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Review: FireWölfe
 
FIREWÖLFE

Album:
 FIREWÖLFE, 2011, Eigenvertrieb

Stil:
 Hard Rock, Heavy Metal

Wertung:
 5,5 von 7
5,5 von 7 Punkten
 U.B., 02.01.2012

Review:
 Beim Bandnamen habe ich spontan auf eine Truppe aus dem deutschsprachigen Raum getippt die den Namen aus einem englischen und einem deutschen Wort zusammengesetzt hat. Weit gefehlt, die fünf Jungs von FireWölfe kommen alle aus den U.S.A.. Das Ö ist nur ein Heavy Metal Umlaut wie ihn Motörhead und Mötley Crüe auch im Namen führen und das E am Ende hat man nur dazu genommen weil es schöner aussieht. Nun wer steckt hinter dem Feuerwolf? Das sind Nick Layton und Paul Kleff, beides Gitarristen die in 2010 zusammen einige Songs schrieben und schließlich, als die Sache weiter fortgeschritten war, beschlossen aus dem Projekt eine richtige Band zu formen. Als ersten heuerten die beiden Davis Fefolt als Sänger an, der zur damaligen Zeit noch bei Angels Of Babylon tätig war. Mit Jay Schellen an den Drums war das Line-Up fast komplett. Als Bassisten holte man noch den Studiomusiker Zack Uidl mit dazu. Alles Musiker die schon über reichlich Erfahrung im Musikbusiness verfügen aber leider über die ganze USA verstreut wohnen. Moderner Home Studiotechnik und Internet sei Dank ist das heute kein Problem mehr, digitale Musikdateien lassen sich ja in Sekundenbruchteilen zum Empfänger schicken. Nun ist es da, dass erste selbst betitelte Album von FireWölfe. Nach Aussagen der Band hatte man sich das Ziel gesetzt Songs einzuspielen die ordentlich Power haben mit Betonung der beiden Gitarren dabei aber auch melodisch sind und obendrein ohne irgendwelchen Schnickschnack auskommen. Als Vorbilder nennt das Quintett so bekannte Namen wie Dio, Judas Priest, Accept und vor allem Savatage. In der Zwischenzeit arbeitet der Wolf schon am zweiten Album was von Roy Z produziert wird.

Passend zum Titel "Air Attack" startet das Stück mit dem Sound eines Kampfjets. Das Stück ist ein gutes Beispiel was den Hörer im weiteren Verlauf erwartet, Heavy Metal von gestandenen Männern für echte Metalheads. Das Stück ist kraftvoll mit sich in den Soli abwechselnden Gitarren. Die Vocals sind von der rauen, männlichen Sorte, keine hohes Gepiepse. Die Stimme von Davis Fefolt erinnert mich manchmal an die von Ian Parry (Elegy, Consortium).
"Unholy" ist ganz im Stil der 80er ausgefallen. Mit dem stampfenden Rhythmus den fetzenden Gitarren und dem wummernden Bass könnte das Stück auch von einem Rainbow Album kommen. Besonderes Highlight sind die Gitarrensoli.
Der Titelsong "FireWölfe" besitzt eine finstere Atmosphäre, das Tempo wechselt oftmals. Besonders die Gesangsleistung ist hervor zu heben.
Auch "Armed Forces" ist düster und stark Rhythmus betont, da dürften alle Headbanger auf ihr Kosten kommen. Bis zur Mitte wirkt der Track monoton wird dann aber durch einige schnelle Gitarrenläufe und das intensivere Drumming doch noch interessant.
"Back from Hell" ist mein persönlicher Favorit. Der sehr kräftige Mid-Tempo Song ist im Refrain melodischer als die meisten andern Stücke, obwohl der Titel anderes vermuten lässt. Genau im Refrain legt das Tempo zu, getrieben von den Drums. Die Vocals sind teils mehrstimmig. Der Schwerpunkt liegt wie gewohnt auf den beiden Gitarren.
"Wicked Words" fällt dagegen etwas ab. Die Gitarren sind prima aber dennoch eine schwächere Nummer.
Dagegen kann das rein instrumentale "Ice Wizard" bei mir deutlich punkten. Der Song kommt auch gut ohne Gesang aus. Die Gitarren setzen sich wieder in den Vordergrund und auch die Drums überzeugen mit netten Variationen.
"Tempter" noch ein Stück mit starkem 80er Einfluss hat eine unterschwellig bedrohliche Atmosphäre, ist rau und kantig und eine Mischung aus Deep Purple und Savatage.
"M.O.D." steht für: Metal Or Die. Ich würde das Stück aber eher im Bereich Hard Rock einordnen. Wie auch immer, es handelt sich wie am Titel unschwer zu erkennen, um eine Hommage an den härteren Musikstil. Walzender Rhythmus und ausgiebige Gitarren Frickel Einlagen prägen die Nummer.
Mit ungewohnt symphonischen Keyboard Auftakt geht es in den letzten Song "Feel the Thunder". Auch hie bleiben sich die Jungs von FireWölfe treu. Die Twingitarren geben den Ton an, dazu gibt es deftige Drums und zu den guten Vocals Hey-hey backing Shouts.

