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Review: Formloff
 
SPYHORELANDET

Album:
 SPYHORELANDET, 2012, Eisenwald

Stil:
 Avantgarde Black Metal

Wertung:
 4,5 von 7
4,5 von 7 Punkten
 A.K., 01.06.2012

Review:
 Die aus Oslo stammenden Avangarde Black Metaller Formloff, bestechen durch Ihren skrupellosen Sound und wenn man von dem zweiköpfigen Projekt erwartet, dass sie mit vorgehaltener Hand oder verblümter Sprache ihren Unmut der Welt und Gesellschaft gegenüber zum Ausdruck bringen, hat sich gewaltig geschnitten. Bereits der Albumtitel welcher frei übersetzt so viel wie "Kotzhurenland" bedeutet, macht klar dass hier nichts und niemand verschont wird.

"Det Dritet Som Renner Ut I Ua" stimmt mit einem fast balladenhaften Track zum Album ein um mit dem Folgetrack "Harde ord på Kammerset" das Tempo ein wenig anzuziehen.
"Spyhorelandet" welcher als Namensgeber für das Album fungierte, ist vom Tempo her eher mit Halbgas unterwegs, bietet aber einen Refrain welcher schon fast im Rockbereich anzusiedeln ist.
"Faen!" knüppelt schließlich endlich richtig los und macht der benannten Stilrichtung – Black Metal – alle Ehre, wenn man auch hier nicht mit langsamen und düsteren Passagen gegeizt hat um das Gesamtbild des Tracks abzurunden.
Mit "Mig og Drit" hält auch weiterhin ein temporeiches Kapitel des Albums Einzug, gefolgt von "Skævven" und "Kon-Tiki Museet Brenner".
"Den Gamle Jorda" sowie der finale Track "Drokkne I ei Flo Ta åske" setzen die Soundlandschaft gewohnt fort. Wohingegen der letzte Titel durch den Einsatz eines für das Black Metal Genre eher ungewöhnlichen Instrumentes – dem Saxophon – besticht. Das "jazzige" Solo des Saxophons fügt sich unerwartet gut in das Songkonzept ein.

Nichts desto trotz, bieten die Songs eine Vielfältigkeit an Elementen und erschaffen im Gesamtbild eine wahrlich düstere Atmosphäre, welche hier und da auch auf das gewohnte "Geknüppel" der Drums verzichtet. So fühlte ich mich an manchen Stellen an Bands wie MORBID ANGEL aber auch an SOUNDGARDEN erinnert. Wenn der Gesamtsound mich auch nicht absolut überzeugt hat, so bieten FORMLOFF doch einige neue Ideen welche ich persönlich in dieser Form noch nicht gehört hatte. An der Produktion jedoch haperte es etwas, was dem Klang sowie Druck der Songs an manchen Stellen den Glanz nahm.

Fazit: Harte Kost. Wenn einem der inhaltliche Sinn der Lyrics größtenteils verborgen bleibt – es sei den man ist der Sprache mächtig – so macht es selbst einem gesottenen Black Metal-Head wie mir an manchen Stellen schwer den Songkonzepten folgen zu können. Sicherlich bietet das Album – wie es die Stilrichtung bereits verrät – eine avantgardistische Angehensweise an den Black Metal.

Anspieltipps:
 "Faen!", "Drokkne I Ei Flo ta åske"

Titel-Liste:
 
  1. Det Drittet Som Renner ut I ua
  2. Harde ord på Kammerset
  3. Spyhorelandet
  4. Faen!
  5. Mig og Drit
  6. Skævven
  7. Kon-Tiki museet Brenner
  8. Den Gamle Jorda
  9. Drokkne i Ei flo Ta åske

Laufzeit:
 35:09 Min.

Band-Infos:
 
  • www.soundcloud.com/formloff 

  • Probehören und Kaufen:
    Formloff: SPYHORELANDET

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