 |
Enjoy it! |
 |
|
 |
Review: Hokum |
 |
| |
Album:
| | THE CREATION OF PAIN, 2011, GoodDamn |
Stil:
Wertung:
| |  6 von 7 Punkten | | W.W., 23.05.2012 |
Review:
| | Da ist aber jemand ganz verspielt unterwegs... Hokum aus Bayern spielen auf ihrem neuen Album THE CREATION OF PAIN komplexen, anspruchsvollen Progressive Thrash-Metal und können damit richtig gut überzeugen. Ist zwar sicherlich nicht jedermanns "Cup of Tea" und dürfte auf der klassischen Metal-Fete zwischen Bier und Chips wohl eher wie die Queen im Sex-Shop wirken – aber gut ist das, was die Münchner da abliefern auf jeden Fall! Und Hand aufs Herz: wer würde die Queen nicht gerne mal im Rotlicht-Shop sehen wollen...?
Im Info schreiben die fünf Jungs, dass sie sich mit ihrem neuen Album von allen Vergleichen freischwimmen wollen und sich ihre eigene Nische erspielen möchten. Nun, das ist ein lobenswertes Anliegen – das weitgehend funktioniert hat! Als Vergleiche wurde beispielsweise die US-Thrash-Institution Atheist genannt. Auch die Schweizer Uhrwerks-Thrasher von Coroner tauchten im Zusammenhang mit der Band schon einmal auf. Da gibt es weiß Gott schlimmere Bands, mit denen man in einen Topf geworfen werden könnte. Ich kenne die Vorgängerscheibe PI nicht, aber auf THE CREATION OF PAIN spielt der Fünfer auf jeden Fall eine ziemlich eigenständige Version von progressivem Thrash! Insofern also: Operation gelungen – Patient anders!
Mit dem Opener, dem Quasi-Titelsong "Creation of Pain", gibt es direkt auf die Zwölf. Junge, das Stück reißt mit! "Inexorable" ist dann der erste von vier Songs mit Überlänge – und hat das coolste "Black Sabbath"-Gedächtnisriff (Song, nicht die Band allgemein), das mir in einer langen Zeit untergekommen ist. Der Tritonus rockt halt einfach wahrlich teuflisch...
Und schließlich geht es auf dem Album um eine Neuinterpretation der biblischen Genesis. Was und wie Gott und der Teufel, in der Lesart nach Hokum, miteinander so alles angestellt haben, das dann letztlich zur Schöpfung der Welt führte – man lese es im Booklet nach!
"Soul Destroyer" überzeugt dann ebenso wie "Born from Treason" in jeweils exakt 7:44 Minuten davon, dass 'Geradeaus' im Progressive Thrash Metal schon einmal über 20 Kurven geht... Machen aber Spaß, die Songs, und werden auch zu keiner Sekunde langweilig. Zumal die beiden Gitarristen Michael Vogl (Lead) und Benjamin Geppert (Rhythm) ziemlich viele Schmankerl auf ihren sechs (oder sieben? – Wir sind schließlich im progressiven Bereich...) Saiten abliefern.
Ich gestehe: ich habe ein Faible für solche komplexen Riffkaskaden. Manchmal kann es mir nicht kompliziert genug sein – ein 19/8-Takt ist ein Vier-Sterne-Menü... Und wenn es dann auch instrumental noch so großartig dargeboten wird, etwa bei "Dead end into Doom" oder dem Zehn-Minüter "Walking Ghost Phase", der eine tolle Doom-Schlagseite hat, dann bin ich mit einem Album recht schnell sehr zufrieden!
Fazit: Daumen hoch für Hokum! Sauber g’macht, Buam! |
Anspieltipps:
| | Der Opener "Creation of Pain" überzeugt mit seinem Wechsel aus Gebrüll und klaren Vocals und einer tollen Hook. Der Sieben-Minüter "Inexorable" – weil das "Black Sabbath"-Gedächtnisriff gegen Ende ziemlich cool daherkommt und der Song das progressive Potential ziemlich gut auf den Punkt bringt. |
Tipp:
| | Fans von frühen Metallica etwa zur „Ride The Lightning“-Phase, aber auch alle, die ihren Heavy Metal lieber komplex als simpel gestrickt haben und auch eine gute Schüppe Aggressivität vertragen – das ist die perfekte Zielgruppe von Hokum! |
Titel-Liste:
| | - Creation of Pain
- Inexorable
- Born from Treason
- Soul Destroyer
- Dead end into Doom
- Empery
- Walking Ghost Phase
- Blacken
- Eroded
|
Laufzeit:
Band-Infos:
| | www.hokum.de  |
Probehören und Kaufen:
Empfehlen:
|
|
 |
|
 |
|
 |
Neue Reviews |
 |
 |
Enjoy it! |
 |
|