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Review: Fires Of Babylon |
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Album:
| | FIRES OF BABYLON, 2008, Metal Heaven |
Stil:
Wertung:
| |  5 von 7 Punkten | | S.M., 02.04.2008 |
Review:
| | Fires Of Babylon werden im Promo-Sheet als die Wiedergeburt des US-Metals der 80er-Jahre bezeichnet. Ich muss gestehen, dass mir hier ein bisschen die Vergleichsmöglichkeiten fehlen, da mein Augenmerk zu dieser Zeit mehr der europäischen Metal-Szene galt. Damals gabīs halt kein Internet.
Auf jeden Fall schaffen es die Amerikaner, einen traditionellen Metal-Sound ins 21. Jahrhundert zu transportieren. Hier klingt nichts angestaubt oder antiquiert. Man fasst den Old-School-Metal auf und verpasst ihm ein zeitgemäßes, frisches Gewand.
Man merkt schon, dass hier Musiker am Werk sind, die ihre Arbeit verstehen. Sie sind ja im Metal-Geschäft auch keine Unbekannten mehr. Sänger Rob Rock machte sich unter anderem mit seinem Solo-Projekt einen Namen und durch sein Wirken bei Driver oder Axel Rudi Pell. Bandleader und Gitarrist Lou St. Paul ist außerdem der Kopf von Winters Bane. Bassist Kelly Conlon spielte früher bei Death und Drummer Robert Falzano gehört auch zum Line-Up von Shatter Messiah. Man darf gespannt sein, was dieser Vierer mit Bandnamen Fires Of Babylon mit dem selbst betitelten Debüt auf die Beine stellt.
Der Opener "Falling to Pieces" vereint Härte mit Melodie. Ein tougher Rhythmus führt zu einem sehr harmonischen Höhepunkt, der sofort im Ohr verbleibt. Ein wenig findet man im Stil von Fires Of Babylon die Einflüsse der Ursprungsbands der Musiker wieder.
Nach demselben Strickmuster präsentiert sich "Devilution". Ein kräftiger Rhythmus treibt den Sound voran, während beim Höhepunkt die Melodie regiert. Rob Rock bringt viel Ausdruck in den Gesang. Er steht auch in den druckvollen Phasen im Vordergrund und kann in den Refrains den Ton gut halten, um diese optimal auszureizen.
Auch "When the Kingdom comes" beginnt mit fast thrashigen Anleihen. Im Gegensatz zu den Vorgängern bleibt der Song durchweg dynamischer und erinnert mich ein wenig an härtere Stücke von Accept oder Judas, oder auch an Viron, um einen aktuelleren Vergleich zu benennen.
Bei "Lake of Fire" ist das Intro melodischer und der Aufbau etwas verhaltener. Im Grunde könnte man von einer Power-Ballade sprechen, wobei das "Power" gegenüber "Ballade" schon überragt. Im Refrain spielt Rob Rock wieder die ganze Ausdruckskraft seiner Stimmbänder aus. Im kurzen Lead-Solo dominiert ebenfalls die Härte.
"Holy Resurrection" bringt neben dem rauhen Rhythmus eine melodische Untermalung mit sich. Der Refrain ist diesmal nicht so stark. Vom strukturierten Aufbau her, hätte ich da mehr erwartet. Das Solo ist virtuos und kann den Song auflockern.
Fast Power Metal-verdächtig marschiert "Going through Changes". Zum gesanglichen Höhepunkt wird das Tempo abgebremst, um die ganzen Emotionen von Robs Stimme zum Tragen zu bringen. Diese Wechsel zwischen kraftvoll und verhalten funktionieren tadellos.
Mit "Lazarus rising" kehren die thrashigeren Akkorde zurück. Zur Mitte hin steigert sich das Tempo, ohne aber wirklich auf einen gelungenen Höhepunkt hinauszulaufen. Der Refrain geht in der Power fast ein bisschen unter.
Bei "Evolution coming" fallen mir besonders die Gitarren-Licks und die Soli auf. Ansonsten ist es eher eines der schwächeren Stücke.
Zum Ende hin scheinen Fires Of Babylon wohl ein wenig die Ideen auszugehen, denn auch "Generation of Destruction" bringt keine neuen Impulse mit sich. Ein durchschnittlicher Track.
Das Schlusslicht "Castles are burning" kann nochmal positiv punkten. Der Drahtseilakt zwischen dynamischem Sound und melodischem Höhepunkt gelingt hier wieder einwandfrei. Auch das Gitarrenspiel ist vom Feinsten.
Fazit: Zu Beginn hätte ich 6 Punkte gezückt, doch das Album offenbarte im weiteren Verlauf einige Lückenfüller. Wie schon erwähnt, gelingt es dem Quartett Old-School-Metal in unsere Zeit zu transferieren und modern aufzufrischen. Leider klingt Einiges zu ähnlich, was von ein paar Schwächen beim Songwriting zeugt.
Nichtsdestotrotz bringt uns das Debut-Album der zusammengewürfelten Truppe bodenständige Kost an der Schnittgrenze zwischen traditionellem 80er-Metal, Old-School-Thrash und zeitgemäßem True Metal. Ich bin gespannt, ob es von diesem Projekt ein Zweitwerk geben wird.
Und, auch wenn ich selten Kommentare zu Cover-Artworks abgebe, aber dieses, vom babylonischen Turm inmitten eines Flammenmeeres, finde ich mal in jeder Hinsicht ausgesprochen gelungen. |
Anspieltipps:
| | "Falling to Pieces", "Devilution", "Lake of Fire" und "Going through Changes". |
Tipp:
| | Für Anhänger der im Fazit genannten Spielarten könnte sich eine Hörprobe lohnen. |
Titel-Liste:
| | - Falling to Pieces
- Devilution
- When the Kingdom comes
- Lake of Fire
- Holy Resurrection
- Going through Changes
- Lazarus rising
- Revolution coming
- Generation of Destruction
- Castles are burning
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Laufzeit:
Probehören und Kaufen:
Empfehlen:
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