treten lässt. "Doryan the Enlightened" könnte die akustische Begleitung eines Films über das Mittelalter sein. Zumindest am Anfang, wenn Flöten und streicherartige Keyboards mit einer getragenen Melodie daherkommen. Doch dann preschen die Drums unverhofft los und der mächtige Chor erklingt. Elisa setzt mit ihrer guten Stimme einige Akzente. Nach einem schönen Gitarrenlauf von Parker gewinnen die Keys erneut die Oberhand und legen ein hohes Tempo vor. Orchestraler geht es kaum. Die Nummer wäre ein hervorragender Soundtrack zu einem Film wie Herr der Ringe. Mit "The Storyteller" gibt es eine Ballade im Folk Metal Gewand. Die schon bekannten Flöten haben erneut einen Auftritt. Die Keys tönen nach großem Streichorchester, teils aber auch wie Harfen. Die Vocals werden gefühlvoll vorgetragen drohen aber fast im Chor unterzugehen so kraftvoll legen die Herren vor. Bei "Fight for your King" geht es episch zu. Die Synthi-Streicher haben einen großen Auftritt und der Männerchor stimmt ein Hooo-Hooo an. Die Double Bass kann sich auch nicht über Arbeitslosigkeit beklagen ist aber erheblich weniger laut als wie bei typischen Power Metal Bands. Während sich der Chor meist auf das erwähnte Hoo- Hoo beschränkt singt er den Refrain mit Lisa Martin mit. Parkers Gitarre gelingt es sich mehrfach aus dem Keyboardsturm zu lösen und wenn auchverhalten, Gehör zu verschaffen. "On the Path to Fury" wird durch einen gesprochenen Text eingeleitet, dann geht es abermals Uptempo sehr symphonisch dahin. High Speed Drums und Keyboard- Streicher dürfen nicht fehlen. Nach gut der Hälfte nimmt man das Tempo raus und eine ruhige Phase mit Flöten und Harfenklängen lässt den Hörer kurz Atem schöpfen, aber nur kurz, die Drums legen erneut fulminant los und die Keyboards fegen mit Richard Andersson Tempo durch den Konzertsaal. Die Vocals und der Chor erklingen im Wechsel. War bisher die Verwandtschaft zu Rhapsody of Fire und Blind Guardian deutlich so ist die Ballade "Rebirth" völlig anders. Auch das gleichnamige Album von Angra diente nicht als Ideenlieferant. Vogelgezwitscher und Flöten, dazu ein Piano und die etwas melancholischen Vocals mit der supereingängigen Melodie sind an sich schon prima, aber der Chor ist hier das Highlight, orchestral bombastisch und episch. Nach der ruhigen Nummer ist bei "The Fellowship" das Tempo gewohnt hoch. Zwar ist die Einleitung ruhig und getragen, aber dann treiben die Drums den Song schnell voran. Die Melodie verdient das Prädikat melodisch voll und ganz. Der Chor sorgt wiederum für den orchestralen Touch. Die vielen Tempowechsel gestalten das Stück abwechslungsreich. Ein gesprochener Part ist dermaßen unverständlich, es muss ja nicht gleich Christopher Lee wie bei Rhapsody of Fire sein, aber einen besseren Sprecher hätte man schon nehmen können. Auch "A dark Omen" bietet die gewohnte Klasse beim Songwriting. Die Nummer ist sehr ähnlich wie die vorangegangene, hier wäre eine andere Reihenfolge der Songs besser gewesen. Schön sind die Wechsel zwischen der schnellen Gitarre und den nicht minder flinken Keyboards. Beim instrumentalen "The Army of the white Mountain" gibt es nochmals die volle Orchesterpackung, Flöten, Streicher, Harfen und Pauken werden aufgeboten. Speziell die Flöten verleihen dem ganzen einen leichten Folk Einschlag. Mir gefällt das Stück ausgezeichnet, ich kann mir aber vorstellen, einigen Leuten ist es schon zu klassisch aufgebaut. Die Melodie ist aber über jeden Zweifel erhaben. Der abschließende Titeltrack "Of Wars in Osyrhia" ist mit knapp 11 Minuten eine Berg- und Talfahrt durch den Symphonic Metal Himmel. Flöten und Keyboardstreicher bilden den pompösen Anfang bevor, angefeuert durch die Drums der Song flott marschiert. Die Vocals sind teils höher als bisher. Die Keyboards, abschnittweise schon fast übermächtig, erschallen in der ganzen Bandbreite der Möglichkeiten die dieses Instrument bietet. Die Gitarre hat es schwer sich stärker zu profilieren, erhält aber mehrfach die Gelegenheit mit kurzen schnellen Läufen den Keys Paroli zu bieten. Auch hier wird der wunderbar voll tönende Chor oft eingesetzt. Erhaben, bombastisch, komplex und facettenreich setzt die Nummer einen würdigen Schlusspunkt.

Fazit: Die anfangs genannten Bands haben Fairyland eindeutig inspiriert. Man hat aber nicht den Fehler gemacht nur zu kopieren, sondern hat einen eigenständigen Sound gefunden und der klingt ausgesprochen gut. Epischer Bombast Klang mit eingängigen Melodien versetzen einen zwar nicht nach Middle Earth, aber Osyrhia ist auch sehr schön und dazu noch ohne Orks und anders Gesindel. Wer jetzt eine Reise nach Osyrhia buchen möchte, sollte aber nicht das Reisebüro, sondern einen CD Laden ansteuern.

Anspieltipps:
 "Ride with the Sun", "Rebirth", "Of Wars in Osyrhia"r

Tipp:
 Freunde von Rhapsody of Fire die nicht unter einer Keyboard Allergie leiden, denn die Tasteninstrumente sind bei Fairyland erheblich stärker im Vordergrund als bei den Italienern, sollten hier zugreifen. Und wer auf Fantasy Lyrics steht wird im Königreich Osyrhia ebenfalls bedient. Für die Anhänger von Dark Moor zu Zeiten von THE GATES OF OBLIVION ist die Scheibe schon fast ein Pflichtkauf, was nicht nur an der Stimme von Elisa Martin liegt, sondern vor allem an einer ähnlich perfekten Mischung aus Melodic Symphonic Power Metal wie die Truppe von der Iberischen Halbinsel sie früher servierte.

Titel-Liste:
 
  1. And so came the Storm
  2. Ride with the Sun
  3. Doryan the Enlightened
  4. The Storyteller
  5. Fight for your King
  6. On the Path to Fury
  7. Rebirth
  8. The Fellowship
  9. A dark Omen
  10. The Army of the white Mountain
  11. Of Wars in Osyrhia

Laufzeit:
 60:50 Min.

Probehören und Kaufen:
Fairyland: OF WARS IN OSYRHIA

Empfehlen: 
 
 
    Seitenanfang   
Bandinfos
  Bandbiographie
¬ Fairyland
Reviews
¬ SCORE TO A NEW
   BEGINNING
¬ OF WARS IN OSYRHIA
 
 

Neue Reviews
 
JC Crash - ELECTRIFIED
Toxic Evolution - UNDER TOXIC CONTROL
Sideburn - EVIL OR DIVINE
Dead Memory - CINDERELLA
E-Force - DEMONIKHOL
Die Wahrheit über Heavy Metal
Shinedown - THREAT TO SURVIVAL
Deep Purple - FROM THE SETTING SUN IN WACKEN
 
 

Enjoy it!
   
Werbung 
   
 





© 2002-2016 by HardHarderHeavy  -  supported by Poly4Media®  -  mailTo: WebAdmin  -  Last Update: 15.11.2013