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Review: Futile
 
7 NIGHTMARES

Album:
 7 NIGHTMARES, 2010, Eigenvertrieb

Stil:
 Alternative Rock

Wertung:
 5 von 7
5 von 7 Punkten
 D.R., 01.03.2010

Review:
 Wir befinden uns in der Südpfalz und drehen die Uhr etwa 4 Jahre zurück. Zu dem damaligen Zeitpunkt gründen sich in der Nähe von Karlsruhe Futile. Im Jahre 2007 veröffentlichen die vier Jungs dann ihre erste CD. Eine EP mit dem einfachen Titel FUTILE EP. Nur ein Jahr danach folgte das erste full-length Album namens THE ARGONAUT. Jetzt folgt mit 7 NIGHTMARES das zweite vollständige Album der Band.

Was kann man von dem Album denn erwarten? Eigentlich ziemlich viel. Futile haben ihren Musikstil definitv gefunden. Der Verbund der progressiven Rhythmik sowie der traurig-schönen Melancholie und geballter Verzweiflung entfaltet sich zu einer feinen Alternative-Rock-Mischung. Vor allem fesselt die Stimme von Oliver. Die passt hervorragend zu Futile´s Musik. Aber keine Sorge: hier ist für jeden etwas dabei.
Es gibt ruhige Songs sowie schnellere Nummern. Die Musik, die Texte und sogar das Artwork sind aufeinander zugeschnitten. Es geht um albtraumhafte Emotionen, traumatische Erlebnisse und alltägliche Schreckensmomente. Allerdings erzählen die sieben Songs keine zusammenhängende Geschichte, sondern sind als Beschreibung von Gefühlen und Ängsten in einer bestimmten Situation anzusehen.
Produziert wurde die Scheibe von Kurt Ebelhäuser, der auch schon mit den Donots zusammengearbeitet hat. Und das Album hat noch etwas zu bieten. Gemeinsam mit der Künstlerin Marion Hermann entstanden sieben Bilder. Jedem Song ist so ein Bild zugeordnet. Dies soll eine visuelle Interpretation des Songinhaltes und der musikalisch heraufbeschworenen Emotionen ermöglichen. Inwieweit das wirkt, muss aber jeder selbst heraus finden.

Fazit: Musikalisch kann man den Pfälzern nichts vorwerfen. Die Jungs verstehen es mit ihren Instrumenten und Sänger Oliver mit seiner Stimme umzugehen. Auch textlich machen die Jungs alles richtig. Alles harmoniert gut zusammen. Einigen könnte jedoch der Inhalt der Texte stören. Zu viel zum Nachdenken, kein Song der wirklich hart nach vorn prescht. So schön alles auch ist, aber nach nur sieben Songs ist dann auch schon Schluss. Zwar sind die Songs alle mindestens vier Minuten lang, aber für ein vollständiges Album etwas mager.

Anspieltipps:
 Der Song "Voices" ist sehr sehr schön. Eben einiges zum Nachdenken. Gerade wenn mal nicht alles nach Plan läuft, spricht das Lied einem aus dem Herzen.

Tipp:
 Um die Musik und die einzelnen Songs genießen zu können, empfehle ich euch, einfach auf die Couch oder aufs Bett zu legen und seine Gedanken schweifen zu lassen. Gerade für alle die eine schwierige Zeit haben, sind die Songs wie eine Offenbarung. Die Musik und die Texte kommen wirklich aus dem Herzen. Also für alle die nicht nur auf Partymusik stehen, sondern eben auch gerne mal Nachdenken, ist die neue Scheibe von Futile ein Muss im Regal.

Titel-Liste:
 
  1. An Ocean without Surface
  2. The Moment of Silence
  3. Voices
  4. Dance of the Scarecrow
  5. Marking the Few
  6. The Breed
  7. Breathing Fire

Laufzeit:
 33:37 Min.

Band-Infos:
 
  • www.futilemusic.com 


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