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Review: Hellish Crossfire
 
BLOODRUST SCYTHE

Album:
 BLOODRUST SCYTHE, 2010, I Hate

Stil:
 Thrash Metal

Wertung:
 5 von 7
5 von 7 Punkten
 R.J., 28.05.2010

Review:
 Vier Jahre nach ihrem Debüt SLAVES OF THE BURNING PENTAGRAM machen sich die vier Franken auf, ihre zweite Veröffentlichung unter das Volk zu bringen. Hellish Crossfire - namens gebend war wahrscheinlich die 85er Platte der Iron Angel und das ist auch Programm auf dieser Scheibe - traditioneller beinharter Thrash Metal ist die Basis.

Gediegen und ungezügelt pulverisieren die Süddeutschen die Ohrwascheln. Das Gaspedal wird durchs Bodenblech gedrückt und das nahezu durchgehend. Stellt euch einen mit Benzin beladenen Truck vor, dessen Fahrer durchdreht und mit höchstem Tempo übers Land brettert. Dabei hinterlässt er eine breite Spur der Verwüstung.

"At the Edge of total Chaos" beweist diese Theorie, denn die Gitarren schreddern alles um, was ihnen in den Weg kommt. Ab und an, wahrscheinlich beim Hochschalten des LKW, wird kurz auf die Bremse gelatscht, um mit einem altbewährten Riff weiter zu vernichten.
Trotz aller Rasanz vergessen sie dabei nicht das Ganze mit eingängigen Hooks und Melodien zu garnieren. "Black Injection" dient dazu als gutes Beispiel. Passend dazu der todesmetallische Gesang, der mit Hall unterlegt klingt, als ob Sänger Iron Tyrant aus längst vergangenen Death Metal-Zeiten zurückgekehrt ist. Das gesamte Gebräu wirkt wie eine bösartige Abrissbirne der finsteren Art.
"Into the old and evil" fördert noch einen Hauch schwarzer Gitarrenkunst ans Tageslicht. Der Songtitel ist hier absolut Programm, fühlt man sich doch in weit zurückliegende Zeiten versetzt.
Noch ist nicht Schluss mit lustig, denn mit "Orgasmic Rush" folgt ein weiterer Schädelspalter. Tempo und kernige Riffs malträtieren die Hirnzellen auf nicht unangenehme Weise. In der Songmitte hat man kurzzeitig Erbarmen, denn das Tempo wird etwas gedrosselt. Aber wie gesagt nur kurzzeitig, denn danach wird wieder wahre Tempohärte bewiesen. Und genau wie der Song endet, nämlich mit einem erlösenden Keuchen, fühlt man sich nach dem Bolzen.
"Speed Hunter" muss ich zu dem Titel noch irgendwas sagen? Die Hatz geht noch zwei Songs weiter und zwar unvermindert heftig mit rassigen Riffs und frickelnden Soli.

Fazit: Erschöpft, aber zufrieden nehme ich meinen Hörer nach den Umläufen ab.
Ein rohes und ungehobeltes Thrashgewitter ergießt sich über den Hörer. Das die fränkischen Metalisten (nicht Mentalisten) ihr Handwerk verstehen, kann man an jeder Stelle des Albums hören. Die Riffs und die Soli haben eine ganze Menge an Qualität.
Die Songs erinnern hier und da an alte Maiden, alte Sodom oder Kreator. Eine reine Kopie der Altvorderen stellt Hellish Crossfire aber beileibe nicht dar.
Mir fehlt aber noch das letzte I-Tüpfelchen um dem Ganzen die Krone aufzusetzen.
Wie heißt so schön im Beipackzettel: Think jeans vests, dirty hair, beer and fists in the air! Think Metal! Exactly!

Anspieltipps:
 "Into the old and evil", "Orgasmic Rush" und "Too tough to die"

Tipp:
 Die reine Retro-80er-Thrash-Kur ist für Fans dieser Spezies eine willkommene Abwechslung, da bin ich mir sicher. Überhaupt werden Anhänger der Gaspedal-Fraktion ihre Freude haben.

Titel-Liste:
 
  1. Night of the Possessed
  2. Black Injection
  3. ...of slaying Grounds
  4. Into the old and Evil
  5. Orgasmic Rush
  6. Speed Hunter
  7. At the Edge of total Chaos
  8. Too tough to die

Laufzeit:
 42:34 Min.

Band-Infos:
 
  • www.myspace.com/hellishcrossfirethrash 

  • Probehören und Kaufen:
    Hellish Crossfire: BLOODRUST SCYTHE

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