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Review: Hartmann |
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Album:
| | BALANCE, 2012, Avenue of Allies |
Stil:
Wertung:
| |  5,5 von 7 Punkten | | J.G., 01.06.2012 |
Review:
| | Kaum noch jemand erinnert sich daran, dass Oliver Hartmann seine ersten Erfolge als Sänger von At Vance gefeiert hat, denn mittlerweile sitzt er auch Solo fest im Sattel. Das inzwischen vierte Album BALANCE wird es zeigen, ob sich Hartmann wieder ein Stück weit in Richtung härterer Kost bewegt hat, wie schon bei seinem Vorgänger III oder ob es sich nur um ein kurzweiliges Intermezzo gehandelt hat. Der Vierer Hartmann, mit Sänger/Gitarrist Oliver Hartmann, Gitarrist Mario Reck, Bassist Armin Donderer und Drummer Dario Ciccioni ist zumindest musikalisch bestens aufgestellt, das Unternehmen "AOR/Melodic Rock" gelingen lassen, vor allem wenn Sascha Paeth für die Feinheiten am Mischpult verantwortlich war.
Schon wenige Strophen des Openers "All my Life" machen klar, hier handelt es sich um ein Hartmann-Album. Genau so soll es auch sein. Egal welchen neuen Song man hört, die Sache ist immer dann perfekt, wenn man den Interpreten sofort erkennen kann. Das gitarrenlastige Stück bietet schon einmal alles, was Olivers härtere Seite zu bieten hat, flottes Tempo, mitreißende Riffs, ein gefälliger Refrain und schließlich der gewisse Klebfaktor für die Gehörgänge.
Daneben fühlt sich Oliver aber auch in ruhigeren Gefilden sehr wohl, wie der nächste Song "Like a River" deutlich zeigt. dabei handelt es sich jedoch nicht um eine Herzschmerz-Ballade allererster Sülze, sondern um einen straffen Slow Rocker, der sofort zum mitschunkeln einlädt.
In diesem steten Wechsel zwischen flotter und besinnlicher Songs gestaltet sich auch das restliche Album. Während man mit "You are the One" und "Save me" die Liebhaber der etwas taktfreudigeren Melodic Rock-Freunde bedient, ist bei Songs wie "After the Love is gone", "Fall from Grace", "From a Star", "Time to face the Truth" und "The Beast is yet to come" mit hohem Kuschelfaktor zu rechnen und der Möglichkeit seine Gedanken schweifen lassen zu können.
Irgendwo dazwischen liegen dann noch Songs wie das kraft- und druckvolle "Fool for you", der nette Groover "Dance on the Wire" oder das recht cool intonierte Tears for Fears-Cover "Shout".
Fazit: Wer bereits die leichten Veränderungen bzw. Entwicklungen auf seinem letzten Album III bemerkt hat, der wir sich hier sofort wohl fühlen. Neben einigen härteren Nummern sind es vor allem anspruchsvolle melodische Songs, die einerseits sehr leicht ins Ohr gehen, andererseits jedoch nicht so banal gestrickt sind, um gleich das Gefühl zu haben, "...alles schon tausend Mal gehört...". Klar schmuggeln sich stellenweise auch ein paar allzu kommerziell klingende moderne Elemente ein, die bei Die-Hard-Fans verpönt sein mögen, dafür aber für Radiotauglichkeit sorgen. Genau das ist die hohe Schule des heutigen AOR/Melodic Rock, Melodien zu finden, die einen hohen Wiedererkennungswert besitzen und doch auf Plattheiten und abgenudelte Phrasen verzichten. Genau das ist Hartmanns Stärke. Er beherrscht es sich immer wieder neu zu erfinden - oder besser - neu zu entdecken ohne bisher langweilig zu erscheinen. Der Umstand, dass sich dabei flottere und gediegenere Songs ungefähr die Waage halten, rechtfertigt auch den Albumtitel BALANCE. Gut, mir persönlich wäre 1-2 flottere Songs mehr noch lieber gewesen, dann hätte das auch mit der vollen Punktzahl geklappt, aber vielleicht beim nächsten Mal. Wer Melodic Rock liebt, sollte an Hartmann nicht einfach vorüber gehen. Wer es doch tut, der hat was versäumt! |
Titel-Liste:
| | - All my Life
- Like a River
- You are the One
- Fool for you
- After the Love is gone
- Save me
- Fall from Grace
- From a Star
- Dance on the Wire
- Shout (Tears for Fears Cover)
- Time to face the Truth
- The Beast is yet to come
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Laufzeit:
Band-Infos:
| | www.oliverhartmann.com  |
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