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Review: Guardians of Time
 
A BEAUTIFUL ATROCITY

Album:
 A BEAUTIFUL ATROCITY, 2011, Mayhem

Stil:
 Progressive Power Metal

Wertung:
 5,5 von 7
5,5 von 7 Punkten
 S.M., 03.06.2011

Review:
 Nach sieben Jahren melden sich auch Guardians Of Time mal wieder zu Wort und legen ihr drittes Album A BEAUTIFUL ATROCITY vor. Naja, gut Ding will Weile haben, und wenn sie damit an die starke Leistung von MACHINES OF MENTAL DESIGN anschließen können, hat sich die Wartezeit ja gelohnt.
Thematisch dreht sich das Werk um die letzten Stunden eines zum Tode Verurteilten und seine konfusen und kranken Gedankengänge.

Die Norweger haben es aber drauf, solche einen Stoff aus vielen unterschiedlichen Emotionen, die teilweise sicher nicht einfach musikalisch umzusetzen sind, gelungen in Szene zu setzen.
Die progressive Art mancher Songs, die Wechsel aus Melodik und harschen Passagen, die mitunter aufrütteln, stellen beispielsweise entsprechende Gefühlskonflikte des Protagonisten dar.
Dennoch ist das Songmaterial nicht so komplex, wie es sich im ersten Moment anhört. Guardians Of Time legen trotzdem Wert auf mitreißende Hooks und Melodien, die sich ins Gedächtnis einprägen können. Der Spagat aus Anspruch und Eingängigkeit ist ziemlich gelungen.
Dafür ist es ziemlich schwer, spezifische Anspieltipps herauszufiltern. Man hat beim Hören des Albums einerseits den Eindruck, dass die Stücke einem durchgehenden Konzept folgen und dadurch einander brauchen, um die Atmosphäre und die Emotionalität so richtig wiederzuspiegeln zu können. Und auf der anderen Seite komponieren die Norweger auf diesem Werk durchweg auf einem gutklassigen Niveau ohne Ausfälle.
Bei mir sind es zumeist einzelne Melodien oder bestimmte Passagen eines Songs, die sich am Stärksten in die Gehörgänge einbrennen. Ich wage fast zu behaupten, dass bei A BEAUTIFUL ATROCITY die persönlichen Favoriten von Person zu Person wechseln. Da hängt viel davon ab, wie die Umsetzung der Emotionen beim Hörer ankommt – mag man es mehr besinnlich, oder melancholisch, oder aufrüttelnd und wütend.
Wenn ich jetzt um jeden Preis meine bevorzugten Stücke aufzählen soll, wären es wohl "Dreamworld Messiah" und "I, Sinner", weil diese bei mir durch ihre relativ geradlinige, dynamische Art am besten im Kopf bleiben.
Jedoch machen nur Winzigkeiten die Vorlieben aus, und in qualitativer Hinsicht kann ich gar keine Unterschiede feststellen. Das Album wirkt wie aus einem Guss und stellt einfach eine gelungene Einheit dar.

Fazit: Guardians Of Time liefern auf ihrem dritten Album sehr vielschichtigen Power Metal ab, der sowohl durch die starken Melodien, wie durch die zahlreichen progressiven Facetten überzeugen kann. Es dürfen sich Power-Metal- und Progressive-Metal-Fans gleicherlei angesprochen fühlen, und wer ohnehin den Progressive Power Metal bevorzugt, findet in A BEAUTIFUL ATROCITY sicherlich eines der Jahreshighlights vor. Guardians Of Time geben kompositorisch und handwerklich eine saubere Figur ab und bringen sich nach sieben Jahren Pause wieder ins Gespräch.

Titel-Liste:
 
  1. The Beginning of the End
  2. Perverse Perfection
  3. God v2.0
  4. Monster
  5. Altered in red
  6. Mind divided
  7. Heart of Darkness
  8. Sleep Eternal
  9. Dreamworld Messiah
  10. Tide of Time
  11. Only in a Dream
  12. I, Sinner
  13. The Man

Laufzeit:
 51:01 Min.

Band-Infos:
 
  • www.guardiansoftime.no 

  • Probehören und Kaufen:
    Guardians of Time: A BEAUTIFUL ATROCITY

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