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Review: Heaven And Hell |
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Album:
| | THE DEVIL YOU KNOW, 2009, Roadrunner |
Stil:
Wertung:
| |  4 von 7 Punkten | | U.B., 18.05.2009 |
Review:
| | Lange, sehr lange ist es her dass ich mir 1971 meine erste richtige Metal Scheibe, natürlich auf Vinyl, kaufte. Es war PARANOID von Black Sabbath. So ist es auch nicht verwunderlich, dass ich diese Band immer besonders aufmerksam verfolgt habe. Zwar hat sich Black Sabbath nie offiziell aufgelöst, aber mit einem neuen Album war nach Dehumanizer von 1992 auch nicht mehr zu rechnen. Nicht unter dem Banner Black Sabbath, aber benannt nach einem der besten Alben, starten die gestandenen Musik Heroen nun zu neuen Ufern. Bereits zu Beginn 2007 fanden sich Ronnie James Dio Vocals, Tony Iommi Gitarre, Terence "Geezer" Butler Bass und Vinny Appice Drums zusammen, um ein nostalgisches Album THE DIO YEARS aufzunehmen. Außer altem Material wurden auch drei neue Tracks geschrieben. Das Metal Feuer loderte noch und so beschloss man auf große Tournee zu gehen. Das Album LIVE FROM RADIO CITY MUSIC HALL legt Zeugnis davon ab. Doch nun ist mit THE DEVIL YOU KNOW eine Scheibe auf den Markt gekommen die komplett neue Songs enthält. Ist Black Sabbath unter neuem Namen wieder auferstanden, kann die Band an alte Erfolge anknüpfen?
Mit "Atom and Evil" geht es los, langsam, schleppend und düster walzt das Doom Stück dahin. Leider ist die Melodie sehr monoton. Den besten Moment hat der Track bei Iommis Gitarrensolo. Auch über Dios Stimme gibt es nichts zu meckern. Er versteht es die aussichtslos finstere Stimmung gut zum Hörer zu transportieren.
Etwas flotter geht es bei "Fear" zu. Aber hier wird außer dämonisch finsteren Riffs nicht viel geboten. Das Teil dümpelt recht ereignislos dahin.
Eine einzelne akustische Gitarre die stellenweise von einer E- Gitarre begleitet wird eröffnet "Bible black". Dios markante Vocals werden mit klagendem Unterton vorgetragen. Nach verhaltenem Beginn gewinnt der Song langsam an Fahrt und setzt in erster Linie auf den vollen Instrumenteneinsatz. Das Stück ist sogar im Ansatz melodisch vor dem dunklen Riffhintergrund von Iommis tief gestimmter Gitarre in Moll Tönen.
"Double the Pain" legt mit einem Bass Into los, dann setzen die Gitarren vehement ein. Der Rhythmus lädt förmlich zum Headbangen ein. Dios Stimme ist im Refrain dezent auf mehrere Spuren verteilt. Hier geht es mal ein bisschen eingängiger zu.
"Rock and Roll Angel" besitzt eine indifferente Melodie, schlurft in bedächtigem Tempo wenn auch kraftvoll dahin. Musikalische Akzente sind hier nur wenige zu finden. Erst ab der Mitte kann sich Iommi mit einem ausdrucksstarken Solo in Szene setzen bevor das Stück mit Akustikgitarre leise ausklingt.
Auch "The Turn of the Screw" kann sich nicht aus dem Doom Einerlei erheben. Ein wenig mehr Tempo mit Düsterriffs ohne Ende, das hat man alles schon oft gehört. Was gefällt sind die verspielten Basseinlagen von Butler, sonst herrscht Tristesse vor.
Endlich schaltet die Truppe bei "Eating the Cannibals" in einen höheren Gang. Uptempo geht das Stück getrieben von energischen Gitarren so richtig ab. Dio und Iommi stehen abwechselnd im Mittelpunkt wobei vor allem Iommi an der Gitarre zeigen kann, dass er trotz seines Alters, schließlich ist der Mann schon über sechzig, nichts verlernt hat. Der Song kann überzeugen.
