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Review: Grand Lux |
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Album:
| | CARVED IN STONE, 2007, Ulterium Records |
Stil:
Wertung:
| |  4,5 von 7 Punkten | | J.G., 25.08.2007 |
Review:
| | Skandinavischer Metal ist schon seit Jahren ein Garant für musikalisches Talent, Spielfreude und Qualität, so dass böse Spötter schon behauptet hatten, hinter jedem zweiten Baum in den ausgedehnten Waldflächen Norwegens, Schwedens und Finnlands verberge sich mindestens eine neue Band.
Es versteht sich von selbst, dass nicht alle die hohen Erwartungen, die an Vorzeige-Athleten wie Amon Amarth, Dimmu Borgir, Hammerfall, Children of Bodom oder Stratovarius gestellt werden, erfüllen können. Nichts desto trotz gibt es eine Unzahl von erstklassigen Combos in der zweiten Reihe der Bekanntheits-Skala, die ihren großen Aushängeschildern durchaus Paroli bieten können.
So auch im Fall von Grand Lux, die bisher gänzlich meiner Aufmerksamkeit entgangen ist. Ob zu Recht oder Unrecht, wird sich zeigen.
Nicht ganz neu, aber immer wieder ein Mittel um genügend Aufmerksamkeit zu erregen, sind Sirenen eines Fliegeralarms, die den Opener "1000 Paper Cranes" in Szene setzen. Allerdings fragt man sich nach den ersten Riffs, ob es wirklich nötig war, denn auch ohne Effekthascherei geht es tierisch ab nach vorne. Ein manchmal hart an der Schrei-Grenze agierender Frontmann schafft es gerade noch gegen die nahezu übermächtigen Gitarrenfronten anzukämpfen. Nach dem erneuten Sireneneinsatz bei einem Fill-in ist der Song jedoch überraschenderweise schon wieder zu Ende, bevor es so richtig losgegangen ist.
Mit "Fallen Angel" wird ein etwas ruhigerer Heavy Metal-Brecher nachgeschoben, der durchaus mit melodischen Hooklines und einem interessanten Gitarren-Solo punkten kann. Lediglich die Stimmlage ist nach meinem Geschmack etwas zu losgelöst abgemischt. Er wirkt trotz seiner knappen dreieinhalb Minuten Spieldauer jedoch abgeschlossener als sein Vorgänger.
Mit "Escaping the Clouds" wird nochmals das Tempo leicht herausgenommen. Dafür hat man einen durchschlagenden, alles niederwalzenden Groove und einen knapp an der Ohrwurmgrenze liegenden Refrain im Gepäck. Die Gesangslinie ist deutlich gefälliger und harmoniert diesmal besser mit den Gitarren. Die langsamen Passagen scheinen dem Fronter und seiner ausdrucksstarken Stimme auch besser zu liegen.
"Eye of the Storm" lässt den guten alten 80er Heavy Metal wieder aufleben und demonstriert einen Sänger in Höchstform. Dem möchten auch die 6-Saiter nicht nachstehen und sorgen für gehörig Druck an der Gitarrenfront.
Thematisch wird bei den folgenden Songs das Heavy Metal-Rad kaum neu erfunden und so ragt auch keiner der Titel wesentlich aus dem bisher recht ordentlichen Feld heraus.
Bei mir persönlich haben es "Through Dirt", das mit aggressiv gestimmten Gitarren auftrumpfende "Like Hall from blue Sky", das ordentlich groovende "Love Reflections", das klassisch gestrickte "Never Fall" (wie oft werden mir solche Riffs eigentlich noch angeboten?) und das rockende "Eternity in Fire" nicht geschafft, langzeitige Wirkungen zu hinterlassen. Eigentlich schade, aber auch leider kein Sonderfall.
Die Power-Ballade "Rainbow's End" mit über fünf Minuten gleichzeitig das längste Stück auf dem Album setzt bei dem Album CARVED IN STONE durchaus einen würdevollen Schlusspunkt und kann sich im Vergleich zu seinen Vorgänger-Songs leistungsmäßig etwas absetzen.
Fazit: Die Skandinavier zeigen sich auf ihrem Album CARVED IN STONE durchaus in Spiellaune, die jedoch allzu oft schon frühzeitig ihr Ende findet, bevor sichtbare Spuren in den Stein geritzt werden konnten. Angesichts der stilistischen Ausrichtung würde man einfach etwas mehr Länge erwarten, erreichen doch nur zwei Songs mehr als vier Minuten und wie bereits erwähnt, der letzte Titel ausnahmsweise fünf Minuten. Klar, Länge ist nicht alles, aber vielleicht ist das mit einer der Gründe, warum die zu Beginn recht gut ins Ohr gehenden Songs dort auf Dauer keinen Stammplatz ergattern können.
Es fehlte auch bei den meisten Titeln das gewisse Etwas - einfach die entscheidenden letzten und zugegebenermaßen schwersten 5%, die solide Hausmannskost in ein 3-Sterne Gourmet-Gericht verwandeln können und einer Band ihre tatsächliche Eigenständigkeit verleihen.
Es sieht also nicht schlecht aus für die Zukunft der Skaninavier, denn alles was es auszusetzen gab, lässt sich ändern und verbessern. Hier ein etwas griffigeres Riff und dort ein zusätzliches Gitarren-Solo oder ein geniales Break und schon gibt's Metal Power pur, der auch im Gedächtnis bleibt. |
Tipp:
| | Für alle, die druckvollen, melodischen Heavy Metal am Häufigsten konsumieren, können hier durchaus zugreifen und ihrer Sammlung eine klasse - aber kurzweilige - Scheibe zufügen können. |
Titel-Liste:
| | - 1000 Paper Cranes
- Fallen Angel
- Escaping the Clouds
- Eye of the Storm
- Through Dirt
- Like Hall from blue Sky
- Love Reflections
- Never Fall
- Eternity in Fire
- Rainbow's End
- - - Bonus-Track - - - - Escaping the Clouds (Video)
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Laufzeit:
Band-Infos:
| | www.nnn.com  |
Empfehlen:
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