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Review: Glowsun |
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Album:
| | THE SUNDERING, 2008, Buzzville |
Stil:
Wertung:
| |  5 von 7 Punkten | | J.G., 16.04.2009 |
Review:
| | Bisher musste ich mich mit lobenden Kritiken für Alben unserer südwestlichen Nachbarn recht zurück halten, aber manchmal sind die Franzosen für eine Überraschung gut. Ok, wir reden hier nicht über Fußball und den überraschenden Gewinn des EM- und WM-Titels durch die exzellent spielenden Franzmänner, sondern über Rock und Metal-Bands. Hier könnte ich gerade mal die Fossilien von Trust nennen, die neben einem fulminanten lokalen Erfolg auch über die Landesgrenzen hinaus Bekanntheit erlangten.
Wer hätte da schon vermutet, dass im Norden der Republik die Band Glowsun für gehörige Stoner-Stimmung sorgt. Klar, die Strände der Normandie erinnern etwas an "Wüste", aber so staubtrocken, wie das Trio bei THE SUNDERING zur Sache geht, denkt man eher an Kalifornien mit seinem Death Valley.
Hier werden die Gitarren und Verstärker gequält, bis stellenweise nur noch wabbernde Klangmuster aus den Boxen quillen und im nächsten Moment schichtet das Trio meterhohe doomartige und tonnenschwere Riffmonster, dass man zwangsläufig nach Luft schnappen möchte. Meist hält dieser Zustand jedoch nicht lange an und ruhige Passagen lassen den Zuhörer auf watteweichen Klangwolken treiben, bis schließlich tempoforcierte Strophen für groovende Intermezzos sorgen.
In jedem Fall sollte man sich auf eine abwechslungsreiche Reise quer durch der Klangwüsten des Stoner Rocks mit jeder Menge psychedelic und doomigen Ausflügen einstellen und sich einfach die Zeit nehmen, dieses Album ungestört und in einem Stück durchzuhören.
Da spielt es dann auch keine Rolle, wenn nach einem kurzen Intro "Virus" der eigentliche Opener den Titel "The End" trägt. Und tragen ist auch das richtige Stichwort, denn genau wie ich es bereits beschrieben habe, entführt der Song den Zuhörer auf einen abwechslungsreichen Ritt, quer durch die Ebenen einer rauen Wüstenlandschaft.
Auf den Spuren der amerikanischen Altmeister Kyuss bewegt sich das Trio bei dem erdigen "No Way" und dem psychedelic/doomigen Song "Inside my Head".
Durchsetzt mit recht flotten Tempoverschärfungen beenden die Franzosen mit dem tierisch goovenden "Need" ihr durchaus hörenswertes Debüt und bereichern die Regale der Stoner und Desert Rock um ein interessantes Werk.
Fazit: Glowsun wird nicht die letzte Band sein, die überzeugend die Fahne des Stoner Rocks in die Höhe hält und dabei so gar nicht aus einer Wüstenregion stammt. Auch wenn vieles bei den Franzosen an die legendären Kyuss erinnern mag, so ist es letztlich der Frontmann und Gitarrist Johan Jaccob, der dem Ganzen seinen eigenen Stempel aufdrückt. Genau so macht Stoner Spaß, mal psychedelic, mal etwas tempoforciert und dann wieder mit doomigen Untertönen langsam vor sich hin treibend. Lediglich einige der Texte auf französisch klingen einfach nicht hart genug für diesen musikalischen Stoff. |
Tipp:
| | Alle, die auf erdige, warme Röhrensounds stehen und auf Musik von Kyuss und Co. so richtig abfahren, die werden hier sicherlich nicht enttäuscht sein. |
Titel-Liste:
| | - Virus
- The End
- My Jesus
- No Way
- Green Sun, sick World
- Barbarella
- Inside my Head
- The Heads
- Need
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Laufzeit:
Probehören und Kaufen:
Empfehlen:
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