Mit metallischem Riffing und einer Orgel verbreitet "Follow the Tears" eine Atmosphäre die gut zu einem alten Dracula Film der Hammer Production Studios passen würde. Nur zieht sich der Song mit sechs Minuten ganz schön lang dahin. Das ist mir einfach zu monoton. Ein Lichtblick ist lediglich das Gitarrensolo zu Beginn des letzten Drittels.
Auf "Neverwhere" zieht das Tempo ein wenig an sonst gibt es erneut doomigen Einheitsbrei. Fast komme ich mir vor wie in einer Endlosschleife, letztes Drittel gutes Gitarrensolo sonst nur finstere Mucke ohne Akzente.
Und auch der Schlusstitel "Breaking into Heaven" bringt nichts Neues, bedrohliche Untergangsstimmung ohne Gnade. Klar sind die Riffs so richtig fett aber alles schon x-Mal gehört. Die Band kopiert sich ständig selbst. Die Stücke sind längst vorhersehbar, Gitarrensolo im letzten Drittel…. wie gesagt, Schema F.
Fazit: Die Erwartungen waren groß, wohl zu groß? Was hatte ich schon für Lobpreisungen über die Scheibe im Netz gelesen, aber nach einigen Durchläufen von THE DEVIL YOU KNOW bin ich doch sehr ernüchtert. Alle Musiker verstehen ihren Job nach wie vor. Selbst Dio, der vom Alter die 65 bereits passiert hat, muss man immer noch eine tolle Stimme bescheinigen und doch kommt das Album über gutes Mittelmaß nicht hinaus. Bis auf Appice an den Drums spielt man in der Besetzung der DEHUMANIZER Scheibe. Damals saß Bill Ward auf dem Hocker. Leider macht man genau da weiter wo DEHUMANIZER aufhörte, für mich eine der schwächsten Werke von Sabbath. Wenn man sich schon, um Streitigkeiten um die Namensrechte an Black Sabbath aus dem Weg zu gehen, nach dem Götteralbum HEAVEN AND HELL benennt, so sollte man sich auch zumindest zum Teil daran messen lassen. Anscheinend ist die Truppe nicht mehr in der Lage richtig gute Songs zu schreiben die einfach mitreißen. Das gleiche Problem wurde schon auf den letzten Dio Alben überdeutlich. Die Stücke walzen in düsterem Doom dahin, alles schon oft gehört, es zündet eben nicht. Wo sind sie die Kracher vom Kaliber "Neon Knights", "Children of the Sea" und "Heaven and Hell"? Auf diesem Album findet sich leider nichts davon, schade. Es tut mir leid, auch wenn Sabbath zu einer meiner absoluten Lieblingsbands gehört und Heaven And Hell der legitime Nachfolger ist, falle ich nicht vor lauter Erfurcht vor den großen Namen auf die Knie und begehe den Fehler hier laut Beifall zu klatschen. Die hohe Zeit der Finster-Metaller um Iommi und Dio scheint endgültig vorbei und ewig kann man nicht vom einstigen Ruhm zehren. |
Anspieltipps:
| | "Bible black", "Double the Pain" und "Eating the Cannibals" |
Tipp:
| | Wer auf eine Fortsetzung des Klassikers HEAVEN AND HELL oder des fast ebenso guten THE MOB RULES gehofft hatte, sollte von dem Album die Finger lassen. Daran reicht man in keiner Phase auch nur annähernd heran. Wer jedoch DEHUMANIZER mochte oder zum Beispiel MASTER OF THE MOON von Dio, der wird auch THE DEVIL YOU KNOW mögen. |
Titel-Liste:
| | - Atom & Evil
- Fear
- Bible black
- Double the Pain
- Rock and Roll Angel
- The Turn of the Screw
- Eating the Cannibals
- Follow the Tears
- Neverwhere
- Breaking into Heaven
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Laufzeit:
Band-Infos:
| | www.heavenandhelllive.com  |
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Bandinfos |
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