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Review: Fullforce |
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Album:
Stil:
Wertung:
| |  5 von 7 Punkten | | S.M., 03.02.2012 |
Review:
| | Der Gitarrist Stefan Elmgren ist in Metal-Kreisen wahrlich kein Unbekannter. Von 1997 bis 2008 gehörte er zum Line-Up von Hammerfall und hatte darüber hinaus meistens noch Side-Engagements am Start wie bei Lost Horizon, Cans oder sein Eigenprojekt Full Strike. So ähnlich klingt auch der Name seines neuesten Baby: Fullforce. Dieses hat er zusammen mit ausschließlich ebenfalls bereits namhaften Künstlern ins Leben gerufen, allen voran Carl-Johan Grimmark (Narnia, Grimmark, Saviour Machine undundund), der ihn bei der Saiten-Akrobatik unterstützt. Drei Jahre nach Gründung hat dieses Projekt nun auch das erste Album am Start, schlicht betitelt mit ONE.
Man ist angesichts der Besetzung versucht, von einer schwedischen Super-Group zu sprechen. Entsprechend hoch sind die Erwartungen, die man an das Debüt-Album der Band richtet. Hier sind schließlich nicht nur erfahrene Künstler sondern auch ebenso erfahrene Songwriter am Werk. Aber dennoch kann auf ONE nicht alles punkten.
Gerade der Opener mit dem komischen Titel "Mythomaniac" kann ziemlich wenig und ist dadurch als Einsteiger völlig deplatziert. Ich tue mir schwer, hier der Hookline zu folgen, und auch der Gesang von Anderson wirkt teilweise etwas unkoordiniert.
Wesentlich besser kommt "None of your Concern" rüber, das zwar auf ein kraftvolles Konstrukt baut, aber einen ebenso starken melodischen Höhepunkt hat. Bei "Heart and Soul" wird insgesamt mehr auf Melodik und Emotionalität gesetzt, das Ganze aber nicht im Korsett einer Ballade, sondern schon im Rahmen eines treibenden Metal-Tracks.
Ein orientalischer Touch verpasst "Oblivion" ein wenig Mystik und Exotik. Leider weichen Fullforce von dieser Marschroute im weiteren Songverlauf für meinen Geschmack zu schnell wieder ab. Bringt aber dennoch neue Aspekte in das Album ein.
Das kann man von dem 08/15-Stampfer "Open your Eyes" nicht behaupten. Aber solche kompositorischen Ausrutscher halten sich zum Glück in Grenzen.
"Rain" erfreut mit virtuosen Gitarrenfinessen und einer starken Hookline. Hier kann auch Michael Anderson mal das Kapital seines ziemlich wandelbaren Timbres gut ausspielen.
Der beste Song des Albums hat sich an Nummer sieben versteckt: "Suffering in Silence" überzeugt mit einer epischen Ausrichtung, die ein wenig an 80er-Jahre-Dio-Kompositionen erinnert. Durch das Keyboard und umrahmende Chöre bekommt das Stück eine nostalgische Note verpasst.
Ansonsten ist der Melodic Metal von Fullforce schon eher etwas moderner angehaucht, wie man bei "Walls of Secrets" direkt danach hören kann.
Durch die schöne Melodie bringt das emotionalere "Father Spirit" einen leichten Gänsehautfaktor mit sich und reiht sich bei den besseren Stücken des Albums ein.
Dagegen wirkt "Bleed" etwas konfus, als sei es aus nicht benötigten Überresten so ziemlich sämtlicher vorhergehender Songs zusammengesetzt worden.
Zum Abschluss schmeichelt das melodische, ein Stück weit von Bands wie Orden Ogan inspirierte "Into the Cradle" mit seiner hymnischen Ader noch einmal den Gehörgängen.
Fazit: Man kann ONE sicherlich als ordentliches Melodic-Metal-Werk einstufen, doch der ganz große Schlag ist es noch nicht geworden. Da müssen Fullforce einerseits noch variantenreicher vorgehen und vielleicht auch noch eigene Trademarks entwickeln. Aber es fehlen vor allen Dingen die richtigen Überflieger-Songs, an die man sich noch Stunden nach Ende des Albums erinnert. Mit Recht darf man von den bei dieser Band vertretenen Künstlern eigentlich noch mehr erwarten.
Fans des melodischen Heavy und Power Metal sollten ONE aber ruhig antesten. Doch Achtung: wer erstmal rein hören möchte, nimmt dafür bitte nicht diesen schwachen Opener! |
Titel-Liste:
| | - Mythomaniac
- None of your Concern
- Heart and Soul
- Oblivion
- Open your Eyes
- Rain
- Suffering in Silence
- Walls of Secrets
- Father Spirit
- Bleed
- Into the Cradle
|
Laufzeit:
Band-Infos:
| | www.fullforce.se  |
Probehören und Kaufen:
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