 |
News |
 |
 |
Redaktion |
 |
 |
Kontakt |
 |
 |
Glossar |
 |
 |
Über uns |
 |
 |
Links |
 |
|
 |
Review: Gotthard |
 |
| |
Album:
| | NEED TO BELIEVE, 2009, Nuclear Blast |
Stil:
Wertung:
| |  6,5 von 7 Punkten | | J.G., 20.09.2009 |
Review:
| | Nach zwei Jahren Studioalbumpause meldet sich Gotthard, die kommerziell erfolgreichste Rockband der Schweiz mit ihrem Neuling NEED TO BELIEVE wieder zu Wort. Um es vorweg zu nehmen, es blieb alles beim Alten oder etwa doch nicht? Viele Bands würden sich nach 17 Jahren Bandgeschichte mit so einer Äußerung wahrlich glücklich schätzen, aber nicht Gotthard. Was gleich blieb, ist in jedem Fall die gesunde wiedererstarkte Härte der ersten Werke wie DIAL HARD oder G. Ein Dank an die Mama, die ihren Sohn mit der Rüge, warum er denn nur noch softe Sachen spiele, wieder auf den rechten Weg gebracht hat - und das sogar nachhaltig. Klar, Gotthard werden nicht auf ihre Trümpfe verzichten und deshalb kann man auch wieder mit herzerweichenden Balladen rechnen.
Neue Einflüsse gibt es trotzdem, wenn auch nicht sofort oberflächlich zu erkennen. Vielmehr sind es dezente moderne Splitter, die organisch in das Songmaterial eingebettet wurden und meist erst bei mehrmaligem Durchhören wirklich auffallen.
Wie gut es Gotthard inzwischen verstehen, die Stärken des Pop und Rock zu vereinen, zeigt der Opener "Shangri-La" mit seinem asiatischen Flair in eindrucksvoller Art und Weise. Melodische griffige Hooklines gepaart mit knackig arrangierten Gitarren und einer etwas rauen Gesangslinie funktioniert für beide Seiten (Pop und Rock) gleichermaßen, wobei zugegebenermaßen der Rock hier überwiegt.
Deutlich weniger Kompromisse geht das treibende "Unspoken Words" ein und spielt schon fast in der Liga der harten Alben aus Gotthard Anfängen, wäre da nicht der melodische Refrain, der sofort den Hörnerv trifft.
In ruhigerem Fahrwasser schwimmt der Mid-Tempo-Titelsong "Need to believe", der mit gesunder rockiger Härte ebenso wie das nachfolgende "Unconditional Faith" etwas an die US-Boys von Bon Jovi erinnern mögen.
Mid-Tempo-Songs, schön und gut, aber so richtig Spaß bereiten mit Gotthard erst, wenn sie sich wie bei "I don't mind" an ihre Alben DIAL HARD oder G erinnern und einfach geradlinig nach vorne abrocken.
Ähnlich zwingend, schiebt auch "Right from wrong" seine Riffs durch die Boxen und zeigt deutliche Neuzeiteinflüsse, die besonders im direkten Vergleich mit den traditionellen Klassikern, wie "I don't mind" zutage treten. Auch der spätere Up-Tempo-Rocker "Rebel Soul", einer meiner persönlichen Favoriten, wandelt auf modernen Pfaden, verzichtet jedoch nicht auf unverkennbare melodische Gotthard-Attribute. Zu Beginn sind diese Songs für Die-Hard-Fans vielleicht etwas gewöhnungsbedürftig, aber durchaus schmackhaft.
Auch wenn "I know you know" einen recht balladesken Start hin legt, so räumen nach einer knappen Minute harte Gitarrenklänge alle Vermutungen aus, es handle sich hier um eine Ballade. Trotz schwer walzenden dominanten Gitarren, stimmt der melodische Ohrwurm-Refrain sofort versöhnlich.
Ok, Schluss mit dem Drumherum-Gerede, das Gefühl für Balladen gehört immer noch zu den Stärken der Schweizer und so überrascht es kaum, dass gerade mit "Don't let me down" oder dem orchestral unterfütterten "Tears to cry" die Big-Points eingefahren werden.
Fazit: Es gelingt Gotthard auch diesmal, den stets steigenden Ansprüchen der Fanschaft nachzukommen und konsequent die guten "alten" und harten Zeiten mit den Einflüssen der Neuzeit zu kombinieren. Diesmal sind vielleicht nicht die absoluten Über-Hits auf dem Album gelandet, aber so mancher Mitbewerber wäre schon mit der halben Leistung dieses Sets vollauf zufrieden. Nach meinem Geschmack war es eine Ballade und ein Mid-Tempo zuviel, aber ich will nicht undankbar erscheinen und deshalb gibt es ohne Zweifel zwei Daumen nach oben - und zwar ohne wenn und aber! |
Tipp:
| | Besonders die Fans der ersten Stunde werden es mit Wohlwollen quittieren, dass Gotthard nach zwischenzeitlichen Abgleiten in die ach so gewinnbringenden Pop-Gefilde wieder auf den Hard Rock-Pfad der Tugend zurückgekehrt sind. Dass man auf NEED TO BELIEVE dabei auch mal etwas neben der traditionellen Spur auf neuen Pfaden wandelt, steht den Schweizern jedoch ganz gut zu Gesicht. |
Titel-Liste:
| | - Shangri-La
- Unspoken Words
- Need to believe
- Unconditional Faith
- I don't mind
- Break away
- Don't let me down
- Right from wrong
- I know you know
- Rebel Soul
- Tears to cry
|
Laufzeit:
Probehören und Kaufen:
Empfehlen:
|
|
 |
|
 |
|
 |
Bandinfos |
 |
 |
Neue Reviews |
 |
|