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Review: For My Pain... |
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Album:
Stil:
Wertung:
| |  5 von 7 Punkten | | A.K., 26.07.2012 |
Review:
| | In Finnland gehört es einfach zum gutem Ton, das sich in unregelmäßigen Abständen herausragende Künstler zu sogenannten Supergroups zusammen schließen. Laut Definition bestehen diese Gruppen aus Musikern welche jeder für sich bereits erfolgreich mit anderen Bands oder Solo auf der Bühne gestanden haben oder noch stehen und bietet somit zumeist ein Line-Up, welches jedem Fan eine Dauer-Gänsehaut verschafft.
Bei der 1999 gegründeten, finnischen Gothic Metal Band For My Pain... gibt es auch keine Ausnahme. Schaut man sich das Line-Up an, springen einem bekannte Namen ins Auge. Tuomas Holopainen von Nightwish an den Keys, Ex-Kalmah Bassist Altti Veteläinen oder Vocalist Juha Kylmänen sind nur drei der hochkarätigen Musiker welche sich in dem Studioprojekt vereint haben.
Im Gegensatz zur ebenfalls aus Finnland stammenden Supergroup Northern Kings, setzen For My Pain… auf selbst geschriebene Tracks, welche weder an der typisch finnischen Melancholie sparen noch am Talent der einzelnen Mitglieder.
2003 schafften es FMP dann endlich ihr Album FALLEN fertig zu stellen. Die Verzögerung des Release schob man dem Zeitmangel der einzelnen Members zu, da sie mit ihren eigentlichen Bands beschäftigt waren. 2009 wurde das Album schließlich als Re-Release mit 3 Bonus-Tracks abermals heraus gebracht.
Basslastig macht der Track "My Wounds are deeper" den Opener des Albums und ist schon fast tonangebend für den Sound des Long-Players. Dominierender Gothic Metal dem man eine gewisse Ähnlichkeit zu Ville Vallo´s HIM bzw. auch ein Touch The Cure bzw. The 69 Eyes zusprechen kann. Klar, dass die für finnische Bands typische leicht melancholische Stimmung hier eine Heimat gefunden hat. So passen sowohl der Bandname als auch die Lyrics der Songs optimal zusammen.
Weiter geht’s mit "Dancer in the Dark" welcher ebenfalls gitarrenlastig mit einer guten Portion Schwermut daher kommt. Als Female Gastvocals hat sich FMP niemand geringeren als Miriam Elisabeth welche ehemals bei Eternal Tears of Sorrow mit von der Partie war.
"Queen Misery" bietet neben einem solidem Lick untermalt mit Double-Beats einen ausgewogenen Track, der meiner Meinung nach zu den stärksten Songs des Album gehört. Eine zum Headbangen einladende Bridge peppt das ganze gehörig auf.
Bei "Sea of Emotions" fühlt man sich sehr stark an HIM erinnert und hätte vom Sound sowohl Melodie her aus Ville´s Feder stammen können. Ein tief schwarzer Track, mit düsteren Gitarren und subtilen Keyboard-Elementen.
Mit "Rapture of Lust" ziehen die Finnen schließlich mit dem Tempo etwas an, ohne der Spur welche ihre Tracks folgen zu verlassen. Ein eingängiger Chorus fehlt hier ebenso wenig wie das Nötige Ohrwurm-Potential. Gerade bei diesem Track, hört man sehr gut Tuomas Vorliebe für gewisse Synthie-Sounds heraus, welche man in dem ein oder anderem (älterem) Nightwish-Song wiederfindet.
Dass sie mit ihren Lyrics kein Problem haben auch mal zweideutig zu seien, beweist spätestens der Track "Carniwhore", bei dem man im ersten Moment vielleicht an den Fleischfresser denken mag, doch wenn man sich die Schreibweise mal anschaut doch eher ein Wortgebilde entdeckt welches aus "Carnivore" und "Whore" gebildet wurde und mal so gar nicht den Fleischfresser meint. Nichts desto trotz ein gelungener Song.
"Bed of dead leaves" schließt nahtlos in das Konzept der Musik an und fällt eher unter die Balladen des Longplayers und trieft nur so vor Melancholie. In meinen Ohren der schwächste Track.
"Autumn Harmony" hingegen bringt wieder mehr Schwung in die Sache und erinnerte mich stark an H.I.M.´s Coverversion von "Wicked Game". Was soll man machen, wenn die Finnen melancholische Songs schreiben, dann halt richtig und man hört es direkt heraus.
Abschließend werfen FMP mit "Tomorrow is a Closed Gate" alles in einen Topf und wer sich bis dato noch nicht vor lauter düsterer Stimmung die Pulsadern aufgeschlitzt hat, wird in Anbetracht der schwere des Tracks nicht weit entfernt davon sein. (Und das ist positiv für For My Pain...´s Musik gemeint). An düsterer Stimmung fehlt es dem Album bei Weitem nicht.
Fazit: Auch wenn die Gründung von Supergroups etwas ins falsche Licht gerückt ist und gerne mal als schnelle Geldmacherei verschrien wurde, liefern For My Pain… ein solides Gothic Metal Album ab, welches schon fast als "Lehrbuch für die finnische Melancholie" dienen könnte. Zwar bieten For My Pain... mit ihren Songs keine wirklichen Weltneuheiten und schwimmen sicher auf dem Strom der schwermütigen Musik mit, aber wenn man sich schon „Für meinen Schmerz“ nennt, käme es weniger gut an euphorisch gutgelaunte Musik zu Produzieren. Wer nun erwartet, dass die Tracks aufgrund des "Holopain´schen Einflusses" nur ein Abklatsch bekannter Nightwish-Werke wäre wird enttäuscht. Hier hält sich der Ausnahmemusiker dezent im Hintergrund und steuerte nur die Keys bei, was sicherlich eine gute Entscheidung war. Alles in allem ist das Album empfehlenswert, wenn man auf den typisch finnischen Sound steht und gar nicht so scharf auf verspielte mit zu viel Bombast versehene Songs ist. Da ist es schon Schade, dass For My Pain... seit ihrem Re-Release des Albums 2009 das Projekt auf Eis gelegt haben.t |
Anspieltipps:
| | "Queen Misery", "Rapture of Lust", "Carniwhore" |
Titel-Liste:
| | - My Wound is deeper than yours
- Dancer in the Dark
- Queen Misery
- Sea of Emotions
- Rapture of Lust
- Broken Days
- Dear Carniwhore
- Bed of Dead Leaves
- Autumn Harmony
- Tomorrow is a closed Gate (Dead For So Long)
- - - Bonus Track - - - - Killing Romance
- Joutsenlaulu (Yö Cover)
- Too sad to live
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