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Review: Bert Heerink |
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Album:
| | BETTER YET..., 2009, AOR Heaven |
Stil:
Wertung:
| |  5 von 7 Punkten | | J.G., 20.09.2009 |
Review:
| | Aua, Namen wie Howard Carpendale oder noch schlimmer, Hansi Hinterseer schießen mir durch den Kopf, als mir nach dem Öffnen des Promo-Päckchens zum ersten Mal das Scheibchen von Bert Heerink in die Hände fällt. Was haben alle drei gemeinsam? Hoffentlich nicht die Musik, aber in jedem Fall die blonde Frisur - und das genügt schon einmal für ein Vorurteil!
Wie treffend, dass der erste Titel des Albums "Panic Attack" heißt, denn solchige befiel mich gerade, als ich die CD-Hülle umgedreht hatte. Nun gut, der zweite Titel "April" brachte meinen Puls wieder auf ein Normalmaß. Wir haben noch ein paar Monate hin, aber vielleicht war das Coverbild doch so eine Art vorgezogener April-Scherz?!? Nun, die Hoffnung stirbt zuletzt, heißt es und so mache ich mich dann doch über einen Test und versuche die "blonde Frisur" während des Zuhörens auszublenden - gar nicht so einfach, sage ich euch...
Aber zunächst noch ein paar Worte zu Bert Heerink, dem Niederländer, der "Stimme von Vandenberg", die nach fast 20 Jahren ohne einen Piepser Hard Rock mit BETTER YET... in die Szene zurück kehren möchte. Was waren das noch für Zeiten, als Gitarrenvirtuose Adrian Vandenberg 1982 sein Debüt-Album in dem Studio von Led Zeppelin-Mastermind Jimmy Page aufnahm und der ausgekoppelte Klassiker "Burning Heart" sofort die Charts stürmte? Supports für Ozzy Osbourne, Kiss und Michael Schenker Group folgten. Die zweite Scheibe HEADING FOR A STORM konnte vor allem in Japan punkten. Das dritte Werk ALIBI stellte 1985 jedoch schon den Höhepunkt und gleichzeitigen Schlussakt von Vandenberg dar.
Bert Heerink will es also noch einmal wagen und um auf Nummer sicher zu gehen, hat er für sein Solo-Werk jede Menge namhafte Songwriter verpflichten können, die da wären: Harem Scarem-Sänger Harry Hess, Allround-Bassist Bob Daisley (ex-Ozzy Osbourne, ex-Gary Moore, ex-Black Sabbath...), Multitalent Russ Ballard dessen "God gave Rock'n'Roll to you" Kiss wieder auf die Sprünge half, Jeff Silbar (Bette Midler, John Cougar), John Young (Bonnie Tyler, Paul Rodgers), Sänger Tony Martin (ex-Black Sabbath), das Duo Carlton/Engel (Robert Palmer, Bruce Springsteen, New Legend) und nicht zuletzt das Erfolgspärchen Lausmann/Voss verantwortlich für das kürzlich erschienene VOICES OF ROCK-Album. Ächtz... da wird einem vom Aufzählen schon gar schwindelig.
Mit "Panic Attack" eröffnet Bert sein Solo-Album und legt schon einmal ein gesundes grooviges Marschtempo vor. Gefällige Gesangslinien und ein zuckersüßer Refrain lassen den Opener sofort in die Schublade der Ohrenschmeichler plumpsen.
Etwas langsamer, und dafür mit einem Schuss mehr Schmalz im Refrain, kann auch das nachfolgende "April" durchaus überzeugen. Glücklicherweise können die rockigen Gitarren den hohen Schnulzfaktor auf ein erträgliches Normalmaß senken.
Fernöstlich angehauchte Synthieklänge starten den straffer arrangierten Melodic Rocker "Whose Side are you on", der trotz Mid-Tempo eine gesunde Härte aufweist und vorallem mit seiner abwechslungsreichen und eingängigen Gitarrenarbeit überzeugen kann.
Für Balladenfreunde wird es mit "Falling Down" etwas ruhiger. Der Song kann sich aber im vollmundig gestalteten Refrain noch etwas steigern.
Wieder etwas flotter und deutlich gitarrenlastiger präsentiert sich "Love is like Heaven", bei dem trotz dominater Gitarren vor allem Sänger Bert Heerink das Zepter in der Hand behält und nicht zuletzt mit einem Ohrwurm-Refrain aufwarten kann.
So richtig Tempo bietet "All fired up", das sich auch prächtig als Partyfeger eignet. Der fette Chor im Refrain lädt auch sofort zum Mitgrölen ein.
Sanfte Orchesterklänge und jede Mege weichgespülte Hooklines stempeln "Canīt make me" zunächst als waschechte Ballade, die jedoch wie bereits ihr Vorgänger "Falling Down" noch einiges Entwicklungspotenzial im Refrain aufweist und zum Ende hin an Tempo zulegen kann.
Mit Retro-Feeling (es knackt die Vinyl) beginnt "Restless Heart" mit dominaten Gitarren und einem eingängigen fette Chor im Refrain, der seine 80er-Jahre-Maske kaum verbergen kann und sofort zum Mitsingen einlädt. Nach meinem Geschmack eine durchaus gelungene Synthese aus modernem Melodic Rock und dem unterschwelligen Zeitgeist der 80er.
Die Schlussrunde bestreiten das kommerziell angehauchte und flüssig arrangierte "Precious" bevor man sich mit dem melancholischen und getragenen "Significance" und seinem gefühlvollen Gitarren-Solo dem Fade out nähert. Schade nur, dass mich besonders der Schlusstitel sehr an den Aussie John Farnham erinnert und dadurch die "Eigenständigkeit" - sofern man bei der Menge an Songwritern überhaupt davon sprechen kann - leidet.
Fazit: Der ex-Vandenberg-Sänger Bert Heerink macht Dank seiner Heerschar an routinierten Songwritern auf seiner Solo-Scheibe einen durchaus soliden und ansprechenden Job. Die Titel sind dabei keine wirklichen Überflieger, aber auch nicht langweilig. Unterhaltsam, ohne wirklich jemanden zu nerven, so könnte man das Kurz-Fazit auf den Punkt bringen. |
Tipp:
| | Besonders für Treffen mit Freunden geeignet, wo die Musik für eine angenehme Hintergrund-Beschallung sorgen soll - ohne dabei einzuschläfern aber auch nicht zu dominieren. |
Titel-Liste:
| | - Panic Attack
- April
- Whose Side are you on
- Falling Down
- Love is like Heaven
- All fired up
- Canīt make me
- Restless Heart
- Precious
- Significance
- - - Bonus-Track - - - - Ainīt No Pleasing You
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Laufzeit:
Band-Infos:
| | www.bertheerink.nl  |
Empfehlen:
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