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Review: Ghost
 
THE ENGRAVING

Album:
 THE ENGRAVING, 2010, Eigenvertrieb

Stil:
 Hard Rock

Wertung:
 4 von 7
4 von 7 Punkten
 M.A., 18.02.2011

Review:
 Die Norweger Ghost wurden 2002 von Sänger Kim Sandvik und Gitarrist Oystein Wiik aus der Taufe gehoben, wenngleich zu Anfang noch als Projekt ohne konkreten Arbeitstitel. Es wurden Songs komponiert und am Sound geschraubt, eh man schließlich sechs Jahre (!) später endlich komplett war. Die Band besteht heuer neben den bereits erwähnten Gründervätern aus dem zweiten Gitarristen Andre Berger, Tieftöner Magnus Liseter und Schlagwerker Petter Lein. Nun endlich komplett nahm man im Anfang 2009 die EP DAYS UNDERCOVER auf. Da der kreative Fluss nicht abbrach und immer neue Songideen entstanden nahm man dann schließlich im März 2010 das Erstlingswerk THE ENGRAVING auf.

THE ENGRAVING liefert klassischen Melodic-Hard Rock mit Einflüssen von Queensryche zu ihrer Anfangszeit (das Titelstück), Crimson Glory und weiteren bekannten Vertretern der 80'er Metal- bzw. Hardrock-Szene. Die Band agiert hier sehr geschlossen, die Songs sind kompakt und kraftvoll inszeniert worden, aber der Funke will nicht so recht überspringen. Wirklich alles was Ghost hier präsentieren wurde schon tausendmal dargeboten, nicht unbedingt besser, aber auch nicht schlechter. Fetter Twin-Gitarrensound und ein Sänger mit akzeptabler Röhre reichen heutzutage einfach nicht mehr, wenn die Songs einfach so dahinplätschern. Im übrigen stößt einem das "Overacting" von Drummer Petter Lein unangenehm auf. Ich denke, der Mann wäre in einer Progressive-Rock Combo besser aufgehoben. Sein handwerklich zwar einwandfreier jedoch überambitionierter Stil passt einfach nicht zu den teilweise sehr holprig wirkenden Kompositionen.

Zusammenfassend kann man daher auch nur anmerken, dass nicht ein einziger Song wirklich im Gedächnis haften bleibt bzw. das gewisse Etwas besitzt, um einen Grund dafür zu liefern, sich THE ENGRAVING ein zweites Mal zu Gemüte zu führen bzw. die Scheibe reinen Gewissens als Geheimtip zu empfehlen, leider!!!

Fazit: Der Hard Rock wird auch von der norwegischen Combo Ghost nicht neu erfunden. Altbackene Riffs und Songstrukturen lassen Innovation und eine eigene Identität vermissen. Man wandelt hier auf allzu ausgetretenen Pfaden. Songs vom Reißbrett und ein Schlagzeuger, der ein wenig unterfordert wirkt, tragen ihr übriges zu einem insgesamt durchwachsenen Musikerlebnis bei. Der Sound geht für eine Eigenproduktion in Ordnung, da kann man wirklich nicht meckern. Aber der Klang alleine reicht halt nicht.

Anspieltipps:
 "The Engraving", "Surgery", "Craving".

Titel-Liste:
 
  1. The Engraving
  2. A.W.A.T
  3. Surgery
  4. Agent Down
  5. Craving
  6. Alive
  7. Taking Lives
  8. One Last Favour
  9. Independence Day
  10. Here I am

Laufzeit:
 45:52 Min.

Band-Infos:
 
  • www.ghosttheband.com 

  • Probehören und Kaufen:
    xxxxxx

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