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Review: Hinder
 
TAKE IT TO THE LIMIT

Album:
 TAKE IT TO THE LIMIT, 2008, Universal

Stil:
 Melodic Hard Rock

Wertung:
 6 von 7
6 von 7 Punkten
 M.H., 13.11.2008

Review:
 Hinder? Waren das nicht diese Nickelback-Klone? Oh ja, auf dem Debüt-Album EXTREME BEHAVIOR aus dem Jahre 2006 klangen die Kanadier wahrlich noch wie ihre Landsleute, gleichzeitig hatte man mit dem Song "Lips of an Angel" sogar einen Hit in den Top-10 der US-Billboard-Charts. Ansonsten hatte das Debüt aber eher durchwachsenes Material im Angebot, so dass ich von dem Nachfolger namens TAKE IT TO THE LIMIT nicht viel erwartet habe.
Eins fällt beim ersten Durchhören sofort auf: Der Sound ist stark verändert worden und die Mannen um Frontmann Austin Winkler klingen nun eher wie Bon Jovi auf Alternative Rock-Wegen. Ich bin der festen Überzeugung, dass Bon Jovi sogar genauso klingen würden, wenn sie ihre Karriere aktuell starten würden. Anders gesagt: Hinder gehen weg von dem kernigen Alternative Rock im Stil von Nickelback sondern fröhnen dem US-Stadion Rock - und das können sie allesamt besser als Nickelback zu kopieren.

Schon der Opener "Use me" setzt auf rifflastigen US-Rock und überrascht mit einem knackigen Refrain.
Doch "Use me" fällt im Vergleich zu dem nachfolgendem Futter ab - und das hätte ich so nicht erwartet, denn der Opener hat mir sofort gefallen, aber mit jedem Song steigern sich Hinder mit einer traumwanderlichen Sicherheit, dass es schon unheimlich ist.
Das beginnt mit dem ultracoolen "Loaded and alone", führt über die eingängige Mid-Tempo "Last Kiss goodbye" zur rockigen Hymne "Up all night", die entfernt an Van Halen erinnert.
Danach wird es dann mal etwas ruhiger und mit der Ballade "Without you" haben Hinder den nächsten Singlehit am Start.
Mit dem Titelrack "Take it to the Limit" zitieren die Kanadier dann mal ganz frech dem kernigen Southern Rock und können auch damit durchaus überzeugen, obwohl hier mehr Wert auf den Hard Rock gelegt wird und nicht auf Eingängikeit.
Eingängiger werden da schon die eher die Balladen "The Best is yet to come" und "Thing for you", die aber nicht ganz an die Klasse von "Without you" ran kommen.
Dafür überzeugen dann die Up-Tempo Nummern "Heaven sent" und vor allem das geniale "Lost in the Sun" um so mehr.
Tja, mit "Far from Home" endet dann das Zweitwerk von Hinder und diese Halbballade passt da schon gut hin.

Fazit: Hinder beweisen eindrucksvoll, dass sie mehr sein können als nur eine Kopie von Nickelback, denn sie haben gehörig an den Arrangements ihrer Songs gearbeitet und klingen nun um einiges eigenständiger als bei ihrem Debüt. Dabei ist ein Cocktail aus klassischem US-Rock und kernigen Alternative Rock enstanden, der durchaus schmeckt - und das nicht nur beim ersten Nippen. Nein, hier ist ein Long Drink, zu dem man immer wieder gerne greift.

Anspieltipps:
 "Loaded and alone", "Last Kiss goodbye", "Up all night", "Without you", "Lost in the Sun"

Tipp:
 Freunde des klassischen Hard Rocks kommen hier genauso auf die Kosten wie Anhänger von Daughtry oder halt auch Nickelback.

Titel-Liste:
 
  1. Use Me
  2. Loaded and alone
  3. Last Kiss Goodbye
  4. Up all Night
  5. Without you
  6. Take it to the Limit
  7. The Best is yet to come
  8. Heaven sent
  9. Thing for you
  10. Lost in the Sun
  11. Far from Home

Laufzeit:
 41:17 Min.

Band-Infos:
 
  • www.hindermusic.com 


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