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Review: Fallen Angel |
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Album:
| | CRAWLING OUT OF HELL, 2010, Eigenvertrieb |
Stil:
Wertung:
| |  7 von 7 Punkten | | J.G., 12.11.2010 |
Review:
| | Da beschwert sich mein Kollege Michael oftmals zurecht, dass den zugesendeten Promos kaum Informationen beiliegen, wo wir uns dann fragen, warum die Bands versäumen, für sich die Werbetrommel zu rühren.
Es geht aber auch ganz anders, was natürlich auch an der Intension einer Band begründet liegen kan. Im Fall der New Yorker von Fallen Angel rückt die Musik-CD fast in den Hintergrund, angesichts der beiliegenden "Informationen". Das liegt jedoch weniger an einer überzogenen Werbeaktion, sondern in der Tatsache begründet, dass man sowohl einen epischen Roman, das dazu gehörige Comic-Artwork und eine passende musikalische Umsetzung erschaffen wollte - und das alles noch als Trilogie. Eine große Aufgabe, für die die beiden Bandgründer und Gitarristen John Cruppe und Robb Lotta noch Sänger Steve Seniuk, Bassist Joe Surace und Drummer Frankie Quaggs begeistern konnten.
Der quasi erste Streich liegt nun vor und hört auf den Namen Fallen Angel - CRAWLING OUT OF HELL. Der noch unveröffentlichte Nachfolger hat ebenfalls schon einen Namen und soll Fallen Angel - CAST OUT OF HEAVEN heißen.
Ich lasse nun erstmal den fast 300 Seiten starken Schmöker links liegen und konzentriere mich auf die Musik.
Nach kurzem Intro "Crash to Oblivion", denn immerhin war es ein Autounfall, der unseren 'Helden' ins Koma schickte und ihn die folgende Reise in die Unterwelt erleben lässt, wird bei "Sinner's Vengeance" schon mal mächtig Gas gegeben und man merkt, dass hier zwei Gitarren am Werk sind und sich nur wenig schenken. Auch Sänger Steve Seniuk beackert fleißig die Oktaven und erlaubt sich ein paar Ausritte in Regionen von Rob Halford oder King Diamond.
Es bleibt in der Folge recht temporeich. Gitrarren bestimmen den Ton und mehrstimmige Gesänge sorgen für Volumen. Manchmal wird kräftig geschoben und nach vorne marschiert, wie bei "Blood on my Soul" angereichert mit rassanten Gitarren-Soli.
Etwas hymnischer mit ausdrucksstarkem Gesang gibt sich "The Reapers shall gather", wogegen bei "Dark Lord" das Gaspedal wieder kräftig durchgetreten wird.
Auch wenn "Darkness" recht verspielt und leichtgewichtig beginnt, folgt der metallische Brocken mit schnellem Galopp auf dem Fuße.
"The One who walks alone", ihm ist es vergönnt, etwas gemächlicher zu 'wandern', wenn auch noch mit gehörigem Abstand zu einer Ballade.
So richtig melodisch wird es erstmals bei "The Answer", wo sogar mit sanfter gestimmten Gitarren für noch mehr "Wohlgefühl" gesorgt wird, bevor in "The neutral Zone" wieder der Up-Tempo-Kampf der Gitarrenfront entbrennt.
Groovig gibt sich das sanft startende "Life or Death", bevor es sich zu einem weiteren metallischen Brett entwickelt, das vom bereits bekannten Kampf der Stimme gegen Gitarre lebt.
"On and on" als Vertreter des balladesken harten Stoffs bekommt zur Abwechslung mit "Leaving it all behind" auch einen gefälligen und deutlich weicheren Vertreter an die Seite gestellt, der seine mehr als sechs Minuten Spieldauer weidlich ausnützt um mit abwechslungsreichen Themen zu punkten.
Nach dem etwas sperrigen "Watching" wird es mit "Sad Wings" noch einmal richtig eingängig und melodisch, wobei auch hier die über sechs Minuten Spieldauer so manche Überraschung bieten.
Und dann ist es schon fast vorbei, aber...
...auch bei der Schlussrunde "Grant me Peace" sind es wieder zwei Stimmen im Duell mit den Gitarren, die den Ton angeben und das Album mit einer gesunden Portion Tempo ausklingen lassen. Zugegeben, für das Buch habe ich etwas länger gebraucht, bis ich es durch hatte, aber es spricht ja nichts dagegen, das Album begleitend ein paar Mal abzuspielen.
Fazit: Für Freunde von epischen Fantasy-Geschichten ist Fallen Angel sicherlich ein Sahnestückchen. Es wirkt nicht nur wie aus einem Guss, sondern es ist so. Musikalisch gesehen bekommt man die passende Begleitung zum Buch geliefert, die jedoch anders wie bei manchen Filmmusiken auch ohne Literatur genossen werden kann. Fallen Angel haben schon mit ihrem ersten Werk die Messlatte recht hoch gesteckt und bieten abwechslungsreichen gitarrenlastigen harten Epic Metal mit stellenweise traditionell hoher Gesangsstimme und thematisch bedingt, durchsetzt mit einigen Instrumentals zur Auflockerung.
Mir persönlich hat die zweite Hälfte etwas besser gefallen, was weniger an den dort angesiedelten 'sanfteren Songs' ansich liegt, sondern an der etwas höheren Eingängigkeit. Vermutlich brauchen die meisten schon ein paar Durchläufe, um die recht dichten und teils vielschichtigen Kompositionen zu ergründen, aber da sollte man sich einfach nicht hetzen lassen.
Jetzt kann ich nur hoffen, dass auch die beiden geplanten Ergänzungen gleiches Niveau bieten und wieder den Weg in unsere Redaktion finden werden. |
Titel-Liste:
| | - Crash to Oblivion (Intro)
- Sinner's Vengeance
- March into Hell (Instr.)
- Blood on my Soul
- The grinding Wheels of War (Instr.)
- The Reapers shall gather
- Arrival (Instr.)
- Dark Lord
- Darkness
- The One who walks alone
- The Answer
- Respiration Desperation (Instr.)
- The neutral Zone
- Life or Death
- On and on
- Ashes to Ashes (Instr.)
- Leaving it all behind
- Watching
- Sad Wings
- Grant me Peace
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Laufzeit:
Band-Infos:
| | www.fallenangelofficialwebsite.com  |
Probehören und Kaufen:
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