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Review: Grey
 
WHONEEDSYOU

Album:
 WHONEEDSYOU, 2010, Bastardized

Stil:
 Death Metal, Thrash Metal

Wertung:
 4 von 7
4 von 7 Punkten
 M.U./J.G., 05.08.2010

Review:
 Manchmal muss man sich schon etwas wundern. Da flattert eine nagelneue Promo in unsere Redaktion und außer einer kaum lesbaren Schrift auf der Rückseite der Papphülle, schweigt man sich komplett aus. Weder Internet noch die bandeigene Webseite bieten wirklich einen brauchbaren Informationsgehalt. Da mein Mikrofiche-Lesegerät momentan in Reparatur ist und mir als Brillenträger gewisse Grenzen gesetzt sind, bleiben immerhin diese Infos übrig: Es handelt sich um eine deutsche Band aus Hamburg mit vier Bandmitgliedern, gegründet 2008 und dieses Album soll wohl deren erstes, also das Debüt-Album sein. "So far, so good..." Wenden wir uns also dem Album zu.

Los geht es mit dem Song "I am God". Ziemlich unverhohlen zeigt gleich zu Anfang dem geneigten Hörer, was Sache ist. Recht brutal und brachial sind die ersten Eindrücke diese Songs. Tiefer, grölender Gesang und schnell gespielte Instrumente sind die Eckpunkte. Eigentlich ein guter Einstieg.
In gleicher Manier kommt einem der nächste Song "Is it getting colder or are we already dead" vor. Stilistisch lehnt man sich sehr an den Opener an. Genau genommen erkannt man nur Nuancen an Unterschieden.
Etwas schneller erscheint einem "Through the Roof, Underground" gespielt, auch wenn der Titel einem ein bisschen seltsam vorkommt. In manchen Passagen sind leichte Anklänge an Industrial zu erkennen. Aber wirklich nur leicht.
Jetzt wird es erotisch. Bei dem Titel "Girl with the Pornstar Name" auch kein Wunder, oder? Schon zu Beginn geht es gnadenlos zur Sache. Eben wie halt P... auch ist. Im weiteren Verlauf wird man etwas ruhiger und auch etwas melodischer.
Völlig anders erscheint einem der Song "Earthquake Bellies Pt 1" ("Pt" steht wohl für "Part"). Denn anfänglich meint man in Richtung Ska oder dergleichen abzuweichen. Aber der Eindruck täuscht anfänglich und man bleibt dann doch lieber seiner Linie treu. Hart, härter, gnadenlos brutal.
Und mit "Earthquake Bellies Pt 2" (Part 2) geht es weiter. Gleicher Song, zweiter Teil. Was soll man da noch mehr sagen? Einfach einen Song in zwei Teile aufgeteilt.
"Hangoverweekendmelancholia". Eins seltsamer Titel für einen Song. Aber der vertritt wohl die Meinung dieser Band, Titel von Songs und Alben in seltsamer Weise darzubieten. Denn der Albumtitel ist genauso seltsam: WHONEEDSYOU. Wenn's Spaß macht... Ansonsten bietet der Song nicht wirklich Neues nd reiht sich nahtlos in die Reihe seiner Vorgänger ein.
Das ist wohl der beste Titel überhaupt: "My Job here is done". Das kann ich nun auch sagen. Denn das hat wirklich viel Arbeit gemacht. Aus den genannten Gründen. Nach einem recht chaotischen Beginn wo man nicht weiß, wohin einen der Weg führt, glätten sich dann doch schnell die Wogen und die Monotonie kehrt zurück in die Lautsprecher. Nicht wirklich prickelnd.

Fazit: Schade, dass es das Label (und auch die Band selbst) hier versäumt haben, für die Jungs (bzw. sich) auch angemessene Werbung zu machen. Uns ist schon klar, dass jedes Blatt Papier mehr auch Geld kostet, aber wenn wir uns schon die Zeit nehmen, eine Promo zu testen, dann möchten wir das auch gründlich tun. Ein paar Infos mehr gerade bei Bands, die neu sind und sich auf dem hart umstrittenen Markt behaupten wollen, helfen letztendlich nicht nur uns, sondern auch der selbst Band und damit dem Label. Aber genug gemeckert.
Musikalisch gesehen, sind die Jungs ja wirklich nicht schlecht. Wenn es auch noch am letzten Feinschliff an einigen Ecken fehlt. Die meisten Songs klingen leider ein wenig monoton und zu gleich gemacht. Da fehlen ein paar Spannungsbögen. Insgesamt ein bisschen mehr Abwechslung oder Improvisation wäre angebracht.
Und mit etwas mehr Infos wäre vielleicht sogar punktemäßig noch mehr drin gewesen...

Anspieltipps:
 Ganz interessant sind "I am God", "Is it getting colder or are we already dead" und Girl with the Pornstar Name" (aber nicht wegen der Anspielung im Titel)

Titel-Liste:
 
  1. I am God
  2. Is it getting colder or are we already dead
  3. Through the Roof, Underground
  4. Girl with the Pornstar Name
  5. Earthquake Bellies Pt 1
  6. Earthquake Bellies Pt 2
  7. Hangoverweekendmelancholia
  8. My Job here is done

Laufzeit:
 31:47 Min.

Band-Infos:
 
  • www.myspace.com/whoneedsyou 

  • Probehören und Kaufen:
    Grey: WHONEEDSYOU

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