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Review: Fejd |
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Album:
Stil:
| | Folk, Folk Rock, Mittelalter Rock |
Wertung:
| |  5,5 von 7 Punkten | | S.M., 19.07.2009 |
Review:
| | Die Basis der schwedischen Folk-(Rock)-Truppe Fejd bilden die Brüder Patrik und Niklas Rimmerfors. Sie musizierten bereits vor der Gründung von Fejd als das Akustik-Duo Rimmerfors zusammen. Im Jahre 2001 schlossen sie sich mit Lennart Specht (Keyboard, Gitarre), Thomas Antonsson (Bass) und Esko Salow (Drums) zusammen, die allesamt bei den Metal-Formationen Pathos und Nostradamus spielen. Das war der Grundstein für Fejd. Die Rimmerfors-Brüder sind verantwortlich für den Gesang, sowie für die traditionellen Instrumente wie Fidel, Sackpfeifen, Flöten, Drehleier, Bouzouki usw.
Zwischen 2002 und 2006 veröffentlichten Fejd zwei Demos und eine EP. Dadurch wurde Napalm Records auf die ungewöhnliche Truppe aufmerksam und bot ihnen einen Plattenvertrag an. Das Resultat erscheint dieser Tage und hört auf den Namen STORM.
Was darf man nun von Fejd erwarten? Wer sich seelisch auf Folk Metal oder Pagan Metal eingestellt hat, wird enttäuscht werden. Fejd entfernen sich nur wenig von der Musik von Rimmerfors. Große Bestandteile der Musik sind noch immer akustisch. Lediglich die Rhythmusbasis lässt Gedanken an so etwas wie Rockmusik aufkommen. Ansonsten lebt die Musik von traditionellen skandinavischen Melodien, die zudem einen ordentlichen Hauch Mittelalterstimmung verbreiten, ohne auf typischen Klischees dieser Spielart herum zu reiten.
Die Musik von Fejd verbreitet Emotionen, erzählt von Sehnsüchten und Hoffnungen. Die Stimmung mag oft melancholisch oder auch etwas mystisch anmuten, dennoch werden musikalisch viel mehr Gefühle ausgedrückt. Fejd halten Traditionen hoch, legen keinen Wert auf Humppa-Laune, sondern wollen den Hörer auf eine Reise durch die folkloristischen Gegenden und Epochen Skandinaviens entführen. Und das gelingt ihnen auch, woran die vielen unterschiedlichen Folk-Instrumente hohen Anteil haben.
Diese stehen natürlich im Mittelpunkt, ebenso die klaren, ausdrucksstarken und hymnischen Gesänge. Die "klassischen" Rockinstrumente fügen zwar auch ihren Anteil am Sound bei, übernehmen gesamt gesehen aber eher eine Statistenrolle. Gesungen wird nur auf schwedisch. Dies unterstützt die folkloristische Ausrichtung. Dennoch klingt die Sprache niemals befremdlich, sondern passt einfach zum Sound. Ich wage sogar zu behaupten, dass englische Lyrics die perfekte Einheit der Musik behindern würde. Lyrisch geht es um Land und Leute im traditionellen Schweden sowie natürlich auch um die nordische Natur.
Es fällt äußerst schwer, hier auf einzelne Songs einzugehen, oder gar Anspieltipps zu nennen. Einerseits klingt STORM wie eine kompakte Einheit. Andererseits könnte ich ohnehin nicht jedes an einzelnen Songs beteiligte Instrument entziffern. Darüber hinaus wechselt die Atmosphäre von Lied zu Lied, so dass direkte Vergleiche auch ein wenig unfair erscheinen. Eine fröhliche Stimmung verbreitet eben mehr Frohmut als eine melancholische Weise.
Mir persönlich haben das elfenhafte "Älvorna Dansar" (mit bezaubernden weiblichen Gastvocals), das stimmungsvolle "Storm" sowie das äußerst vielschichtige "Äril" am Besten gefallen. Doch das ist sehr subjektive Ansichtssache. Die einzelnen Stücke schenken sich qualitativ kaum etwas und bei anderen Hörern wird es auch andere Favoriten geben.
Man kann Fejd gut hören, selbst wenn man sonst ein reiner Metal-Fan ist. Das komplette Fehlen metallischer Anteile stört bei der Musik von Fejd nicht, denn es würde einfach nicht passen. Vergleiche mit anderen Bands sind kaum möglich. Man stelle sich ungefähr den Sound von Tyr, Asmegin oder Korpiklaani vor, nur ohne Metal-Power. Es regieren ganz einfach Melodien, traditionelle Klänge und die unheimlich dichte Atmosphäre.
Fazit: Eine wahrlich interessante Truppe, die sich Napalm Records da an Land gezogen haben. Und irgendwie passt es auch in das zunehmend folkige Konzept des Labels.
Fejd liefern mit STORM ein beeindruckendes Album voller bezaubernder Melodien und sorgfältig ausgearbeiteter Songs ab. Die für das Songwriting zuständigen Personen haben nichts dem Zufall überlassen. Was mir auch gut gefällt, ist die Tatsache, dass Fejd ihr Ding ohne Kompromisse durchziehen. Sie lassen sich offenbar gar nicht in ihr Konzept reinreden.
Wer mit Folk, Folk Rock oder Mittelalter-Musik etwas anfangen kann, sollte sich Fejds STORM unbedingt mal zu Gemüte führen. |
Titel-Liste:
| | - Offerök
- Svanesang
- Älvorna Dansar
- Vid jore a
- Egils Polska
- Storm
- Varg i Veum
- Äril
- Skuld
- Likfärd
- Bergakungen
- Morgonstjärnan
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Laufzeit:
Band-Infos:
| | www.fejd.se  |
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