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Review: Geff |
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Album:
| | LAND OF THE FREE, 2009, Metal Heaven |
Stil:
Wertung:
| |  5,5 von 7 Punkten | | U.B., 07.07.2009 |
Review:
| | Nein, ein Cover des bekannten Albums von Gamma Ray hat sich die Band Geff nicht vorgenommen, derselbe Titel ist nur Zufall. Bei Geff handelt es sich um bekannte Musiker die sich schon lange kennen, teils befreundet sind und sich nun zu einer schwedischen All-Star Band zusammen gefunden haben. Als da wären: Göran Edman Vocals, Ralf Jedestedt Gitarren, Per Stadin Bass, Mats Olausson Keyboards und Anders Johansson, Namen die man von Malmsteen, Hammerfall, Brazon Abbot und Snake Charmer kennt. Der kreative Kopf hinter Geff ist Gitarrist und Songwriter Ralf Jedestedt. Man scheint sich seiner Sache so sicher zu sein, dass man (bisher) auf einen Internet Auftritt gänzlich verzichtet, aber vielleicht kommt da noch etwas bis Ende Juli 2009 wenn das Album in den Läden erscheint.
Mit fulminanten Drums eröffnet "Xtacy", ein sehr rockiger Song. Sänger Göran Edman, unter anderem durch seine Arbeit mit Malmsteen bekannt, besitzt eine angenehme Stimme die in den Höhen zuweilen auch etwas schärfer klingt. Das Stück ist rhythmusbetont, besitzt kräftige Gitarreneinlagen die die Keyboards erst spät zum Zuge kommen lassen.
"Fruits of Life" hat anfangs einige helle Pianoakkorde die mit Einsetzen der deftigen Rhythmusfraktion komplett untergehen. Die Midtempo Nummer besitzt teils mehrstimmige Vocals und einen guten Groove und wird gegen Ende durch ein schönes Gitarrensolo aufgelockert. Mich erinnert es an frühe Wishbone Ash.
Auf "Living Generation" überrascht die im Vergleich zu den vorangegangenen Stücken wenig melodische Grundstimmung. Vielmehr wird hier eine unterschwellig aggressive Atmosphäre präsentiert die nur im Chorus vorübergehend aufgelöst wird. Prima die flotten Gitarren die mit dem polternden Bass um die Vorherrschaft streiten.
Das Titelstück "Land of the Free" startet mit sphärischen Keyboardklängen bis die Drums plötzlich hart einsetzen und den Song nach vorn peitschen. Energiegeladen und druckvoll geht es schnell dahin, die Vocals sind höher als sonst. Gewisse Parallelen zum schwedischen Landsmann Malmsteen sind zu spüren. Da findet das Keyboardsolo dementsprechend in hohen Geschwindigkeitsregionen statt.
Vom Tempo deutlich langsamer zeigt sich "Pennywise and Pound foolish". Der starke Bass und die inzwischen bekannt guten, sehr variablen Drums stechen in dem Stück besonders hervor. Die Gitarren nehmen die Herausforderung an und halten tapfer dagegen, die Soli sind kurz aber treffend. Schöne Melodic Hard Rock Nummer.
Mit "Mr. Cain" wandeln Geff auf Guns NīRoses Pfaden. Die Nummer ist eine Mischung aus "Knocking on Heavenīs Door" und "November Rain" und eine kleine Portion Blues ist auch dabei. Mit schmeichelndem Piano geht es sehr balladesk zu. Die Vocals sind eine Spur nasal und teils lang gezogen die Ähnlichkeit zur Stimme vom guten Axl drängt sich förmlich auf. Die Gitarren haben viel Kraft und der nostalgische 80er Touch ist unverkennbar. Gelungen.
Nach dieser gebremst beschaulichen Nummer reißen einen die rohen Gitarren auf "Fools Paradies" zurück in die Wirklichkeit. Das Stück wird von den Sechssaitern dominiert und die harten Riffs lassen keinen Platz für Beschaulichkeit. Prima die Mischung aus Power und eingängiger Melodie. Die Hammond Orgel Klänge sind die meiste Zeit nur sehr dezent im Hintergrund, erst gegen Ende dürfen die Keys dann auch mal das Ruder übernehmen.
