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Review: Helker
 
Helker - SOMEWHERE IN THE CIRCLE

Album:
 SOMEWHERE IN THE CIRCLE, 2013, AFM

Stil:
 Melodic Power Metal

Wertung:
 6,5 von 7
6,5 von 7 Punkten
 U.B., 16.07.2013

Review:
 Aus Südamerika, Buenos Aires um genau zu sein, kommt das Quintett von Helker. Die Band wurde bereits 1998 gegründet und kann auf drei Alben zurück blicken die teilweise in Eigenregie veröffentlicht wurden. Diese waren in ihrer Muttersprache Spanisch ein-gesungen und sind in Europa leider so gut wie nicht zu bekommen. Mit dem vierten Long- Player SOMEWHERE IN THE CIRCLE gelang es Helker nicht nur einen Vertrag bei AFM Records an Land zu ziehen, sondern man konnte beim Songwriting noch auf Mat Sinner zurück greifen. Sinner, der neben seinem Engagement bei Primal Fear auch zunehmend als Produzent in Erscheinung tritt, übernahm dann auch gleich die Produktion. Nachdem sich Helker in Südamerika schon einen guten Namen gemacht hat, will man nun auch den Rest der Welt erobern und hat neben der spanischen Version die EL ALGUN LUGA DEL CIRCULO heißt auch eine Version in Englisch heraus gebracht die nun in Europa vertrieben wird. Diego Valdez Vocals, Mariano Rios Gitarre, Leo Arists Gitarre, Christian Abarca Bass und Hernan Coronel an den Drums heizen uns ein.

Mit "Modern Roman Circus" geht es direkt in die Vollen. Der Song ist ein hartes Riffmonster, relativ düster mit gehörig Power. Was aber am meisten ins Auge, pardon ins Ohr sticht, ist die Stimme von Diego Valdez. Der klingt in den tiefen und mittleren Tonlagen dermaßen nach Ronnie James Dio, dass man es kaum glauben kann.
Nicht weniger energisch und energiegeladen geht es mit "Just be yourself" weiter. Der Track wartet erneut mit krachenden Gitarren auf ist aber trotz einiger progressiver Ansätze melodischer im Chorus als der Vorgänger. Der Gesang kann auch in den Höhen voll überzeugen. Die Gitarrensoli lösen sich wie Phönix aus der Asche aus dem abgrundtiefen Bass und den wütenden Drums.
"No Chance to be reborn" lädt zum Headbangen ein. Der stampfende Rhythmus besitzt eine unheilschwangere Atmosphäre. Die Vocals reichen von kraftvoll tief bis zu hohen Screams. Ein Stück das auch auf einem frühen DIO Album eine gute Figur gemacht hätte.
"Begging for Forgiveness" startet balladesk mit verhaltenen Gitarren um mit Einsetzen der Drums erheblich härter zu werden. Die Gastauftritte von Ripper Owens und Ralf Scheppers sind ein kleines Bobbon. Ein Stück, dass trotz donnernder Riffs sehr melodisch und eingängig ausgefallen ist.
Auf "Wake up" finden sich viele Wechsel von heftig aufspielenden Gitarren und kurzen, ruhigen Phasen. Die Vocals werden besonders leidenschaftlich vorgetragen. Die Band findet eine gute Balance von Härte und Melodie.
Auf "End of the Journey" poltern Bass und Drums dem Hörer nur so um die Ohren vor dem Hintergrund des wütend grollenden Gitarrengewitters. Das Stück erinnert an Mystic Prophecy zu SAVAGE SOULS Zeiten.
"Ghost of the Past" gibt Herrn Valdez reichlich Gelegenheit seine Vielseitigkeit als Sänger unter Beweis zu stellen. Beinahe handelt es sich um eine Power Ballade, aus dem gemäßigten Tempo sticht nur ein schnelles Gitarrensolo als Kontrast hervor.
Schwer wie ein Panzer rollt "Still alive" durch die Gehörgänge, auch hier werden keine Gefangenen gemacht.
Mit "Flying" hat es sogar eine Ballade auf das Album geschafft. Anfangs untermalen Akustikgitarren die Vocals die aus dem Hintergrund unterstützt werden. Die Stimmung schwankt zwischen sanft und ausgesprochen leidenschaftlich. Genau so muss eine Ballade klingen um auf einem Power Metal Album der härteren Sorte nicht als deplatziert empfunden zu werden.
"Inside of me" lässt sich kurz und knapp mit den Attributen Vollgas, schwirrende Gitarren und wummernde Drums beschreiben. Erneut ein Song wie von einem älteren DIO Album.
Mit dem Bonustrack "Dreams" wird der Beweis angetreten, auch ohne Tempo Bolzerei kann ein Stück jede Menge Power im Gepäck haben. Die Vocals sind mal heiser aggressiv mal ausgesprochen melodisch.

