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Review: Gallows End |
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Album:
| | NEMESIS DIVINE, 2010, Farvahar |
Stil:
Wertung:
| |  6,5 von 7 Punkten | | S.M., 07.08.2010 |
Review:
| | Als Thord Klarström 2007 Gallows End ins Leben rief, war eine richtige Band noch Zukunftsmusik. Der Bandleader spielte die erste 3-Track-Demo ganz alleine ein. Da er daraufhin positive Resonanzen bekam, beschloss er das Projekt zu einer kompletten Band zu vervollständigen. Im Sommer 2008 hatte er die geeigneten Mitstreiter gefunden, und mit dem kleinen amerikanischen Label Farvahar Records konnte er einen Labeldeal abschließen. Daraus resultiert nun das hier vorliegende Debüt-Album NEMESIS DIVINE.
Obgleich ein paar Myspace-Hörproben vielversprechend klangen, war meine Erwartungshaltung an das Erstwerk der Schweden nicht so hoch. Doch ich wurde schnell eines Besseren belehrt. Nach dem obligatorisch-überflüssigen Intro folgen mit "Nemesis Divine (Trial of the Gods)" und "Soul Collector" zwei Tracks, die ich unter "nett" oder "okay" ablegen würde.
Doch danach läuft das Quartett zu einer nicht erwarteten Songwriting-Form auf. Erster Zeuge der hochklassigen und auch abwechslungsreichen Kompositionskunst ist die beeindruckende Old-School-Hymne "Kingdom of the Damned", die Sehnsüchte an die Hochzeiten des 80er-Metals weckt. Das Gute daran ist, dass Gallows End im weiteren Album-Verlauf diese Sehnsüchte tatsächlich stillen können. Denn sie fröhnen diesem Sound, als hätten sie die NWoBHM noch am eigenen Leibe erfahren.
Auch die auf genialem Old-School-Riffing und geradlinig-eingängigen Konstrukten aufbauenden "No Return" und "The Curse" gehen klasse ins Ohr und lassen manche Original-Vertreter der 80er-Ära ziemlich schwach aussehen.
Noch eins drauf setzt gnadenlos gute Mitgröl-Nummer "Set the World in Flames". Absolut überzeugend finde ich neben dem grandiosen Gitarrenspiel auch die Gesangsleistung von Thord Klarström. Seine kräftige, leicht rauhe Stimme transportiert auch ein gewisses Old-School-Feeling und passt dadurch hervorragend zum Sound. Er singt einigermaßen variabel und hat ordentlich Ausdruckskraft.
Abgesehen von den beiden durchschnittlicheren Tracks zu Beginn, lassen Gallows End auf NEMESIS DIVINE eine Riege an klasse Heavy-Metal-Tracks vom Stapel, die aufgrund des allgegenwärtigen 80er-Touchs zweifellos vor allen Dingen die Old-School-Freunde ansprechen werden.
Auch das treibende "Not your own", der mächtige Groover "Different Eyes", das dynamische "The unborn Flag" und das vergleichsweise vielschichtige und epische "Riders of the North" gehören zum Besten, was ich seit langem in dieser Richtung gehört habe.
Fazit: Ich bin wieder erstaunt, wie authentisch junge Musiker einen Sound rüber bringen, den sie während seiner großen Zeit bestenfalls im Leib der Mutter mal live mitbekommen haben können. Gallows End liefern mit NEMESIS DIVINE meinen Old-School-Tip des Jahres ab. Das Album beinhaltet so viele starke Tracks, dass ich wirklich alle Stücke bis auf die ersten beiden favorisiere. Neben dem gut durchdachten Songwriting ist auch die technische Leistung einwandfrei. Alle Musiker geben ihr Bestes, doch herausragend ist zweifellos das vielseitige und inspirierte Gitarrenspiel. Gallows End haben meiner Meinung nach eine große Zukunft vor sich, wenn sie diesem Stil treu bleiben. Denn Fans des traditionellen Heavy Metal gibt es auch in der heutigen Zeit noch genügend. |
Tipp:
| | Bisher das beste Old-School-Metal-Album des Jahres und ein Must-Have für diese Zielgruppe! |
Titel-Liste:
| | - Nemesis Divine (Trial of the Gods)
- Soul Collector
- Kingdom of the Damned
- No Return
- The Curse
- Set the World in Flames
- Not your own
- Different Eyes
- The End
- The unborn Flag
- Storm of Fate
- Riders of the North
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Laufzeit:
Band-Infos:
| | www.gallowsend.com  |
Probehören und Kaufen:
Empfehlen:
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