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Review: Faust Again |
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Album:
| | THE TRIAL, 2009, Bastardized |
Stil:
Wertung:
| |  2,5 von 7 Punkten | | J.G., 29.07.2009 |
Review:
| | Die richtige Mischung machts, das mussten bereits die Entdecker von Schwarzpulver oder Nitroglycerin bei ihren ersten "Versuchen" leidlich erfahren und haben so manche explosiven Eindrücke hinterlassen. Explosiv, möchten die polnischen Vertreter der Hartwurst-Szene Faust Again um Front-Schreihals Marcin Pyszora mit ihrem neuen Album THE TRIAL (Der Versuch?!?) offensichtlich auch erscheinen und haben dafür alles, was hart macht, in einen Topf geworfen und kräftig rumgerührt. Verkaufen will man scheinbar Metalcore und bedient sich dabei in Schubladen mit Death Metal-Riffs, rauen Growls, leicht schräg geratenem Cleanvoice-Gesang und sogar Prog-Elementen. Dagegen spricht zunächst nichts, doch Zutaten alleine genügen längst nicht, um ein solides, interessantes und insich schlüssiges Album abzuliefern.
Neben der Wahl der Zutaten ist Reihenfolge und damit der richtige Zeitpunkt der Zugabe entscheidend für das Gelingen eines wohlschmeckenden Gerichts. Das passende Gewürz zur falschen Zeit oder zu lange mitgekocht, verwandelt schnell jedes wohlschmeckende indisches Curry in eine allzu bittere Angelegenheit, die nur noch für den Ausguss taugt.
Genau diesen Mangel an Gefühl muss ich bei der Truppe aus Polen feststellen, die eigentlich mit soliden Waffen in den Kampf zogen, jedoch so gut wie jede Schlacht in eine konzeptlose, wilde Schlachterei ausarten ließen. Es spricht nichts dagegen, Death Metal mit Hardcore zu vereinen und dieses mit progressiven Parts anzureichern. Aber man sollte bei aller Liebe zum Prog nicht Anspruch mit Krawall verwechseln.
Mäßige, um nicht zu sagen langweilige Songs, die meist von Anfang bis Ende ballern und growln haben nichts mit Metalcore oder Prog zu tun. Abgesehen von einigen erholsamen und sogar hörbaren melodische Anteilen in Songs wie "One Minute Dream" sind einfach zu wenig.
Klar benötigt man bei progressiver Musik mehr Zeit, um sich einzuhören, aber dazu sollte der Stoff auch zunächst "hörbar" sein, meine Herren von Faust Again.
Neben dem, zumindest mich nicht überzeugenden Songmaterial, lauert eine weitere Überraschung auf dem Album. Es ist die widersprüchliche Anzahl der angezeigten Tracks, denn der CD-Player behauptet 13 Songs gefunden zu haben, das Booklet führt jedoch nur acht Titel auf.
Schnell wird klar, dass es sich um kleine instrumentelle oder gesampelte, mit Synthie-Effekten angereicherte Lückenfüller zwischen den eigentlichen Titeln handelt. Vorteil, man kann die Füller im Programm-Modus des Players einfach überspringen und den zweiten Durchlauf der CD nervenschonender gestalten - falls man denn eine zweiten Durchlauf überhaupt ertragen mag. Leider nicht überall, denn bereits beim instrumentellen (zu diesem Zeitpunkt noch viel versprechenden) Opener "The ninth Gate" sind das Windrauschen, das Geplätscher und die sphärischen Klänge feste Bestandteile des Songs.
Fazit: Ich bin mir nicht sicher, was die Polen mit diesem Album bezwecken wollten. Es kann sein, dass sie den zur Zeit (noch) angesagten Death Metal einfach mit ein paar progressiven Elementen aufpolieren wollten und dabei etwas daneben gegriffen haben. Es kann auch sein, dass man um jeden Preis ein Konzeptalbum stricken wollte - die Zwischenparts würden dafür sprechen - und einfach keinen richtigen Plan hatte. Es kann mir eigentlich egal sein, nur für mich ist THE TRIAL ein eindeutiger Fehlversuch. Kein(e) "Faust again" auf meine Ohren bitte. |
Titel-Liste:
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- The ninth Gate (I)
- The Fountain (II)
- - Gate 23 -
- Closed Eyes (III)
- - Gate 34 -
- Call for Life (IV)
- - Gate 45 -
- Pappilon (V)
- One Minute Dream (VI)
- - Gate 67 -
- Voice inside (VII)
- - Gate 78 -
- The End (VIII)
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Laufzeit:
Band-Infos:
| | www.faustagain.comd  |
Probehören und Kaufen:
Empfehlen:
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