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Review: Fightcast
 
BREEDING A DIVINITY

Album:
 BREEDING A DIVINITY, 2008, Kolony

Stil:
 Metalcore

Wertung:
 4,5 von 7
4,5 von 7 Punkten
 M.K., 11.07.2008

Review:
 Fightcast ist eine italienische, fünfköpfige Band, die sich stilistisch dem Metalcore widmet. Kolony Records erkannte das Potential der Südeuropäer und im Sommer diesen Jahres erscheint mit BREEDING A DIVINITY das Debütalbum der Band, nachdem im Jahr 2004 bereits eine selbstproduzierte Demo auf den Markt kam.

Der Opener schimpft sich "Poison Cage" und ist mit 05:09 Minuten direkt mal das längste Stück auf BREEDING A DIVINITY. Der Song beginnt mit atmosphärischen Samples und einer Klaviermelodie, nach wenigen Sekunden legt die Band dann mit einem eingängigen Riff los. Der Fuß wackelt direkt gut mit, das Ganze wird mit Tempovariablen und doppelläufigen Leads aufpoliert. Nach einer guten Minute folgt die erste Strophe und Shouter Fillipo Tellerini setzt ein. Im Mid-Tempo gehts voran und vom Shouting her erinnert der Mann an Andy Dörner von Caliban. Klare Vocals im Refrain folgen und werden mit Shouts gemischt. Gesungen bzw. geschrieen wird übrigens in englisch, die Landessprache findet keine Beachtung. Das Stück endet mit einer melodischen Passage und dem Refrain und stellt einen guten Opener dar.
Weiter gehts mit dem knapp vier Minuten langen "Filter". Dieses beginnt ohne große Umschweife und fräst sich ebenso ins Gehör wie das zuvor gehörte Stück. Durchs Drumming wird in den Strophen ordentlich Gas gegeben. Der Refrain dagegen fällt relativ kurz aus, es wird wieder klar gesungen und das Tempo kurzzeitig gedrosselt.
Im Mittelpart folgt eine Bridge, die vertrackter als der Rest des Songs ist und interessantes Riffing beinhaltet. Ein Gitarrensolo folgt, danach ist wieder Zeit für den Chorus. Kurz danach ist Schluss mit lustig, ordentlich!
"Three Ghosts for you" heißt das dritte Stück und wie die zwei zuvor gehts auch hier direkt gut und melodisch ins Gehör. Die Strophe geht mit den abgehackten Riffs und den angepassten Shouts kurzzeitig in die Nu Metal-Richtung, im folgenden Refrain werden wieder Klargesang und Schreie gemischt. Vor allem die Drums in den Strophen gefallen mir, wie Peitschenschläge wird hier das vorhandene Beckenequipment genutzt. Nach einer Bridge in der zweiten Hälfte des Songs folgt noch einmal der Chorus, das Tempo wird angezogen und Sense ist.
Der Beginn von "The white Pitch" mit den treibenden Drums und den Riffs erinnert doch sehr an den Start von "Better Days" der Genrehelden God Forbid. Auch hier wird wieder geshoutet und nach einem kurzen Effekt folgt der wieder klar gesungene Refrain, ein Moshpart schließt sich diesem an. Nach diesem ist schon wieder Zeit für den Chorus, so schnell kanns gehen, Fightcast nehmen keine Gefangenen. Ein Gitarrensolo schließt sich an, die Jungs verstehen ihr Handwerk. Kurz danach ist schon Ende und ein wirkliches Highlight ist der Song nicht. Solide.
Mit "Chrome within" folgt ein fünfundvierzig Sekunden langes Interlude, das aus Gitarrenfrickelei und Drums mit viel Hall besteht. Es wird mit Samples ein bisschen Atmosphäre erzeugt und das Ganze geht direkt über in...
..."New Shade behind", übrigens mit knapp über fünf Minuten zweitlängstes Stück. Ein eingängiger Riff und treibende Drums dominieren den Beginn, danach treffen Breakdowns und Leads auf Shouts des Fronters. Im Chorus gibts dann wie gehabt klaren Gesang. Das Ganze wiederholt sich dann noch einmal, gefolgt von einer Bridge und einem Gitarrensolo, das ruhig länger hätte ausfallen können. Dafür gibts jedoch den Refrain. Kurz danach kommt es zu etwas Klavierspiel und dann ist Ende.
Der "Illogical Trip" steht dem Hörer nun bevor und wie es zu erahnen war gibt es auch hier wieder zu Beginn eingängige Riffs gemischt mit Shouts. Der Refrain wird klar gesungen, der folgende Übergang ist bisher das interessanteste am Song. Nach dem zweiten Chorus kommt die gut gespielte Bridge in welcher auch wieder geshoutet wird, ein Gitarrensolo schließt sich dem an. Zum Ende des Songs wird kurzzeitig noch mal das Gaspedal getreten.
"Charlie B." ist nun zu Gast und der Anfang klingt wieder viel versprechend, melodisch und hart, dabei weiter im Mid-Tempo. Dann geht es wieder mit Shouts weiter und der klare Refrain folgt. Im Prinzip könnte ich bei jedem Song das Selbe hin schreiben. "Charlie B." hat immerhin die gewohnt guten Breaks. Nach dem zweiten Refrain wird der Song langsamer, die Bridge steht an und der aufmerksame Leser wird wissen, was folgt: Das Gitarrensolo. Kurz danach kommt der Refrain und der Song ist vorbei.
Der Titelsong folgt, "Breeding a Divinity". Was es hier gibt könnte einer der Songs sein, die es nicht auf Marilyn Mansons Debütalbum geschafft haben. Es wird gesampelt, die Drummachine wird eingesetzt und zum Ende hin gibt es noch schön Verzerrungen. Klingt als ob Trent Reznor einen wirklich schlechten Tag gehabt hat und dauert auch nur zwei Minuten.

Fazit: Zu Beginn macht BREEDING A DIVINITY wirklich Spaß. Fightcast reißen jetzt nicht die Bude ein oder versuchen Geschwindigkeitsrekorde zu brechen, spielen aber soliden, eingängigen und melodischen Metalcore, der im Mid-Tempo beheimatet ist. Die Jungs wissen wie sie ihre Instrumente zu bedienen haben.
Doch wo Licht ist, ist auch Schatten: Neben der teils schwachbrüstigen Produktion (vor allem die Drums hätten wuchtiger klingen müssen) wirken die Songs wie am Reißbrett konzipiert. Jeder der sieben Songs (von den zwei Interludes mal abgesehen) läuft nach dem selben Muster ab: Strophe - Refrain - Strophe - Refrain - Bridge - Solo - Refrain - Ende. Strophe wird geshoutet, Refrain klar gesungen oder mit Shouten gemixt. Das ist zu Beginn des Albums noch ganz okay, wenn sich das aber in jedem Song wiederholt drückt das schon aufs Hörvergnügen und damit auch auf die Bewertung.

Tipp:
 "Filter" ist der beste Song des Albums, der Rest der sieben Stücke ist in Ordnung. Die zwei Interludes lohnen sich nicht wirklich zu bewerten.

Titel-Liste:
 
  1. Poison Cage
  2. Filter
  3. Three Ghosts for you
  4. The white Pitch
  5. Chrome within
  6. New Shade behind
  7. Illogical Trip
  8. Charlie B.
  9. Breeding a Divinity

Laufzeit:
 34:10 Min.

Band-Infos:
 
  • www.myspace.com/fightcast 

  • Probehören und Kaufen:
    Fightcast: BREEDING A DIVINITY

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