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Review: Gunslinger |
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Album:
| | EARTHQUAKE IN E MINOR, 2009, Buzzville |
Stil:
Wertung:
| |  4,5 von 7 Punkten | | J.G., 12.05.2009 |
Review:
| | Tot gesagte leben länger, das beweisen in den letzten Jahren immer wieder die verschiedensten Bands auf dem Rock- und Metal-Sektor. Gunslinger gehören eindeutig dazu, denn Alan Davey und Nigel Potter begannen bereits 1979 mit ihrem musikalischen Unwesen, waren damals allerdings noch unter dem Namen Chainsaw zugange. Aus dieser Zeit stammen auch die Haupteinflüsse der Band, wie Deep Purple, Led Zeppelin, Hawkwind und Motörhead. Vor allem letztere Band ist es, deren Trademarks dem aktuellen Album EARTHQUAKE IN E MINOR ihren Stempel aufdrücken.
Und gerade damit beginnen auch die Schwierigkeiten beim Bewerten. Gunslinger wollen sich ganz offensichtlich mit dem großen Vorbild Motörhead messen lassen und das ist gar nicht so einfach. Auch wenn Lemmy & Co. nicht gerade zu den ausgefuchstesten Musikern zählen - und sich auch selbst nicht dazu zählen - so ist des das Gesamtpaket, was die Stärke des britischen Vorbilds ausmacht. Eigentlich kann man bei solchen Vergleichen nur verlieren, wenn man nicht deutlich besser abschneidet, als das Original. Denn bewegt man sich zu nahe im Fahrwasser des Vorbilds, wird man als "Cover" abgestempelt und entfernt man sich zu sehr, so wird trotzdem meist mangelnde Innovation bescheinigt.
Zumindest stimmlich sind Gunslinger auf einem guten Weg mit Lemmy mitzuhalten. Da ist der recht flotte Opener "Night Song", das groovende "Savage Love" oder der Durchmarschierer "Blitzkrieg Baby" zu nennen.
Aber auch Up-Tempo-mäßig lassen die Jungs manchmal ihre Qualitäten aufblitzen, wie bei "Going in for the Kill" mit seinem straight-forward-Drumming und den ausgedehnten Gitarren-Parts.
Am besten gelingt mit "Don't need you" die Annäherung ans Original, wo sofort Titel, wie "Bomber" oder "Overkill" ins Gedächtnis schießen. Es fehlt jedoch das gewisse zündende Element...
Und so wild wie beim Start, verabschiedet sich Gunslinger mit dem gleichnamigen Titelsong nach einer knappen Dreiviertel Stunde.
Fazit: Gunslinger machen es einem nicht gerade leicht. Da kann man dem Trio auf alle Fälle jede Menge Spielfreude und Authentizität bescheinigen und vorallem Live kann hier mächtig die Post abgehen, auch wenn außer Alan Davey Studio- und Live-Band komplett verschieden sind.
Aber... einem ernsthaften Vergleich mit dem Original Lemmy & Co hält das Album nicht stand. Da ist mir das Songwriting nicht griffig genug, denn zu schnell raschen die einzelnen Songs am Ohr vorbei, ohne große Haftwirkung zu entwickeln. bedingt durch die Nähe zu anderen bands fällt auch Innovation und Eigenleistung ins Wasser.
Was bleibt?
Ein solides Rock-Album, das für Stimmung in der Bude sorgen kann und mit seinen rauen Tönen dem Mainstream den Mittelfinger zeigt. Und das ist doch schon mal was... |
Anspieltipps:
| | "Night Song", "Blitzkrieg Baby", "Don't need you" und "Warhorse". |
Tipp:
| | Fans, die auf Retro-Sounds stehen und Motörhead oder Hawkwind in ihrer Sammlung haben, sollten auch Gunslinger eine Chance geben. |
Titel-Liste:
| | - Night Song
- If the Bombs don't get ya, the Bullets will
- Shellshocked
- Savage Love
- Cyanide
- Blitzkrieg Baby
- Going in for the Kill
- Hymn of the Wild
- Don't need you
- Warhorse
- Gunslinger
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Laufzeit:
Band-Infos:
| | www.myspace.com/alandaveygunslinger  |
Probehören und Kaufen:
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