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Review: Hellfueled |
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Album:
| | EMISSION OF SINS, 2010, Black Lodge |
Stil:
Wertung:
| |  5 von 7 Punkten | | S.M., 14.10.2010 |
Review:
| | Ups, habe ich jetzt versehentlich ein Ozzy-Album eingelegt? Solche Gedanken werden wohl viele Rezensenten bei den ersten Klängen haben, die sie von der schwedischen Band Hellfueled vernehmen. Allerdings wird man schnell merken, dass good old Ozzy niemals derart heavy war.
Die Stimme des Mannes mit dem nicht ganz uncoolen Namen Andy Alkman klingt aber tatsächlich wie Ozzy zu den Hochzeiten seiner Karriere, die ich Anfang bis Mitte der 80er festmachen würde. Ansonsten schieben Hellfueled härtegradmäßig aber einige Brocken Kohlen mehr ins Feuer, als der alte Gesangs-Maestro irgendwann mal in seiner langen Schaffensphase. Irgendwo zwischen sehr energiegeladenem Heavy Rock und toughtem Heavy Metal kann man EMISSION OF SINS, das inzwischen vierte Album von Hellfueled, einordnen.
Hellfueled lieben es dabei, schnell auf den Punkt zu kommen. Sie halten sich kaum mit Komplexität und Schnörkeln auf, sondern bieten straighte Heavy-Mucke. Die knapp 40 Minuten von EMISSION OF SINS verteilen sich auf elf Stücke, von denen überhaupt nur eines über vier Minuten Spieldauer kommt. Das tut der Kompositionskunst der Schweden aber überhaupt keinen Abbruch. Im Gegenteil: sie packen in die Songs alles, was diese benötigen: einen druckvollen Groove, ein zielgerichtetes Konstrukt, starke Riffs und Soli und gut erarbeitete Höhepunkte.
Vergleiche sind nicht einfach zu ziehen. Ein bisschen sehe ich manchmal stilistische Parallelen zu Gun Barrel, die ähnlich energetisch daher kommen. Dann wird der Sound aber auch mal noch heavier und erinnert ein bisschen an Motörhead. Und bei dem ein oder andere Song tendieren die Schweden auch ein wenig in Richtung Stoner Metal á la Gorilla Monsoon und Konsorten, und das mit sehr intensiven Ozzy-Vocals. Ein astrein zutreffender Vergleich fällt mir jedoch nicht ein.
Das Songwriting ist durchweg gutklassig. Vielleicht klingt Manches angesichts der energievollen, wuchtigen Konstrukte und der charakteristischen Vocals ein bisschen ähnlich, doch Ausfälle und Schwächephasen gibt es nicht. Den Ozzy-artigen Gesang finde ich im Zusammenhang mit der Power-Mucke anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, aber Andy Alkman hat natürlich auch eine beeindruckende Ausdruckskraft und kann sich immer gegen die mächtige Instrumentaltruppe durchsetzen.
Meine Anspieltipps dieses Albums sind die Energie-Granate "Where Angels die", das etwas tiefgründig-düstere "I am the Crucifix", die Mitgrölnummer "Save me", das recht eingängige "In Anger" und das ebenso druckvolle wie melodische "Stone by Stone".
Fazit: Hellfueled bieten toughen Heavy-Sound mit Ozzy-Gesang. Aber nach einer kurzen Eingewöhnungszeit passt das schon. Dafür sorgen schon Andy Alkmans beeindruckende Gesangsfähigkeiten. Das Album ist kompositorisch okay und spricht Freunde einer durchweg knalligen Energie-Mucke zweifelsohne an. Was mir im Grunde jetzt noch fehlt sind ein, zwei Superohrwürmer. Aber insgesamt ist EMISSION OF SINS ein gelungenes Werk. |
Titel-Liste:
| | - Where Angels die
- Am I blind
- I am the Crucifix
- A Remission of my Sins
- Save me
- Lost forever
- For my Family and Satan
- In Anger
- End of the Road
- Stone by Stone
- Moving on (Instrumental)
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Laufzeit:
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