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Review: Glyder |
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Album:
| | PLAYGROUND FOR LIFE, 2007, Bad Reputation |
Stil:
Wertung:
| |  6,5 von 7 Punkten | | S.J., 04.02.2008 |
Review:
| | Im Laufe eines Lebens stellt wohl jeder Mensch früher oder später eines fest: Nicht alles ist so einfach wie es sein könnte. Kurzum: "Das Leben ist kein Kinderspielplatz", wie auch manche T-Shirt Aufschriften verlauten lassen. Trotz dessen, oder auch vielleicht deswegen versuchen nun Glyder diesen PLAYGROUND FOR LIFE zu ersetzen. So ist zumindest ihr zweites Album betitelt. Erst 2004 gegründet, schaffte man sich mit einem gelungenen Debütalbum sowie Touren mit W.A.S.P., Thunder oder Thin Lizzy gute Referenzen. Mit diesen konnte man letztendlich auch Chris Tsangarides, der schon für viele äußerst namhafte Bands tätig war, für die Produktion von PLAYGROUND FOR LIFE gewinnen.
"Gamblers Blues" klingt recht sanft ein, findet aber auch schnell den Übergang zu deftigen, klassischen Hardrock Riffs. Besonders die Bassgitarre sticht klanglich hervor und spielt manch heiter groovenden Zwischenpart sogar ohne Unterstützung der sechsaitigen Verwandten. Diese glänzen jedoch mit einem knackigen Solo sowie mehrstimmigen Leads, die wohl jedem Iron Maiden Fan ein Lächeln in's Gesicht zaubern dürften.
"Sweets" klingt ähnlich, setzt allerdings in Sachen Geschwindigkeit noch einen drauf.
"Puppet" klingt vor allem nach einem: Nach Thin Lizzy. Verblüffend diese absolute Ähnlichkeit. Damit sind keine bestimmten Songs gemeint, sondern das gesamte Wirken des Songs. Glyder sind also deutlich mehr als eine Coverband die das nicht zugeben will.
"Playground for Life" startet mit unverzerrten Gitarren stark melancholischem Touch. Diesen erhält es sich auch bis zum Ende, wohl aber zum Ende hin eher mit Hang zur Gute-Laune Nummer als zum depressiven Stimmungskiller.
Bei "For your skin" ist schon nach dem ersten Takt klar, dass es sich nur um eine Ballade handeln kann. Der radiokompatibelste Song des Album tendiert mir persönlich gerade in den derartig nur allzu oft verwendeten Leadmelodien einfach ein wenig zu sehr in Richtung Kitsch.
"Walkin my own Ground" groovt dafür gleich wieder los. Die Bassbegleitung erinnert ein weiteres Mal an Phil Lynott, ganz wie auch im folgenden "Dark Meets Light". Übrigens zeigt sich dessen Frau selbst auch begeistert von Glyder, was wohl mit das größte Kompliment sein dürfte, dass den Iren je gemacht wurde, sind sie doch selbst alle riesige Thin Lizzy Fans.
"Sleeping Gun" ist wieder ein ruhigerer Song mit sehr atmosphärischem, mehrstimmigem Gesang im Refrain. Auch das Solo zu Ende erinnert vom Stil her ein wenig an Gary Moore, was wohl auch nicht unbeabsichtigt ist.
"Over and Over" hat eine stärkere rotzige Rock 'n Roll Attitüde als die anderen Songs, besteht aber auch aus den selben mehrstimmigen Vocals die sich schon als charakteristisch beim Hörer eingeprägt haben.
Merry go round and round? Naja, nicht ganz im Mötley Crüe Wortlaut und auch musikalisch ganz anders gehalten ist der letzte Song auf PLAYGROUND FOR LIFE: Ganz entspannt klingt das Album in den letzten vier ein Halb Minuten aus, nicht balladesk, sondern einfach besinnlich. Das ist so schön, dass ich gleich wieder zum ersten Song springen werde um dem ganzen Album einen weiteren Durchlauf zu gönnen.
Fazit: Faszinierend was Glyder hier bieten. Sie klingen an manchen Stellen exakt wie Thin Lizzy, wirken jedoch an keiner Stelle abgekupfert und kombinieren diese Einflüsse mit einer druckvollen Portion klassischen Hardrocks. Das klingt zwar in der Theorie total altbacken, ist aber erfrischend umgesetzt und macht einfach Spaß ohne Ende. |
Titel-Liste:
| | - Gambler's Blues
- Sweets
- Puppet Queen
- Playground for Life
- For your Skin
- Walkin' my own Ground
- Dark meets light
- Sleeping Gun
- Over and Over
- The Merrygoround
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Laufzeit:
Band-Infos:
| | www.glydermusic.com  |
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