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Review: Hardlein |
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Album:
| | DOWN TO THE FIRE, 2009, Eigenvertrieb |
Stil:
Wertung:
| |  6,5 von 7 Punkten | | J.G., 14.11.2009 |
Review:
| | Hardlein, ausgesprochen wie das englische "Hardline" steht für bodenständigen und erdigen Hard Rock Made in Kentucky. Das agile Quartett um Bobby Lee Stamper, Hayward Embry Jr., Ado Kalajdzic und Danny Corby tritt dabei mit ihrem Debüt DOWN TO THE FIRE voll in die Fußstapfen von Größen wie Skid Row oder den frühen White Lion. Erstaunlich ist in jedem Fall das sofort spürbare glückliche Händchen für griffige und eingängige Rockmelodien, die durchaus auch den Gitarren-Soli genügend Raum zugestehen. Neben "Chief" Hayward Embry's Gitarrenarbeit ist es vor allem Bobby's Reibeisen-Stimme, welche der Rock-Combo das Brandzeichen Marke "Hard" tief ins Fell brennt.
Von Anfang an wird jedes Riff und auch jede Gesangslinie mit gehörigem Druck durch die Verstärker geblasen, dass einem schon beim Opener "Hard Livin'" Hören und Sehen vergeht.
Der Titelsong "Down to the Fire" selbst gehört sicherlich zu den Highlights des Albums und überzeugt in den schnellen Passagen ebenso wie in den instrumental geprägten langsameren. Mitgröhlen ist hier natürlich Pflicht und sollte auch nicht schwer fallen. Und für die Instrumentals muss eben die Luftgitarre herhalten.
Dominantes Bass-Spiel startet den melodischen Rock-Ohrwurm "Doin' Time" der nach anfänglich sanfterem Start schnell an Härte zulegt.
Nach Tempo und Melodic wird bei "Lonely Town" der nächste Trumpf aus dem Hut gezogen. Groove bis zum abwinken steht auf dem Programm und sollte auch den letzten Tanzmuffel in Bewegung versetzen.
Wer jetzt denkt, nach dieses drei Zutaten sind die Speisen klar und vorhersehbar, der hat die Rechnung ohne den Koch gemacht. "Wicked You" ist mit seinen satten siebeneinhalb Minuten eine Klasse für sich und spielt geschickt mit progressiven Elementen ohne den roten melodischen Faden zu verlieren, egal ob Slow-, Mid- oder Up-Tempo. Zu jeder Zeit ist es möglich mitzunicken und sich voll und ganz dem Groove hinzugeben.
Mit dem radiotauglichen "Can't stop it" verabschiedet sich das Quartett mit einem hervorragenden melodischen Rocker, der vor allem durch seinen mitgröhlfähigen Refrain punkten kann und in jedem Fall einen Neustart nahe legt. Genau so soll es auch sein.
Erfreulich an den gehörten Songs ist auch die Tatsache, dass hier keine Standard-Nudel-Nummern mit durchschnittlichen drei Minuten herunter gezockt werden, sondern man sich Zeit nimmt und auch das eine oder andere Solo etwas ausführlicher gestaltet ohne dabei aber selbstverliebt zu erscheinen. Das erklärt auch die knapp 53 Minuten Spielzeit bei "nur zehn Titeln". Da könnten sich so manche Möchtegern-Rocker eine Scheibe abschneiden oder auch zwei...
Fazit: Mit solch einer Scheibe im Gepäck sollte es ein Leichtes sein, die erste große US-Tour mit einem Erfolg zu beenden. Durchaus in Augenhöhe mit der europäischen Hard Rock-Oberliga ist der nächste Schritt hoffentlich ein Besuch in der "alten Welt", um auch hier die Bühnen in Grund und Boden zu rocken. Gespannt auf die Dinge, die da kommen, vertreibe ich mir inzwischen die zeit mit den zehn Album-Tracks, die sicherlich auf meiner nächsten Hausparty nicht fehlen werden. |
Anspieltipps:
| | "Hard Livin'", "Down to the Fire", "Wicked You" und das abschließende "Can't stop it". |
Tipp:
| | Wer dieses Scheibchen hört, weiß, der Hard Rock ist noch lange nicht tot. Fans von Krokus bis Skid Row aufgepasst, die Hard Rock-Welt hat Zuwachs aus Louisville, Kentucky bekommen der auf den Namen Hardlein hört. |
Titel-Liste:
| | - Hard Livin'
- Down to the Fire
- Doin' Time
- Lonely Town
- Drivin'
- Take it to the Truth
- Deceiver
- The Ride
- Wicked You
- Can't stop it
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Laufzeit:
Band-Infos:
| | www.myspace.com/hardlein  |
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