Fazit: Beim Abhören der CD lief mir mehr als einmal ein Schauer den Rücken runter, klingt Sänger Diego Valdez doch dermaßen nach Sangesgott Ronnie James Dio, dass man sich nur wundern kann. Wird Nils Patrik Johansson von Astral Doors schon eine große stimmliche Ähnlichkeit bescheinigt so ist dies bei Valdez noch viel frappanter. Dabei ist Herr Valdez gesanglich sogar noch breiter aufgestellt als der 2010 verstorbene Dio. Valdez beherrscht die tiefen wie die hohen Töne und verfügt über eine wandelbare, überaus kräftige Stimme die vom Metal Power Kracher bis zur schmachtenden Ballade den musikalischen Nagel immer voll auf den Kopf trifft. Doch damit nicht genug, die beiden Gitarristen beherrschen ihre Instrumente und riffen was das Zeug hält. Die Rhythmusfraktion steht dem in nichts nach und wenn dann, wie in diesem Fall auch noch das Songwriting ausgezeichnet ist, dann kann es sich nur um ein klasse Album handeln. Die Stücke klingen ein wenig nostalgisch und das meine ich im positivsten Sinn. Fast erscheint SOMEWHERE IN THE CIRCLE wie ein verschollenes Album von DIO zu Zeiten von HOLY DIVER, LAST IN LINE, SACRED HEART und DREAM EVIL, als der charismatische Dio noch richtig gute Songs geschrieben hat und nicht so einen doomigen Einheitsbrei wie in späteren Jahren. Diese Äußerung mag der eine oder andere Dio Fan vielleicht als Lästerung empfinden aber für mich waren die Songs des Altmeister später nie mehr so gut wie zu Beginn seiner Solo Karriere. Die Gastauftritte von Tim “Ripper” Owens und Ralf Scheepers auf einem Song sind ein kleines Schmankerl das aber nicht unbedingt nötig gewesen wäre, sind die stimmlichen Fähigkeiten von Helkers Frontmann, wie oben beschrieben, doch von ganz besonderem Kaliber. Zum Glück ist auch die Produktion und der Mix von hoher Qualität. Als einziger kleiner Kritikpunkt fällt mir auf, dass die Südamerikaner nicht sonderlich innovativ sind und manche Stücke sich etwas ähneln. Auf der Digipack Ausgabe sind neben einem Bonussong noch zwei Videos enthalten. Wie Helker in ihrer Muttersprache klingen davon sollte man sich auf der Homepage der Band ein Bild machen, kann man da doch alle Songs (in voller Länge) auch in Spanisch anhören. Fehlt eigentlich nur ein Aufkleber auf dem Cover mit den Worten. DIO, the lost tapes.

Anspieltipps:
 "Just be yourself", "Begging for Forgiveness", "Wake up", "Ghost from the Past", "Flying".

Tipp:
 Jeder Fan der frühen DIO Phase dürfte nach dem ersten Hören des Albums mindestens eine halbe Stunde vor Freude im Kreis springen. Aber auch alle anderen Anhänger von Melodic Power Metal ala Primal Fear oder Mystic Prophecy können hier bedenkenlos zugreifen.

Titel-Liste:
 
  1. Modern Roman Circus
  2. Just yourself
  3. No Chance to be reborn
  4. Begging for Forgiveness
  5. Wake up
  6. At the End of the Journey
  7. Ghost from the Past
  8. Still alive
  9. Flying
  10. Inside of me
    - - - Bonus Track - - -
  11. Dreams
  12. Wake up (Video)
  13. Flying (Video)

Laufzeit:
 46:18 Min.

Band-Infos:
 
  • www.helker.net 

  • Probehören und Kaufen:
    Helker: SOMEWHERE IN THE CIRCLE


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