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Review: Galaxy Safari |
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Album:
| | STAR OF THE MASQUERADE, 2009, Granat |
Stil:
Wertung:
| |  5 von 7 Punkten | | J.G., 23.09.2009 |
Review:
| | Egal ob druckvoller und rotzfrecher Rock'n'Roll oder bleischwerer Stoner Rock, sind es nicht mehr die US-amerikanischen Bands, die ausschließlich den Ton angeben, sondern vor allem (junge) Bands aus Skandinavien, welche die Szene gehörig aufmischen. Auch die schwedische Truppe Galaxy Safari macht mit ihrem Debüt STAR OF THE MASQUERADE hier keine Ausnahme, wenn es darum geht, den von Kyuss und Co. zelebrierten Stoner mit brachialer Gewalt durch die Lautsprecher zu jagen. Sänger Jesper Nybergs raues Organ sorgt dabei genauso wie Marcus Strandbergs fast punkig anmutende Gitarrenarbeit, Andy Söderströms dominante Basslinien und Alexander Malmströms zielgenaue Schlagarbeit für das hervorragende Funktionieren des Gesamtpakets Up-Tempo-Stoner Rock made in Sweden. Und der Frontmann sollte schließlich bescheid wissen, spätestens nach seinem Mitwirken bei Spiritual Beggars oder bei Spice and the RJ Band, wie moderner Stoner zu klingen hat.
Für eingefleischte Stoner-Liebhaber mag das hohe Tempo zu Beginn mit dem Opener "Save me" und dem nachfolgenden, fast fröhlich anmutenden Up-Tempo-Rocker "Everything" etwas gewöhnungsbedürftig sein, haben sie vielleicht bleischwer walzende Songs mit abwesenden Hooklines erwartet. Nichtsdestotrotz, der Start ist rotzig rockig, aber auch stonerlastig.
So richtig goovig walzend präsentiert sich "Nothing" und kommt damit der überwiegenden Erwartungshaltung wohl am nächsten.
Weniger Groove, aber dafür noch etwas mehr Druck von der Basis und der Gitarrenfront, hat "Dazed" zu melden. Die Hooklines sind melodisch und krallen sich deshalb auch recht gut in den Gehörgängen fest, wenn auch diesmal etwas mit dem Stoner gespart wurde.
Das Versäumte wird jedoch mit "Set me free" sofort nachgeholt, dass man den staubtrockenen Sound fast schmecken kann. Na, ja, der Sand in meinem Mund kann zugegebenermaßen auch vom etwas eilig gewaschenen Salat kommen...
Grunge-Gitarren lassen mir kurz ein Paar Schauer den Rücken hinunter jagen, jedoch wird schnell klar, dass bei "Away" doch der Stoner schnell die Oberhand gewinnt.
Genug gepennt, bei "Far too long" geben die Schweden wieder mächtig Gas, so dass ein Riff nach dem anderen aus den Boxen schießt. Die Struktur ist jedoch so einfach, dass es nicht schwer fällt, selbst mit der Luftgitarre mitzuhalten. "Pain" steht hier in nichts nach, kann aber dafür melodisch nicht so gut punkten.
"Cold" und der Schlusstrack "Illusion" ziehen dann noch einmal einige Register der stoned-Klangmaschine und verabschieden die Skandinavier mit einer durchaus beachtenswerten Erstleistung. Und ich bin mir sicher, dass so mancher dem Scheibchen gleich noch ein paar Extra-Runden spendieren wird.
Fazit: Genauso kurz und knackig, wie die Titel der Songs ist auch deren Ausstattung. Kaum überflüssige Schnörksel und strukturloses Gewabber, sondern vielmehr klare geradlinige Rocker, die zielgenau treffen, das ist das Rezept der Schweden, die damit durchaus Erfolg haben könnten. Mit ihrem Debüt STAR OF THE MASQUERADE haben die Jungs um Frontmann Jesper Nyberg zumindest schon einmal eine beeindruckende Marke gesetzt, die vor allem live funktionieren sollte. Schade nur, dass der ganze Spaß nach knapp 32 Minuten schon wieder zu Ende ist. Da hätte ich locker noch 2-3 Songs mehr vertragen, aber ich bin guter Hoffnung, dass dies nicht der letzte Streich der Schweden gewesen sein wird. |
Tipp:
| | Alle, denen der Stoner Stil gefällt, die aber keinen Bock auf endlose Klangeskapaten haben, sollten hier unbedingt Probehören - glaubt mir, es lohnt sich. |
Titel-Liste:
| | - Save me
- Everything
- Nothing
- Dazed
- Set me free
- Away
- Far too long
- Cold
- Pain
- Illusion
|
Laufzeit:
Band-Infos:
| | www.galaxysafari.com  |
Probehören und Kaufen:
Empfehlen:
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