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Review: Grand Design |
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Album:
| | TIME ELEVATION, 2009, Metal Heaven |
Stil:
Wertung:
| |  6 von 7 Punkten | | M.H., 06.10.2009 |
Review:
| | Grand Design ist ein Projekt aus Schweden, Kopf des Ganzen ist Pelle Seather, der den Fans wohl am meisten als Sänger von Zeelion und Produzent von Axenstar und Steel Attack bekannt sein sollte.
Bereits 2006 wurde Grand Design gegründet und orientieren wollte man sich an solchen Acts wie Europe, Def Leppard oder auch den Scorpions. Seather hatte schon damals alle Songs für das vorliegende Album geschrieben und mit Richard Holmgren und Peter Ledin war ein Mann für das Schlagzeug bzw. für die Gitarre gefunden. Im Herbst 2008 waren die Songs allesamt schon fertig aufgenommen, nur noch die Bässe fehlten, diese wurden von dann im Frühjahr 2009 von Anders Mood eingespielt. Einige Gitarrenläufe wurden zusätzlich aufgenommen, damit der Sound noch etwas härter klingt als beim klassischen AOR. Dafür konnte man Dennis Vestman engagieren. Und die Vocals? Klar, für die war niemand anderes als Pelle Seather zuständig.
Die Vorgabe des Sänger und Produzenten ist eindeutig gewesen: "Wir wollen den Leppard-Sound dafür. Ihr wisst schon: 96 Kanäle nur mit Chören - und wir haben es geschafft!!! Das Album hat den großen Rock-Klang der 80er Jahre, kombiniert mit tollen Songs und fetten Chören."
Um es kurz zu machen: Sicherlich erkennt man Anleihen an Def Leppard wieder und die Arrangements sind herrlich auf Old School getrimmt, aber trotzdem klingen Grand Design nicht nach einer bloßen Kopie von Def Leppard. Dafür hat man einfach zu gute Musiker am Start, die durch ihre Eigenständigkeit bestehen wollen und auch können.
Gut, der Opener "Love Sensation" klingt mit seinen verzerrten Gitarren und dem leicht elektronischen Sound doch sehr nach der HYSTERIA von Def Leppard, was ja nicht schlimm ist, denn darauf waren nur Hits zu finden, so dass "Love Sensation" sehr wohl Spaß macht und die Lust auf mehr wecken kann.
Doch schon das nachfolgende "Slugged out" klingt schon ganz anders. Da hört man zuerst einen sehr schwerfälligen Gitarrenriff, der an die Scorpions erinnert, doch gute 10 Sekunden später wird eine Up-Tempo-Nummer daraus, die sich gewaschen hat. Zwar werden im Refrain wieder die typischen Def Leppard-Chöre zitiert, aber trotzdem klingt "Slugged out" ganz anders als halt Def Leppard und ist ein sehr gutes Brett.
"Air it out" fällt da etwas ab, im großen und ganzen ist es aber auch keine schlechte Nummer.
Mit "Piece of the Action" geht dann wieder die Post ab - und wie. Da wird auf Speed und Tempo vom ersten Takt gesetzt und natürlich auch der Klassiker "Action" von The Sweet zitiert. Interessanterweise wurde dieser Song auch mal von Def Leppard gecovert. Außerdem wird hier viel Wert auf die Gitarrenarbeit gelegt, so dass diese etwas stärker abgemischt sind, Fans des 80er Hard Rock werden hier feuchte Augen bekommen.
Danach wird es Zeit für die erste Halbballade und "Sad Sound of Goodbye" ist genau als solche eingespielt und gedacht. Eine sehr eingängige Nummer, die durchaus auch Potential für ein entsprechendes Airplay im Radio hat.
Während "No Time for Love" ein vor sich hinwalzender Stampfer ist, der vor allem durch ein geniales Gitarrensoli überzeugt, ist "Hello Mr. Heartache" eine flotte Up-Tempo Nummer, die Erinnerungen an Kiss hervor ruft.
Das nachfolgende "Let's go down Fighting" ist zwar vom Text her sehr klischeehaft, aber dafür ist das eine ehrenamtlicher Ohrwurm der Güteklasse 1 A.
"Sheik Iddup" ist eine Fun-Nummer, und das ist nicht böse gemeint, denn der Song macht einfach Spaß und das Wortspiel (Shake it up) ist sehr gelungen, wie ich finde.
Mit dem 10. Track namens "Love will know" findet die CD dann einen klassischen Abschluss, denn in den Achtzigern hörte doch fast jede Hard Rock - Scheibe mit einer Ballade auf. Auch hier hört man eine akustisch eingefärbte Nummer, die mir aber etwas zu langweilig ist und den guten Gesamteindruck leicht schmälert.
Fazit: Um es klar zu stellen: Die CD zündet nicht sofort, man muss sich mehrmals hören, doch schon beim zweiten Mal bleiben 3 - 4 Songs hängen und spätestens beim fünften Hören hat man fast alle Songs im Ohr. Letztendlich ist TIME ELEVATION also eine Hard Rock - Perle, die erst langsam anfängt zu glänzen, aber dann umso heller erstrahlt! |
Anspieltipps:
| | "Love Sensation", "Piece of the Action", "Sad Sound of Goodbye" und "Let's go down Fighting" |
Tipp:
| | Fans des Old School AOR und Melodic Rock aus den Achtzigern sollten hier zugreifen. |
Titel-Liste:
| | - Love Sensation
- Slugged out
- Air it out
- Piece of the Action
- Sad Sound of Goodbye
- No Time for Love
- Hello Mr. Heartache
- Let's go down Fighting
- Sheik Iddup
- Love will know
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Laufzeit:
Band-Infos:
| | www.myspace.com/granddesigner  |
Probehören und Kaufen:
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