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Review: Girlschool |
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Album:
| | HIT AND RUN REVISITED, 2011, Wacken |
Stil:
Wertung:
| |  6 von 7 Punkten | | J.G., 15.10.2011 |
Review:
| | Nun sind es schon 33 Jahre her, als sich der quirlige britische Vierer von Painted Lady in Girlschool umbenannt hat und mit ungebrochenem Eifer beackert die inzwischen dienstälteste Damenband mit ihrem NWoBHM die Bühnen der Welt. Dass dabei auch einmal ein alter Klassiker wieder herangezogen wird und eine Rundum-Aufpolierung erfährt, ist bei Bands prinzipiell nichts Neues. Es spricht also nichts dagegen, sich eine der härtesten Scheiben vorzunehmen und was wäre passender für Girlschool als das stark Motörhead-geprägte HIT AND RUN aus dem Jahre 1981 neu einzuspielen. Mit Ausnahme der bereits verstorbenen Gitarristin Kelly Johnson, die nun durch Jackie Chambers ersetzt wird, sind ansonsten die Original-Girlies Kim McAuliffe, Enid Williams und Denise Dufort wieder vereint.
Als hätte es die letzten dreißig Jahre nicht gegeben, knallen die Gitarren beim Opener "C'mon let's go" wie eh und je. Die Riffs glänzen messerscharf und peitschen die Rhythmusfraktion zur Höchstleistung auf. Gesang aggressiv und rau, was sonst.
Ansonsten gibt es nicht viel zu sagen, denn wer beim groovenden "The Hunter" nicht die lange Mähne fliegen lässt, bei "(I'm your) Victim" nicht kurz vor'm Ausrasten steht oder bei "Kick it down" nicht selbst gerne seinem Vordermann einen 'Kick' in den Allerwertesten verpasst, der hatte scheinbar noch keinen Kontakt mit Girlschool.
Eigentlich ist alles beim Alten. Nun ja, fast, denn man hat schon an einigen Stellen im Vergleich zum Original einiges aufgebohrt, gestopft und langläufiger gestaltet. Insgesamt klingen die Songs reifer, zeitgemäßer und voller, ohne die ursprünglichen Attribute zu verleugnen.
Der Titelsong "Hit and Run" glänzt immer noch durch sleazy Mid-Tempo-Härte und einprägsam melodischen Refrain und bei "Watch your Step" oder "Yeah Right" hat man immer noch das Gefühl einen dreckigen Bastard aus Motörhead und Girlschool aus den Boxen wummern zu hören.
Als kleines Goodie gibt es noch den knallharten Bonus "Demolition Boys", der lediglich bei der anfänglichen Sirene schwächelt. Und fast hätte ich es vergessen, da gibt es ja noch den Titelsong "Hit and Run" mit der bestens bekannten Gastsängerin Doro. Eine nette Geste, unserer Rocklady zu einer Gastrolle zu verhelfen, was dem Song selbst jedoch keine wirklich neuen Akzente verleiht.
Fazit: Das Unternehmen "Revisited" ist durchaus gelungen und hat dem Klassiker zu etwas mehr Aktualität, Glanz und Volumen verhelfen können. Wer u.U. schon länger nach einer HIT AND RUN-Scheibe gesucht hat um diese käuflich zu erwerben, ist auch mit diesem Album bestens bedient. Jetzt bleibt nur zu hoffen, dass den Girls nicht so schnell die Puste ausgeht und sie noch ein paar Jährchen an der Seite von Bands wie Kiss oder Lemmy die Bühnen der Welt niederrocken. Mich graut schon vor dem Moment, wenn sich unsere lieb gewonnenen Rock- und Metall-Dinosaurier langsam aber unaufhaltsam in den wohlverdienten Ruhestand begeben, denn für einige von Ihnen wird es wohl keine adäquaten Nachfolger geben. |
Titel-Liste:
| | - C'mon let's go
- The Hunter
- (I'm your) Victim
- Kick it down
- Following the Crowd
- Tush
- Hit and Run
- Watch your Step
- Back to Start
- Yeah Right
- Future Flash
- - - Bonus-Tracks - - - - Demolition Boys
- Hit and Run (feat. Doro)
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Laufzeit:
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