Fazit: Das Revival des 80er Metal ist in vollem Gange und FireWölfe reihen sich in die inzwischen lange Reihe der Bands ein, die die hohe Zeit des Heavy Metal wieder aufleben lassen. Die Anleihen bei Szene Größen wie Dio, Accept und Savatage sind unschwer festzustellen. Besonders Savatage ist fast ständig präsent. Die Herren von FireWölfe sind eben vom Alter in den Vierzigern und haben die Prime Time des Rock und Metal somit aktiv erlebt, da ist eine Rückbesinnung auf alte Tugenden nur logisch. Die Amerikaner rocken mächtig ab. Die Songs haben ordentlich Kraft und sind in einem gewissen Maß auch melodisch ich würde aber nicht so weit gehen den Musikstil als Melodic Metal zu bezeichnen wie es auf dem Infoblatt getan wird. Der Schwerpunkt liegt eher auf heftigen Riffs und knallenden Drums. Die Stimme von David Fefolt ist kräftig, so richtig männlich und nicht so ein hohes Stimmchen wie bei mancher Happy Metal Kapelle. Fefolt weiß seine Stimmbänder zudem geschickt einzusetzen ohne zu übertreiben, hohes Gekreische vermeidet er komplett. Was hier geboten wird ist gut gemachter Old School Metal der 80er mit Ecken und Kanten ohne Zuckerguss und Weichspüler. Die harte, markante Note zieht sich durch alle Songs. Back to the Roots, keine Überproduktion eher etwas ungeschliffen und rau, das sind die Attribute der Firewölfe Scheibe die eine zeitgemäße Produktion hat und dem Hörer kompromisslos in den Allerwertesten tritt, rein musikalisch natürlich. Warum es nicht zu einer (noch) höheren Wertung gereicht hat? Mir fehlen einfach die besonderen Momente, Songs die sofort ins Ohr gehen, die eine tolle Melodie haben. Überdurchschnittlich ja, aber eben auch noch Luft nach oben.

Anspieltipps:
 "Unholy", "FireWölfe", "Back from Hell", "Ice Wizard". e

Tipp:
 Das Debüt von FireWölfe wendet sich an die Anhänger der NWoBHM. Egal ob alte Hasen die die Zeit damals erlebt haben oder an die neue Generation die diese Musikrichtung gerade erst für sich entdeckt. Besonders Savatage Fans sollten dieses Album unbedingt anchecken.

Titel-Liste:
 
  1. Air Attack
  2. Unholy
  3. FireWölfe
  4. Armed Forces
  5. Back from Hell
  6. Wicked Words
  7. Ice Wizard
  8. Tempter
  9. M.O.D.
  10. Feel the Thunder

Laufzeit:
 53:18 Min.

Band-Infos:
 
  • www.firewolfe.com 

  • Probehören und Kaufen:
    FireWölfe: FIREWÖLFE

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