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Review: Highlord
 
Highlord - THE WARNING AFTER

Album:
 THE WARNING AFTER, 2013, Punishment 18

Stil:
 Melodic Metal, Progressive Metal

Wertung:
 5 von 7
5 von 7 Punkten
 V.R., 07.05.2013

Review:
 Seit 1996 sind die Italiener von Highlord nun schon in der Metalszene unterwegs. Ihre Karriere haben sie somit in etwa im selben Zeitraum wie ihre Landesgenossen von Labyrinth und Rhapsody begonnen, dabei aber nie auch nur annähernd deren Bekanntheitsgrad erreichen können. Die Gründe dafür waren mannigfaltig. Sicher, die entsprechende Promotion spielt dabei natürlich auch eine Rolle, ebenso fehlte vielleicht das Quäntchen Glück, doch wenn man ehrlich ist, war das Qualitätslevel der Highlord-Alben auch stets unter dem Level genannter Bands. Scheiben wie WHEN THE AURORA FALLS oder MEDUSA’S COIL waren nette Power Metal-Alben und pendelten irgendwo zwischen gutem Durchschnitt und beachtlich hin und her, waren vom großen Wurf aber eben das entscheidende Stückchen entfernt. Ob man sich deshalb schließlich zum Stilwechsel entschlossen hat, ist an dieser Stelle nicht abschließend zu beantworten. Sicher ist jedenfalls, dass Highlord mit dem Power Metal-Sektor seit 2009 nur noch am Rande zu tun haben. Das in jenem Jahr veröffentlichte Album bot nämlich durch die Bank Hard Rock-lastigen Melodic Metal mit einer dezenten progressiven Note – das Qualitätslevel hingegen blieb auf dem "sehr ordentlich, aber noch Luft nach oben"-Level. Ihr neues Album THE WARNING AFTER birgt also auch die Chance, es dieses Mal besser zu machen.

Der erste Song trägt den Namen "Tonightmare" und entpuppt sich bei genauerer Betrachtung als erweitertes Intro. Stilistisch bewegen sich Highlord hier am ehesten im Balladen-Sektor. Ob man ein Album auf diese Weise beginnen soll, ist sicher streitbar, Fakt ist aber auch, dass der Einstieg als gelungen zu bezeichnen ist.
Die volle Metal-Breitseite bekommt der Hörer dann bei "The Goggle Mirror" geboten – und das auf einem durchaus beachtlichen Qualitätslevel. Der Song rockt, der Song kracht und außerdem eignet er sich wunderbar zum Mitsingen. Highlord können es also doch – bleibt nur abzuwarten, ob sie auch auf ganzer Albenlänge überzeugen.
Das folgende "Brothers to the End" mit seinen progressiven Ansätzen kann das Niveau schon mal nicht ganz halten. Sowohl Songaufbau als auch die Melodien kommen über gutes Mittelmaß nicht hinaus.
Aber dann! "Inside the Vacuity Circle" ist ein extremer stimmungsvoller Song, der den Hörer sofort mitreißt – aber dann leider doch ein entscheidendes Manko hat. Nach knapp zwei Minuten ist er nämlich schon wieder vorbei und daher eher als instrumentales Zwischenspiel zu sehen.
Glücklicherweise greift "Standing in the Rain" diese Stimmung aber erneut auf und spinnt sie sogar noch weiter. Der hochmelodische Melodic Power Metal-Kracher gehört zu den stärksten Songs, die Highlord je abgeliefert haben und hat sogar Jahresend-Toplisten-Potential. Dieses verdankt er auch seinem hohen Maß an Abwechslung. Sanfte Piano-Passagen, straighte Riffs, Ohrwurmrefrain und das ganze auch noch leicht progressiv angehaucht – so und nicht anders muss ein guter Melodic Metal-Song klingen!
Beschwingte Schritte, eine gepfiffene Melodie und dann ein Autounfall – so beginnt der nächste Song namens "No more Heroes". Spannend ist, dass die gepfiffene Melodie vom Anfang später wieder aufgegriffen wird, aber auch sonst weiß die Nummer zu überzeugen und bieten gepflegten, durchweg melodischen Uptempo-Metal mit Ohrwurmcharakter.
Die nun folgende Ballade "Of Tears and Rhymes" senkt das Qualitätsniveau leider beachtlich. Metal-Balladen können ergreifend sein – oder klebrig bis kitschig und diese hier ist leider Zweiteres.
Dem Titelsong "The Warning after" wiederum fehlen die zündenden Melodien, um auch langfristig zu begeistern, während das flotte "In this wicked World" dann endlich wieder durchweg überzeugen kann.
Dieses Lob darf man auch dem abschließenden "Arcade Warriors" aussprechen, das durch Ralf Scheepers' Gastgesang noch zusätzlich gewinnt, aber auch ohne diesen schon als starker Power Metal-Song gelten würde – Ohrwurmgarantie natürlich mit inbegriffen.

Fazit: Highlord haben es geschafft! THE WARNING AFTER ist das bisher stärkste Album ihrer Karriere geworden. Fünf bärenstarke Songs sind auf der Habenseite zu notieren, während es schwächere Lieder nur derer drei gibt. Die übrigen Titel sind zwar gut, aber eigentlich nur bessere Intros bzw. Intermezzi. Entscheidend aber ist, dass einige der Songs endlich auf Oberklasse-Level angesiedelt sind – einer davon geht sogar weit über das hinaus. Bedeutet das somit auch, dass Highlord der Anschluss an die Genre-Oberklasse endlich geglückt ist? Das leider nicht, da das Qualitätslevel dafür noch nicht konstant genug ausgeprägt ist und Highlord hier und da immer wieder in alte Mittelmaß-Gefilde zurückfallen. Da nun aber der erste Schritt in die richtige Richtung in Angriff genommen wurde, bleibt zu hoffen, dass die Band an dieser Stelle anknüpft und das nächste Album endlich der richtig große Wurf wird. Bis dahin bleibt das gute Gefühl, dass Highlord den Dreh so langsam raus haben und THE WARNING AFTER wird dementsprechend auch mit guten fünf Punkten belohnt.

Anspieltipps:
 "The Goggle Mirror", "Standing in the Rain", "No more Heroes", "In this wicked World", "Arcade Warriors".

Tipp:
 THE WARNING AFTER ist allen Metal-Fans zu empfehlen, die eine ausgewogene Mischung aus melodischem, keyboardlastigem Power Metal und Hard Rock bevorzugen und auch keine Berührungsängste mit leichten progressiven Anklängen haben.

Titel-Liste:
 
  1. Tonightmare
  2. The Goggle Mirror
  3. Brothers to the End
  4. Inside the Vacuity Circle
  5. Standing in the Rain
  6. No more Heroes
  7. Of Tears and Rhymes
  8. The Warning after
  9. In this wicked World
  10. Arcade Warriors (feat. Ralf Scheepers)

Laufzeit:
 43:23 Min.

Band-Infos:
 
  • www.highlord.it 

  • Probehören und Kaufen:
    Highlord: THE WARNING AFTER


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