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Review: Grey Monday
 
XIII SHARP

Album:
 XIII SHARP, 2008, Non Stop Music

Stil:
 Heavy Rock

Wertung:
 3,5 von 7
3,5 von 7 Punkten
 J.P., 15.11.2008

Review:
 Mit den Geräuschen eines kleinen Lagerfeuers starten die vier Schweizer von Grey Monday ihr Debüt mit dem Titel XIII Sharp. Die Band besteht aus den Brüdern Dömu und Pad Pfister, dem Bassisten Sam Nydegger und dem neuen Schlagzeuger Stefan Häberli. Nach einer Demo aus dem Jahre 2004 und einer EP von 2006 machte die Band bereits auf sich aufmerksam und spielte neben einigen heimischen Festivals bereits unter anderem mit Bands wie Pure Inc., Krokus und Primal Fear. 13 Tracks mit einer Gesamtlänge von rund einer Stunde trägt nun der Silberling, der über das Label NonStopMusic im Mai veröffentlicht wurde.
Heavy Rock und Metal verspricht das Beiblatt. Von Metal ist jedoch relativ wenig zu hören, wird im Grunde doch überwiegend durch Rockgewässer gefahren. Was aber nicht weiter schlimm ist, da man bei XIII Sharp trotzdem auf seine Kosten kommt.

Mit dem Titel "Nightmare" bekommt man gleich am Anfang einen recht guten Eindruck von dem, was die CD noch alles parat hält. Nach einem cleanen Vers bricht von einigen Rockriffs begleitet der rhytmische Refrain den Bann und bringt den Kopf zum wippen.
Der zweite Song "Twighlight" kommt mit seiner melodischeren Ausrichtung auch soweit gut an. Die cleanen Passagen werfen wiederum auch einige Schwächen beim Gesang auf.
Ähnlich verhält es sich auch bei "Everything", der das Melodiegespür der Gruppe deutlich macht, aber mit der etwas verkramften Stimme von Pad Pfister ein wenig quakig darherkommt. Durch die auch etwas angedüsterte Stimme und den Melodieverlauf erinnert Grey Monday hier entfernt ein bisschen an End Of Green. Ein sonst sehr guter Song, der ein kleines Highlight hätte werden können.
Mit "Dealermen" ist wieder ein Titel mit einem starken Refrain an der Reihe, der in eine ähnliche Kerbe schlägt wie der Opener. Er beginnt mit dem instrumentalem Refrain, der schon Appetit auf mehr macht. Der Vers kann die Stimmung durch den leicht monotonen Gesang leider nicht aufrechterhalten. Dafür hebt sich der Refrain danach schön wuchtig ab.
Der nächste Titel "Hate At First Site" gehört mit seinen gewöhnungsbedürftigen Strophen nicht unbedingt zu den besseren Songs des Albums. Nach einem vokalen Auftakt beginnt der Song mit einem vielversprechenden Riffthema, das im Song auch des öfteren wieder auftaucht. Die Strophen haben mit den Riffs leider wenig gemein und laden mehr zum Schunkeln als zum Bangen ein.
Die Ballade "Two Coins" hat auch einen leichten Schunkelcharakter, diesmal jedoch in positiver Hinsicht. Ein gelungener und stimmungsvoller Song.
Ein fettes Riff am Anfang startet den siebten Titel "Come Closer". Der beste Vers des Albums mit einem lockeren Lick unter dem Gesang weiß zu gefallen. Der uninspirierte Refrain hat leider nicht die gleiche Klasse und verleiht dem Song somit eher die Note durchschnittlich.
Das Drumintro von "Headhunters" schaltet nach den meist Mid-Tempo angesiedelten Songs erstmal einen Gang hoch. Hier passt auch die Stimme von Pad Pfister eindeutig besser in die Grundstimmung. Der letzte Refrain wurde auch nochmal schön mit ner Doublebass unterlegt und rundet den Kopfgeldjäger-Song gekonnt ab. Einer der besten Songs des Albums. Mit fortgeschrittener Spieldauer dieses Silberlings wirken die Songs erstaunlich frisch und kompakt.
So auch der nächste Track "Nonetheless". Wer das alberne Gerappe in der Bridge überhört, kriegt eine volle Packung Staub und Motoröl serviert. Ein paar mal erinnert dieser Titel gar an Songs der Marke Motorjesus. Der kleine Ausrutscher in der Bridge sei Pad verziehen, weil der Song trotzdem mächtig rollt.
Was ein Jammer, dass bei "Shadow, I'm Your Sun" nach dem starken Anfangsriff der Metal wieder aus den Segeln genommen wurde. In der Bridge lebt dieser dann nochmal kurz auf, um für die eine oder andere Pose im Liveprogramm zu sorgen.
Nummer elf der CD "All Hallow's Eve" hat eine schöne Rock&Roll Schlagseite. Diese sorgt für den gewissen Groove, dem aber leider abermals der Schwung aus der Sache genommen wird sobald der Song in den Vers übergeht. Dieser überrascht dagegen aber mit sehr stimmungsvollem Tom- und Flüstereinsatz.
Für mich ist der interessanteste Teil im Song "Mrs. Madness" die Bridge, die zum Thema eines ganzen Songs gereicht hätte. Auch das Solo ist erste Sahne, der Refrain wirkt dadurch eher unspektakulär und zu gewöhnlich.
Der letzte Song "The Vicious Circle" vereint nochmal alle Stärken und Schwächen von XIII Sharp. Der Song hat einen guten Einstieg mit einem Kopfnickerthema das rollt, im Vers fehlt meist der richtige Biss und der Refrain bringt entweder die Erlösung, setzt dem ganzen die Krone auf, oder er kommt ohne eine Spur zu hinterlassen. So endet dieser Song schließlich mit dem kleinen Lagerfeuer vom Anfang.

Fazit: Für ein Debüt, dass in nur 13 Tagen produziert wurde, kann man sagen, dass es sich allemal um ein interessantes Album handelt. Mit nachfolgenden Alben könnte sich das ganze Gefüge aus Gesang mit seinem etwas dunklen Touch und der Rock&Roll Attittude der Instrumente noch besser zusammenfügen. Der Sound ist recht trocken und klingt schön erdig. Pad Pfister würde gut daran tun beim Gesang etwas mehr aus sich raus zu gehen. Weitere Titel der Klasse "Headhunters" und "Nonetheless" dürften sich auch bald außerhalb der Schweiz rumsprechen.

Anspieltipps:
 "Nightmare", "Everything", "Headhunters" und "Nonetheless".

Titel-Liste:
 
  1. Nightmare
  2. Twilight Girl
  3. Everything
  4. Dealermen
  5. Hate At First Sight
  6. Two Coins
  7. Come Closer
  8. Headhunters
  9. Nonetheless
  10. Shadow, I'm Your Sun
  11. All Hallow's Eve
  12. Mrs. Madness
  13. The Vicious Circle

Laufzeit:
 59:51 Min.

Band-Infos:
 
  • www.greymonday.ch 

  • Probehören und Kaufen:
    Grey Monday: XIII SHARP

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