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Review: The Steve Grimmett Band |
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Album:
| | PERSONAL CRISIS, 2007, Metal Heaven |
Stil:
| | Melodic Metal, True Metal |
Wertung:
| |  5,5 von 7 Punkten | | S.M., 12.10.2007 |
Review:
| | Steve Grimmett ist in der Metal-Szene kein Unbekannter. Er schwang schon bei Grim Reaper, Onslaught und Lionsheart das Mikro.
Nun präsentiert er mit PERSONAL CRISIS das Debüt seines Solo-Projektes mit Namen The Steve Grimmett Band. Unterstützt wird er von Ian Nash (Guitar), Ritchie Walker (Bass) und dem Drummer Pete Newdeck, sowie verschiedenen Gastmusikern. Produziert wurde PERSONAL CRISES von Pete Newdeck und Dennis Ward.
"Karma" beginnt sehr melodisch und glänzt auch im weiteren Verlauf durch Harmonie und schönem Chorus. Ein hörenswerter Einsteiger. "Wait for ever" ist etwas rockiger und basslastiger. Steves Stimme erreicht hier teilweise Höhen, die mich schon bei Grim Reaper schaudern ließen. Mir persönlich gefällt es besser, wenn er im gemäßigteren Tonbereich singt. Er kann durchaus beides.
Im Mid-Tempo-Bereich ist "Freedom" einzuordnen. Etwas schleppend mit dominierender Rhythmus-Gitarre. Bei diesem Song bringt Grimmett alle Oktaven, die er so draufhat, ins Spiel. Ein passabler, mehrstimmiger Refrain und gelungene, teilweise leicht orientalisch angehauchte Soli runden das Stück ab.
Mit Klavier wird "Lonely" angestimmt, bevor Gitarrenriffs übernehmen. Im weiteren Verlauf wechseln sich dann ruhige, balladenhafte Passagen mit schwereren, riffbeherrschten Phasen ab. Ein Song, der ansatzweise im Progressive Metal einzuordnen ist. Der Gesang ist stimmig und die Instrumente liefern einen einwandfreien Job ab.
"Afterglow" beginnt etwas spacig, entwickelt sich dann aber schnell zu einem richtiggehenden Banger. Allerdings kann mich der chorale Höhepunkt hier gar nicht überzeugen, was schade ist. An diesem Stück hätte gesanglich und melodisch noch etwas gefeilt werden müssen, dann wäre es möglicherweise ein Highlight des Albums geworden.
Ein gelungener Melodic Power Metal-Track begegnet uns mit "Enemy". Es stimmt alles: Rhythmus, Soli, Melodie, Refrain und Steves Gesang in allen möglichen und unmöglichen Variationen.
Bei "Promises" dürfen erneut klassische Klaviertöne ran, bevor die Leadgitarre sehr virtuos übernimmt und letztendlich von der Rhythmusgitarre abgelöst wird, welche die Hookline bestimmt. Das ganze mündet in den bislang besten Chorus des Albums. Sehr melodisch und harmonisch. Zwischendurch darf Nash sein Können bei einem Leadsolo zeigen, bevor der Song mit dem melodischen Refrain und dem Klavier ausfadet.
"Invincible" ist in der True Metal-Schublade einzuordnen. Heavy und rifforientiert. Grimmett singt hier zumeist im mittleren Tonbereich, nur im Chorus geht er wieder in die Extremen. Von ähnlicher Machart ist "Strength", allerdings gehen Melodie und Refrain nicht so gut ins Ohr. Dafür liefern aber die Instrumente - allen voran die Gitarre - einwandfreie Arbeit ab.
Mit "Wrath of the Ripper" huldigt Grimmett wohl seiner Ursprungs-Band sein, denn es geht nicht nur lyrisch so ein bisschen in die Grim Reaper-Richtung. Tatsächlich hätte dieser Track mit seinem 80er-NWOBHM-Touch gut auf die SEE YOU IN HELL-Scheibe der "grimmigen Schnitter" gepasst. Bringt stilistisch eine gelungene Abwechslung ins Spiel.
Beim Schlusspunkt "Fallen" wird noch einmal dem Melodic Power Metal gefröhnt. Die Rhythmustruppe jagt den Beat, die Gitarre wirft schwere Riffs und virtuose Soli ins Getümmel und Steve Grimmett lässt nochmal seine gesamte stimmliche Begabung Revue passieren. Einen starken Refrain hat "Fallen" auch noch, also gibt´s absolut nichts zu meckern.
Fazit: Steve Grimmet und seine Mitstreiter liefern eine runde Sache ab, die keinen einzigen Ausfall hat. PERSONAL CRISIS bewegt sich auf einem gleichbleibend starken Level. Allerdings erschließt sich das Album dem Hörer nicht so ganz einfach, denn die Mit-Träller-Stellen sind schmal gesät. Stattdessen findet man etliche kleine kompositorischen Meisterwerke, doch erfordert das Entdecken sämtlicher Feinheiten und das Erkennen der Eckpunkte, an denen sich das Ohr festklammern kann, die volle akustische Konzentration.
PERSONAL CRISIS ist keine Scheibe, die man mal eben so nebenher hören sollte, sondern vorzugsweise mit einer guten Stunde Zeit und Muße und aufgesetzten Kopfhörern, sodass man sich dann unabgelenkt dem Feeling und Hörgenuß hingeben kann. Denn hier sind absolute musikalische Profis am Werk.
Von den Gastmusikern muss noch Eric Ragno erwähnt werden, dessen Klavierintros und Keyboarduntermalungen einigen Songs ihren speziellen Stempel aufdrücken.
Zweifellos sind die Jungs auf dem richtigen Weg und ich freue mich schon auf weitere Werke der Steve Grimmett Band.
Anspieltipps zu nennen ist schwierig, doch sind "Enemy" und "Fallen" vielleicht einen Mini-Zacken besser als der Rest. |
Tipp:
| | Melodic Fans, die mehr wert auf abwechslungsreiche musikalische Finessen legen, als auf Mitgröhlhymnen, sollten unbedingt mal reinschnuppern. |
Titel-Liste:
| | - Karma
- Wait for ever
- Feedom
- Lonely
- Afterglow
- Enemy
- Promises
- Invincible
- Strength
- Wrath of the Ripper
- Fallen
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Laufzeit:
Empfehlen:
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