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Review: The Graviators |
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Album:
| | THE GRAVIATORS, 2010, Record Heaven |
Stil:
Wertung:
| |  5 von 7 Punkten | | M.U., 27.10.2010 |
Review:
| | Ups, das gleiche Label. Ups, das gleiche Land, Ups der gleiche musikalische Ursprung. Auch The Graviators sind nordische Landsmänner und kommen ebenso wie Whyte Ash aus Schweden. Zwar nicht nicht aus Örebro, aber dafür aus Karlstad (andere Quellen nennen Karlshamn/Malmö). Welch ein Zufall, oder doch nicht? Wie Whyte Ash hat man sich den musikalischen Ambitionen er 70er Jahre verschrieben. Und wie bei Whyte Ash sind Informationen über die Band relativ rar. Als Gründungsjahr der vierköpfigen Band verzeichnet man das Jahr 2007. Drei Jahre später erscheint das erste Album, wobei man als Titel den eigenen Bandnamen gewählt hat. Nicht besonders einfallsreich, aber es geht in Ordnung. Schließlich hat beispielsweise Black Sabbath auch ein Album mit ihrem Bandnamen betitelt. Lange Rede, kurzer Sinn. Legen wir einfach mal los.
Und das geschieht mit dem Song "Keep em Commin'". Schnell wird einem klar, welcher Musikrichtung man frönt. Schwerfällig, depressiv und wesentlich mehr doomiger als Whyte Ash. Dennoch klingt der Gesang genauso überzeugend. Das wird wohl eine Mischung aus guten alten Hardrock der 70er gespickt mit Doom der heutigen Zeit. Leichte psychedelische Einschläge sind ebenfalls erkennbar.
Nicht ganz so stürmisch wie es der Titel des Songs "Storm of Creations" geht es weiter. Etliche Parallelen zum ersten Song fallen einem sofort auf. Genau genommen rutscht man auf der gleichen Welle dahin. Bis auf ein paar ganz nette Gitarrensoli.
Mit "Back to the Sabbath" geht es weiter. Allerdings hat "Sabbath" nicht der ähnlich klingenden Band Black Sabbath zu tun. Der Song ist eher ruhiger und erweckt einen leicht experimentellen Eindruck, der von psychedelischen Elementen unterstützt wird. Gesanglich könnte man den Sänger mit David Becker der Heidelberger Band Thorn.Eleven verwechseln. Frappante Ähnlichkeiten.
Die volle Dröhnung Experimentaleismus erwartet uns bei "Juggernaut". Schrille, überdrehte Gitarren und ein Sound, der eher nach Testen und Ausprobieren klingt, denn nach echter Professionalität. Da hätte man vor dem CD pressen noch mal drüber nachdenken sollen. Und dann über acht Minuten lang...
Doch mit "Shapes of Babylon" kommen wir wieder auf den Boden der Tatsachen zurück. Gut gemachter Hardrock, der wirklich gut gefällt und sehr melodiös klingt. Da ist richtiger Groove drin. Nach "Keep em Commin'" der beste Song dieses Albums; die anderen sind aber auch nicht schlecht.
Funkiger Bass; mal etwas anderes hier. So beginnt "Mountain Man", der sich zu schwerer und schwerfälliger Kost entwickelt. Das lässt man dem Doom wieder einmal freien Lauf. Alles klingt ziemlich depressiv und etwas langatmig. Da fehlt ein bisschen der Pepp.
Spacig wie der Titel "Saturnus". Ein kurzer Ausflug ins Weltall mit futuristischen Elementen, auch wenn insgesamt der Eindruck von Durchgängigkeit erhalten bleibt.
Mit einer leicht brutalen Noten startet "She's a Witch". Der Song hat mal wieder eine Power, die es einem kalt den Rügen runter laufen lässt. Da ist soviel Drive drin, dass es für eine Ewigkeit reichen sollte. Ein einfach genial gemachter Song.
Bass hatten wir schon, dann kommt das Schlagzeug dran. Das sind die ersten Eindrücke von "Roller". Noch ein Song von der Fraktion viel Power, Drive und Groove. Der steht "She's a Witch" in Nichts nach. Abgesehen von einigen ganz gut gemachten Gitarrensolis.
Mit "Planet Gone" verlassen auch wir diesen "Planeten". Doch mit über neun Minuten dauert der Abgang relativ lange. Doch der Song entschädigt den Hörer. Auch wenn er anfangs etwas chaotisch klingen mag, soll da nicht soll bleiben. Denn es wird nämlich so richtig doomig depressiv. Schwerfällig, langgezogen und nichts für wankelmütige Gemüter. Da braucht man schon ein starkes Nervenkostüm. Das alles über neun Minuten durchzuhalten, dazu gehört Enthusiasmus.
Fazit: Wie man bei Whyte Ash den "Doom"-Anteil vermisste, vermisst man hier den "Occult"-Anteil, obwohl man sich dann doch fragen muss, was Occult Hardrock genau ist. Unumstößlich bleibt ein Vergleich mit Whyte Ash nicht aus. Gleiche Ausrichtung, gleiches Land, gleiche Ambitionen. Doch warum soll man mal eine Band nicht im Vergleich zu einer anderen Band beurteilen dürfen? Zum Glück brauchen wir uns vor "vergleichender Werbung" nicht fürchten. Musikalisch, spielerisch und gesanglich bewegt man sich schon eher auf den oberen Ebenen. Wer sich schon einmal das eine oder andere Album von Thorn.Eleven angehört hat, sagt sofort, dass ist der schwedische David Becker. Spielen Whyte Ash eine eher fröhlichere Art und Wiese, so bringen The Graviators eher die depressive und schwerfällig Art rüber. Wer sich für die eine oder andere Stilrichtung entscheiden will, das muss jeder für sich selber wissen. Das Konzept des Albums passt und wird gängig durchgehalten. Also keine großen Ausreißer, keine großen Abweichungen von der gewählten Richtung. Dennoch nicht ganz so gelungen wie die Konkurrenz aus dem eigenen Land. |
Anspieltipps:
| | Definitiv "Keep em Commin'" sowie Storm of Creations", "Back to the Sabbath", "Shapes of Babylon", "She's a Witch" und "Planet Gone". |
Titel-Liste:
| | - Keep em Commin'
- Storm of Creations
- Back to the Sabbath
- Juggernaut
- Shapes of Babylon
- Mountain Man
- Saturnus
- She's a Witch
- Roller
- Planet Gone
|
Laufzeit:
Band-Infos:
| | www.myspace.com/graviators  |
Probehören und Kaufen:
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