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Review: His Witness |
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Album:
| | KINGDOM COME, 1988/2008, Retroactive |
Stil:
Wertung:
| |  3 von 7 Punkten | | S.M., 20.09.2008 |
Review:
| | KINGDOM COME ist das Release eines Albums der Band His Witness, deren einziger Output dies meines Wissens auch war. Es wurde ursprünglich 1988 aufgenommen, erblickte wohl aber niemals das Licht der Öffentlichkeit. Nach der Wiederentdeckung der Tapes während eines Umzugs, nahmen der ehemalige His Witness-Sänger Ken Redding und Multi-Instrumentalist Bill Menchen sich des Werkes an und remixten die Songs.
So sollen sie heutigen Ansprüchen entsprechen, wie der Promo-Flyer verkündet.
Das kann ich so nicht unterzeichnen. Weder die musikalische Darstellung der Songs noch der Gesamtsound klingen halbwegs zeitgemäß. Die Stücke werden aus einfachsten Elementen zusammengesetzt, was an sich noch kein Manko wäre. Aber es entwickeln sich keine Hooklines, die mitreißen und keine Melodien, die ins Ohr gehen. Die Rhythmustruppe, wer immer dafür auch verantwortlich zeichnet, entwickelt keinen Groove und die Riffs und Soli wirken altbacken und uninspiriert.
Im Endeffekt bleibt es am Gesang hängen, den Songs etwas Leben und Klasse einzuhauchen. Ken Redding hat auch keine schlechte Stimme, der er teilweise ein schön rauhes Vibrato verpassen kann, obwohl das Timbre eher warm ist. Aber auch der Gesang ist nicht gut genug hervorgehoben, wie es notwendig wäre, um entsprechende Akzente zu setzen.
Ich möchte gar nicht mal behaupten, dass alle Kompositionen völlig inakzeptabel wären. "Kingdom come" wartet mit einem schön eingängigen Refrain auf, das im Boogie Hard Rock vorgetragene"Jesus heals" hat ein gelungenes Konstrukt und einen gekonnten Höhepunkt und "Call on him" ist ein passabler Melodic Metaler mit emotionalem Gesang.
Aber Songs wie "Everlasting Life", "Last Days", "Guard your Heart" oder besonders "Jesus died for you" sind an Eintönigkeit nicht zu überbieten. Teilweise wirken sie wie ein müder Abklatsch der besseren Tracks dieses Albums. Selbst 1988 hätte man mit derart langweiligen Riffs und solch dünnem Sound keine Erfolge verzeichnen können und heute erst recht nicht. Wenn ich in meinen Plattenschrank schaue und feststelle, was bereits in den Achtzigern für geniale und musikalisch hochqualitative Scheiben rauskamen - teilweise absolute All-Time-Faves - , kann ich recht gut verstehen, dass KINGDOM COME damals nicht veröffentlicht wurde. Warum es jetzt passieren muss, erschließt sich mir nicht.
Fazit: Leider muss ich sagen, dass fast alles, wo Bill Menchen seine Finger drin hat, eher im unteren Mittelfeld rangiert. KINGDOM COME von His Witness bildet da keine Ausnahme. Das Album ist nicht zeitgemäß, sondern baut auf völlig veralteten Strukturen auf. Und die mangelnde Qualität vieler Songs verhindert, dass wenigstens ein gelungener Retro-Eindruck entsteht. Dazu kommt, dass der merkwürdig antike Garagensound des Originaltapes trotz der Überarbeitung nicht wirklich beseitigt wurde.
Wenn ich einen stilistischen Vergleich benennen müsste, würde mir - nicht nur wegen der christlichen Texte - sofort Stryper einfallen. Aber auch die haben in den Achtzigern bereits deutlich bessere Produkte abgeliefert.
So reicht es für KINGDOM COME letztendlich nur für eine unterdurchschnittliche Wertung. |
Titel-Liste:
| | - Everlasting Life
- Kingdom come
- Last Days
- Jesus heals
- Call on him
- Guard your Heart
- Pick up your Cross
- Jesus died for you
- Love of God
- Party's in Heaven
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Laufzeit:
Empfehlen:
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