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Review: Freedom Call |
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Album:
| | LEGEND OF THE SHADOWKING, 2010, Steamhammer |
Stil:
Wertung:
| |  5,5 von 7 Punkten | | S.M., 01.04.2010 |
Review:
| | Knapp drei Jahre nach ihrem letzten Werk DIMENSIONS, haben Freedom Call das sechste Album der Bandgeschichte am Start. Irgendwie hat es sich ziemlich angeschlichen. Ich jedenfalls bekam erst kurz vor Release mit, das es in den Startlöchern steht. Als Power-Metal-Anhänger bin ich natürlich begierig darauf LEGEND OF THE SHADOWKING zu besprechen.
14 Songs haben Freedom Call auf das Album gepresst. Diese formen eine konzeptionelle Geschichte, die sich um Ludwig II. dreht. Obgleich das nach einer gewissen Komplexität klingt, spielt sich alles nach den typischen Trademarks der Band ab. Im Mittelpunkt stehen eingängige Melodien, viel Energie und Drive, eine wohl bemessene Portion Pathos und Pomp, Gitarrenvirtuositäten, schön heraus gearbeitete Höhepunkte und mitreißende Refrains und Choräle.
Gleich "Out of the Ruins" kann in dieser Hinsicht punkten, doch mit dem ultra-true-en "Thunder God" schieben die Franken eine Nummer nach, wie ich sie gerne von Manowar mal wieder hören möchte. Das ist eine Metal-Hymne par excellence. Und für Freedom-Call-Verhältnisse unerwartet wuchtig und dynamisch.
Ein derartig hohes Level können Freedom Call nicht über das ganze Album handeln, doch Ausfälle gibt es ebenfalls nicht. Ein guter Standard wird in allen Kompositionen gehalten. Außer den beiden Einsteigern sind das epische "Tears of Babylon", das leichtfüßige "Merlin - Legend of the Past", das recht energetische und gleichzeitig vielschichtige "The Shadowking" und "A perfect Day" mit seinen gekonnt eingewebten Rock'n'Roll- und Folkanleihen meine Anspieltipps.
Was mir aber besonders auffällt ist die Stimmigkeit, mit der die einzelnen Songs die Geschichte um den bayerischen König erzählen. Da wird es mal nachdenklich, mal tiefgründig, auch etwas düster, dann wieder intensiv-energetisch, stimmungsvoll oder bombastisch. Freedom Call haben sich da mit viel Überlegung ans Songwriting gemacht, und sie drücken durch die Melodien auch viele Gemütsregungen aus.
Das bringt auch ein paar etwas erstaunliche Kompositionen ans Tageslicht, die sich aber trotzdem gut in das Konzept einfügen. Zwar spielen sich diese etwas ungewöhnlichen Songs mit Einschlägen von Gothic oder Dark Metal nicht unter meinen persönlichen Favoriten, doch finde ich diese songwriterischen Feinheiten trotzdem klasse, auch wenn Freedom Call hier einige Male ihre angestammten Melodic-Power-Metal-Gefilde verlassen und man ein paar CD-Umdrehungen mehr braucht, bis man sich in diese Stücke so richtig rein gehört hat.
Fazit: Freedom Call bringen auf LEGEND OF THE SHADOWKING neue Aspekte mit ein und bleiben ihrer Linie dennoch treu. Eigentlich ist es ein Drahtseilakt, den sie gut gemeistert haben. Man kann es als kleine Weiterentwicklung und als ein gelungenes Experiment sehen. Vielseitiges und kluges Songwriting zeichnet das Werk aus, und genügend Ohrwürmer gibt es auch. Auf der technischen Seite muss ich vor allen Dingen die unheimlich variable Leistung von Sänger Chris Bay loben. Ich glaube, so gut war er noch nie.
Insgesamt fügt sich LEGEND OF THE SHADOWKING mühelos in die Reihe der gutklassigen Releases von Freedom Call ein. Ein schwächeln bleibt auch beim sechsten Album im zwölften Jahr des Bandbestehens aus. |
Titel-Liste:
| | - Out of the Ruins
- Thunder God
- Tears of Babylon
- Merlin - Legend of the Past
- Resurrection Day
- Under the Spell of the Moon
- Dark Obsessions
- The Darkness
- Remember
- Ludwig II. - Prologue
- The Shadowking
- Merlin - Requiem
- Kingdom of Madness
- A perfect Day
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Laufzeit:
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