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Review: Girlschool |
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Album:
Stil:
Wertung:
| |  6 von 7 Punkten | | S.M., 13.10.2008 |
Review:
| | Die dienstälteste Girlsband der Welt meldet sich zurück. Gegründet 1977 noch unter dem Namen Painted Lady, benannte man sich 1978 in Girlschool um. Ergo feiern die Britinnen heuer ihr 30-jähriges Jubiläum und präsentieren zu diesem feierlichen Anlass das neueste Werk LEGACY.
Aus der Ursprungsformation von `78 sind immer noch Sängerin und Gitarristin Kim McAuliffe und Drummerin Denise Dufort dabei. Auch Original-Bassistin Enid Williams, die Girlschool 1982 verließ, kehrte 2000 zurück und ist seitdem wieder mit an Bord. Das vierte aktuelle Mitglied (oder heißt es in dem Fall Ohneglied?), die Lead-Gitarristin Jackie Chambers stieß 2002 zur Truppe.
Viel verändert hat sich bei Girlschools Sound nicht. Aber seien wir mal ehrlich: wollen wir das überhaupt? Girlschool stehen seit ihrem Debüt DEMOLITION für rotzigen Hardrock mit weiblichem Gesang. Sie gehören zu den Mitbegründern des Sleaze Rock und haben unzählige anderen Frauenbands bzw. Bands mit weiblichen Vocals inspiriert. Selbst heute tauchen noch etliche neue Klone auf (Damnzal, Nikki Puppet usw.), deren musikalische Attitude ausdrückt, wie sehr sie Girlschool verehren. Ob sie es im Endeffekt zugeben, ist eine andere Sache.
Soweit es der Rahmen ihres Sounds zulässt, bringen Girlschool auf LEGACY aber durchaus einiges an Abwechslung mit. Der Opener "Everything´s the same" ist ein Musterbeispiel für den Sleaze Rock. Fetter Groove, knackige Riffs und frecher, rotziger Gesang. Fast noch eine Spur tougher kommt "From the other Side".
Bei "I spy" stellt sich dieses schonmal-gehört-Gefühl ein, der manchen Girlschool-Stücken einfach nachhängt, da das Konstrukt oft ähnlich ist. Er ist mehr im Mid-Tempo gehalten und der Refrain melodischer. Auch "Just another Day" weckt Erinnerungen an die Mid-Tempo-Groover älterer Alben mit den eingängigen Mitgröhl-Refrains.
Noch etwas verhaltener und mit einem fast poppigen Höhepunkt, scheint "Legend" ein wenig in Richtung Charts zu schielen. Auch "Still Waters" hat einen verhalteneren Aufbau, wird aber beim Refrain richtig energisch und dynamisch.
Mit "Metropolis" haben die vier Girls sogar ein Cover von ihren guten Freunden Motörhead am Start, das sie übrigens ausgezeichnet performen. Und "Don´t mess around" ist einfach pure Rock-Power, wie sie sonst kaum eine Female-Band rüberbringt.
Es geben sich auf LEGACY übrigens auch eine Reihe Gastmusiker die Klinke in die Hand, wie die Twisted-Sister-Gitarristen J.J.French und Eddie Ojeda, die Motörhead-Mitglieder Phil Campbell und Lemmy Kilmister (nicht zu überhören sein Gesangs-Beitrag beim knackigen Fetzer "Don´t talk to me"), Ex-Motörhead Fast Eddie Clarke und sogar Ronnie James Dio und Tony Iommi, die eine alternative Version von "I spy" mitperformen.
Man kann durchaus sagen, dass die Gastbeiträge die Scheibe nochmal aufwerten. Und bei den Bonustracks ist mit der flotten und eingängigen Mitsing-Nummer "London" nochmal ein richtiges Highlight dabei.
Fazit: Bislang waren die frühen Scheiben von Girlschool wie DEMOLITION, HIT AND RUN oder SCREAMING BLUE MURDER meine Favoriten. Aber LEGACY hat das Zeug dazu, mit diesen gleichzuziehen. Wer technisch anspruchsvolle Musik erwartet, ist hier falsch. Die Kompositionen von Girlschool ziehen ihren Reiz eher aus der Einfachheit des Konstrukts und dem zielgenauen Marsch in die Gehörgänge. Ich sehe es trotzdem als songwriterische Höchstleistung, einfache Songs zu schreiben, die ohne Abnutzungerscheinungen derart gut ins Ohr gehen . Auf Legacy haben sich die vier Girls wieder mal selbst übertroffen.
Ob nun Power-Rocker, Mid-Tempo-Nummer oder Gute-Laune-Fetzer, ich konnte eigentlich keinen wirklich schwachen Song entdecken. Klar hat man hin und wieder das Gefühl, den ein oder anderen Part früher schonmal gehört zu haben, aber das muss man bei Girlschools Hits einfach hinnehmen. Es sind halt einfach auch soundmäßige Trademarks der immer noch irgendwie unvergleichlichen und führenden Girlsband der Welt. |
Tipp:
| | Absolutes Must-Have für Girlschool-Fans und Freunde des sleazy Hardrock! |
Titel-Liste:
| | - Everything's the same
- From the other Side
- I spy (Girlschool Mix)
- Spend spend spend
- Whole new World
- Just another Day
- Legend
- Still Waters
- Metropolis (Motörhead Cover)
- Don't mess around
- Zeitgeist
- Don't talk to me
- - - Bonus Tracks - - - - I spy (Dio/Iommi Mix)
- London
- Emergency
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Laufzeit:
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