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Review: Fat Lip Grey Mullet
 
WHAT YOU WANT IS WHAT YOU GET

Album:
 WHAT YOU WANT IS WHAT YOU GET, 2009, Eigenvertrieb

Stil:
 Punk Rock, Brit Pop, Melodic Rock

Wertung:
 6 von 7
6 von 7 Punkten
 J.G., 17.01.2010

Review:
 Es liegt nun schon wieder fast vier Wochen zurück, als das fränkische Quartett mit Bassist und Sänger Martin "Mad" Glienke, Gitarrist und Sänger Sven "Kelle" Kellermann, Drummer Martin Schönweiß und Gitarrist Tobias Müller die Release-Party ihres Albums WHAT YOU WANT IS WHAT YOU GET in der Bürgerhalle in Schwarzenbruck gaben (hinter Feucht, östlich von Nürnberg - für die Auswärtigen). Mit jeder Menge musikalischer Vor-Erfahrung spielt nun Fat Lip Grey Mullet seit 2008 ihre ganz eigene Interpretation von generationenübergreifedem Rock, der irgendwo zwischen den Altmeistern Rolling Stones und den Punkern von Green Day liegen mag. Das Ergebnis schafft den hohen eigenen Anspruch mühelos und lässt den Zuhörer hautnah oder besser ohrnah erleben, wie der Spagat zwischen Rock, Pop und Punk funktioniert.

Nach obligatorischem "Intro"... wirklich so obligatorisch? Na ja, immerhin scheint der Fat Lip Grey Mullet ein recht gefährlicher Bursche (Fisch) zu sein und so manchem Angler das Fürchten lehren.
Aber jetzt geht es los. Mit Volldampf in die erste Runde zockt der Opener und gleichzeitig Titelsong "What you want is what you get" seine punkigen Beats, dass man kaum still sitzen kann.
Ähnlich schwungvoll mit einer Spur weniger Punk gibt sich "Postman", der diesmal nicht zweimal klingelt oder doch?
Wie schon beim Intro, geben sich die vier aus dem Raum Nürnberg nicht mit Songs nach Standard-System zufrieden. Ein paar Effekte dürfen es schon sein. Da heult dann schon einmal eine Sirene bei dem flotten Rocker "We can't wait so long", wählt jemand Telefon bei dem groovigen "As long as you're around" oder wirft die Dünung sanfte Wellen auf den Strand für "Shuffle", der seinem Namen alle Ehre macht.
Es folgt die Zeit des großen Zwischenspurts mit gleich vier recht lebhaften Up-Tempo (Punk-)Rockern. Das traditionelle "Queen of the Night" macht den Anfang und wird von "Mr. & Mrs. Smith" abgelöst, das vor allem mit seinem treibenden Rhythmus und vielen anfeuernden "Yeah, Yeahs" punkten kann.
"Rock Revolution" steht seinen Vorgängern in nichts nach. Trotz etwas verhaltenerem Tempo bleibt für die Partystimmung genügend Druck im Kessel.
Für "Holiday for DAGA" wird dann nochmal das Gaspedal voll durch gedrückt und die doppelte Gitarrenfront darf zeigen, was sie so drauf hat.
Zum Abschluss gibt es dann mit "A Day" etwas ruhigere Kost, die sogar vor dem Einsatz von Streichern nicht zurück schreckt. Wer viel Geduld hat, also ca. elf Minuten, bekommt dann so einmal etwas fränkische Mundart geboten inkl. der Bestellung einer Mahlzeit und einer Diskussion über Schweinefleisch und die Frage nach dem Spas(s)Tiger. Es wird auch Pizza bestellt, welche, verrate ich jedoch nicht.

Fazit: Hier gibt es Radio- und vor allem Party-taugliche Songs bis zum Abwinken. Nahezu jeder Titel transportiert Spiel- und Lebensfreude in einer angenehm erfrischenden Art und obwohl man diese Art von Musik nicht zum ersten Mal hört, so hat man immer der Eindruck, dass jedes Riff der Band auf den musikalischen Leib geschnitten wurde und sie schon kräftig mit den Hufen scharrt, um einen das Gehörte auch live auf die Lauscher zu drücken. Für echte Die-Hard Metalheadz ist der Stoff sicherlich etwas zu weichgespült, aber man muss ja nicht immer nur Headbangen bis die Nackenwirbel knirschen, um Spaß mit Musik zu haben.

Titel-Liste:
 
  1. Intro
  2. What you want is what you get
  3. Postman
  4. We can't wait so long
  5. As long as you're around
  6. Shuffle
  7. Queen of the Night
  8. Mr. & Mrs. Smith
  9. Rock Revolution
  10. Holiday for DAGA
  11. A Day

Laufzeit:
 50:59 Min.

Band-Infos:
 
  • www.flgm.de 


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