Geff überraschen immer wieder, so auch mit "Crusaders". Das Intro könnte aus einem Gruselfilm stammen mit Gruftstimme und Gänsehauteffekt. Dann legen die Instrumente mit Macht los und es scheppert, flirrt und kracht, dass es eine wahre Pracht ist. Waren die Stücke bis hierher eher aus dem Bereich Rock geht es jetzt deutlich in Metal Gefilden zur Sache. Rhapsody Of Fire könnten hier Pate gestanden haben, epischer Bombast der gut ins Ohr geht gespickt mit vielen Wendungen gestalten die Nummer ausgesprochen kurzweilig. Mein Lieblingssong auf diesem Album.
Nicht nur der Titel "Grey Goo" hat was Asiatisches, auch die Musik ist wie ein Chop Suey süß- sauer. Der Song ist auf der einen Seite sanft, auf der anderen energiegeladen mit viel Kraft, eben eine auf den ersten Blick recht gegensätzliche Mischung die dann doch gefällt. Bei der Melodie gibt sich Geff ohnehin keine Schwächen. Der Chorus mit einem Hintergrundchor ist richtig fett ausgefallen.
Helle Keyboards läuten mit "Innervations" den letzten Track ein. Der Bass brummt und rumpelt, passend zu den wie bei einem nahenden Gewitter grollenden Gitarren. Das Stück hat richtig Dampf nur der Refrain ist ungewöhnlich weich geht aber toll ins Ohr. Ich fühlte mich hier mehrfach an Whitesnake erinnert. Guter Abschluss mit einem fetzenden Gitarrensolo.
Fazit: "Das Leben ist wie eine Schachtel Pralinen- man weiß nie was man kriegt" sagt Tom Hanks in der Rolle des Forrest Gump. Das trifft auch auf LAND OF THE FREE zu. Bei jedem Song wird man überrascht, die verwendeten Stile sind mannigfaltig und das Album ist ausgesprochen abwechslungsreich. Im Gegensatz zu den Pralinen, bei denen immer welche dabei sind die mir nicht munden, schmecken mir sämtliche Songs des Albums sehr gut und kalorienfrei sind sie auch noch. Das bedeutet Genuss ohne Reue. Da hole ich mir doch direkt einen Nachschlag und betätige die Repeat Taste. Dass hier gestandene Musiker zu Werke gehen merkt man sofort, die Erfahrung des Quintetts ist offensichtlich, alle Songs können überzeugen. Prima Songwriting und perfekte Beherrschung der Instrumente erfreuen den Hörer. Nur ist die Sache fast schon zu glatt und perfekt ausgefallen. Ecken und Kanten sucht man vergeblich. Auch dürfte die Vielfalt der verwendeten Stile bei manchen Leuten für Verwirrung sorgen. Wer aber seinen Musikgeschmack etwas weiter fasst wird Geff mit offenen Armen empfangen. Geff soll übrigens kein einmaliges Projekt sein, nach Aussage des Labels ist eine weitere Scheibe bereits in Arbeit. |
Anspieltipps:
| | "Land of the Free", "Pennywise and Pound foolish", "Mr. Cain", "Crusaders" und "Innervations" |
Tipp:
| | Für Melodic Hard Rock Freunde deren Geschmack von Whitesnake bis Guns NīRoses reicht ist die Platte sicher eine Bereicherung. Die Bandbreite reicht von Rock bis Metal und ist ungewöhnlich vielfältig. |
Titel-Liste:
| | - Xtacy
- Fruits of Life
- Living Generation
- Land of the Free
- Pennywise and Pound foolish
- Mr. Cain
- Fool's Paradise
- Crusaders
- Grey Goo
- Innervations
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Laufzeit:
Probehören und Kaufen:
Empfehlen:
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