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Review: Grave |
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Album:
| | INTO THE GRAVE, 1991, Century Media |
Stil:
Wertung:
| |  5,5 von 7 Punkten | | M.U., 25.06.2008 |
Review:
| | Die schwedische Metalband Grave zählt anfangs der 90er Jahre des letzten Jahrhunderts zusammen mit Entombed, Unleashed und Dismember zu den Urgesteinen der schwedischen Death Metal Szene. INTO THE GRAVE ist ihr erstes offizielles Album, nachdem man sich mit diversen Demos über Wasser gehalten hatte. Als Label konnte man bei Century Media unterkommen.
Ohne große Umschweife beginnt diese Scheibe mit "Deformed". Man kommt sofort zur Sache und zeigt dem geneigten Zuhörer, was in der kommenden Stunde so alles auf ihn zukommen wird. Infernalische Gitarrenriffs und Schlagzeuggewitter erschüttern die die noch unangepassten Ohren. Gnadenlos geht es zur Sache. Dass das Ganze das Schlagzeug überhaupt aushält ist fast schon ein Wunder. Die Gitarre ebenso. Nach dem Song müsste der Sänger eigentlich heiser sein; tut es aber nicht, denn...
"In Love" nimmt ohne große Änderungen den Rhythmus und damit die Stimmlage des Sängers aus dem Vorgänger auf. Eine depressive Note ist nicht auszuschließen.
Mit "For your God" geht es weiter. Schlagzeug und Gitarre gehen her, was das Material hergibt. Man kann gar nicht glauben, dass die Instrumente solch eine Tortur überhaupt überstehen können. Gleiches gilt ebenfalls für die Stimme des Sängers. Rhythmisch bewegt man sich im Gefilde "schnell-schneller-Grave".
"Obscure Infinity" schließt daran an. Tiefe Gitarrenriffs, tiefe Stimme, düstere Stimmung. Da sind die prägnanten Eckpunkte dieses Songs. Zur Mitte hin nimmt an etwas die Fahrt aus dem Song, was jedoch nicht bedeutet, dass es ruhiger wird. Der treibende Beat aus Gitarre, Bass und Schlagzeug bleibt erhalten.
Wie ein Unwetter bricht "Hating Life" über den Zuhörer herein. Schnell, hart, laut und ein bisschen bizarr klingt der Song anfänglich. Im Laufe der Spielzeit nimmt er eine dermaßen gnadenlose Geschwindigkeit auf, dass man glauben möchte, da kann kein Musiker mithalten. Aber sie können, und dass beeindruckt einen wirklich... Wir haben mittlerweile den fünften Song und die Stimme des Sängers ist noch genauso tief im Keller wie am Anfang. Respekt.
Daran schließt "Into the Grave", der Titelsong dieser CD, an, der mit ein paar mächtigen Schlägen auf das Schlagzeug beginnt. Von anfänglichen harten Klängen driftet man ab in leicht mystische Klänge, schon fast gregorianischen Gesängen gleichend. Doch das hält nicht besonders lange an und man kehrt zu den eigentlichen Death-Metal-Wurzeln zurück. Jedoch noch härter, noch tiefer, noch düsterer. Dieser Song ist wohl der Höhepunkt...
"Extremely rotten Flesh" ist der nächste Song. Im Vergleich zu dem Vorgänger spielt man etwas langsamer, aber dafür auch etwas mehr depressiver und düsterer. gerade diese langsame Spielweise macht diesen Song so interessant.
Mit "Haunted" geht es weiter. Im Verlauf der CD verschmelzen die Lieder immer mehr. Man kann nur schlecht Unterschiede heraushören (vielleicht echte Death-Metal Fans sehen/hören da mehr). Die Machart setzt die Linie der vorangegangen Lieder ohne große Unterschiede fort.
Gleiche gilt für die nachfolgenden Songs "Day of Mourning", "Inhuman" und "Banished To Live". Musikalisch bewegt man sich spursicher auf den Fahrwegen des Death-Metals. Zum Ende hin wird die CD etwas eintönig, da fast alle Songs dem gleichen Schema folgen. Sicherlich, Death Metal ist Death Metal, aber ein bisschen Abwechslung wäre nicht schlecht.
Damit endet eigentlich die CD. Nachfolgend werden noch sieben Bonus Tracks. Diese beginnen mit "Tremendous Pain", der extrem schwerfällig daher kommt. Als nächstes ist "Putrefaction Remains" zu hören. Der Song beginnt zu mindestens für eine kurze Zeit ein bisschen ruhiger. Was man am Anfang an Brutalität eingespart hat, legt man im Verlauf des Songs dann drauf. Das ist wirklich mehr als "Heavy". "Haunted" haben wir ja schon einmal gehört. Jedoch diesmal in einer anderen Interpretation. Mehr rockiger und im Vergleich zum vorherigen Song (Nr. 8) nicht wieder zu erkennen. Gleiches gilt für "Day of Mourning". Auch dieser Song ist unter den ersten elf Song schon einmal zu hören gewesen. Klingt irgendwie anders und doch irgendwie ähnlich. Nicht ganz so brutal düster, mehr rockiger mit leichten Rap-Elementen.
"Eroded" haut wieder rein, dass die Boxen fast den Geist aufgeben sofern sie dies nicht schon zuvor getan haben. Eine Mischung aus Speed- und Death-Metal. "Inhuman" ist der dritte Song, der als Bonustrack schon gespielt wurde (Song Nr. 10). Wie bei allen anderen bekannten Songs ist die Tonlage im Vergleich zum Original um einiges tiefer. Eine weitere Variation von "Obscure Infinity" beschließt diese CD. Auch hier gilt das eben Gesagte. Also viel hat man von den Bonustracks nicht, da es sich zum größten Teil um Wiederholungen in anderer Form handelt. Aber der Wille zählt...
Fazit: Für diese CD bekommt man wirklich richtig Musik für sein Geld. elf normale Songs, zusätzlich sieben Bonus Tracks (die teilweise sich die originalen Songs wiederholen; siehe Titel-Liste) und letztendlich noch einen Videoclip vom Titelsong der nächstes CD "Soulless" dazu (in schwarz/weiß). Also 19 Titel auf einer CD, da muss man heute schon lange suchen! Death Metal ist Death Metal und so klingt auch diese Scheibe. Düster bis zum "geht-nicht-mehr". Für Fans des Death Metals und für experimetierfreudige Zeitgenossen eine wirkliche Empfehlung. |
Anspieltipps:
| | Als Anspieltipps eignen sich "Deformed", "In Love", "Obscure Infinity" und "Into The Grave". Neben den vorhandenen Songs sollte man sich auch den Videoclip "Soulless" ansehen. Ich finde, der ist wirklich sehr gut gemacht. Besonders da dieser in schwarz/weiß gehalten ist und die Kontraste teilweise extrem überzeichnet sind. |
Tipp:
| | Hörempfehlung mit Bandvergleichen und Genre |
Titel-Liste:
| | - Deformed
- In Love
- For your God
- Obscure Infinity
- Hating Life
- Into the Grave
- Extremely rotten Flesh
- Haunted
- Day of Mourning
- Inhuman
- Banished to Live
- - - Bonus Tracks - - - - Tremendous Pain
- Putrefaction Remains
- Haunted
- Day of Mourning
- Eroded
- Inhuman
- Obscure Infinity
- - - Videoclip - - - - Soulless
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Laufzeit:
| | 65:47 Min. / Video: 03:02 Min. |
Band-Infos:
| | www.grave.se  |
Probehören und Kaufen:
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Bandinfos |
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