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Review: Holy Moses
 
AGONY OF DEATH

Album:
 AGONY OF DEATH, 2008, Wacken

Stil:
 Thrash Metal

Wertung:
 6,5 von 7
6,5 von 7 Punkten
 M.S., 10.09.2008

Review:
 Sehr geehrte Damen und Herren, ich habe die große Ehre, Ihnen im Auftrag unseren harten, noch härteren und sauschweren Jury einen Favoriten auf den Titel "Album des Jahres" vorstellen zu dürfen. Es handelt sich dabei um das neue Album der deutschen Thrash-Institution Holy Moses.
Zur Begründung der Jury:
Der Band ist es gelungen ein Album aufzunehmen, das den Ansprüchen der heutigen Zeit in jeglicher Hinsicht voll und ganz entspricht. Da die Band bereits seit 1980 besteht und in dieser langen Zeit einige Schwierigkeiten meistern musste, hat sie sich für den Albumtitel AGONY OF DEATH entschieden, der im Deutschen mit "Todeskampf" wiederzugeben ist. Dabei ist der Titel nicht alleine autobiografisch zu verstehen, sondern kann als Spiegelbild des menschlichen Lebens gesehen werden, das in den unterschiedlichsten Situationen ein Kampf gegen den Tod sein kann. Dementsprechend befassen sich auch die meisten Texte mit eben diesem Thema, weswegen man guten Gewissens von einem Konzeptalbum sprechen kann. Dafür kann auch sprechen, dass man auf diesem Album keine einzelnen Songs zu hören bekommt, sondern ein Gesamtpaket, bei dem alle Songs durch Intros/Outros verbunden sind, was noch einmal den engen Zusammenhang des gesamten Albums aufzeigt.

Musikalisch überrascht das Album mit einer enormen Hitdichte, die vor allem durch eine konstante Mischung aus harten Thrash-Abrissbirnen und melodischeren Parts erreicht wird. Als Beispiele dafür seien "World in Darkness" und das überragende "Pseudohalluzination" genannt. Die Produktion, für die sich Gitarrist Michael Hankel verantwortlich zeigt, lässt genügend Freiraum für eine gehörige Portion Old-school Spirit, ist aber ansonsten sehr modern und druckvoll.
Sängerin Sabina Classen zeigt sich stimmlich so variabel wie zuvor auf keinem Holy Moses Album. Vorbei sind die Zeiten von MASTER OF DISASTER, als Sabinas Gesang in ein eher nervendes Gekreische ausartete.
Meilenlang ist die Liste der Gastmusiker, die Holy Moses auf diesem Album begrüßen dürfen: an der Gitarre tauchen unter anderem Ralph Santolla (Obituary, Death, Iced Earth) und Janos Murri (Darkside/Demolition) auf, am Gesang fallen vor allem Schmier (Destruction) und Henning Basse (Metalium) auf. Das Gastspiel von Letzterem in "Schizophrenia" stellt definitive ein Highlight des Albums dar, da dessen hohes Organ perfekt zu Sabinas Stimme.

Fazit: Aussetzer besitzt dieses Album keine, weshalb es sich Album hohe Chancen bei der Wahl zum "Album des Jahres" ausrechnen darf. Das beste Album in der (langen) Geschichte von Holy Moses!!!

Tipp:
 Das Album wird in unterschiedlichen Versionen erscheinen: Einmal mit allen Intros/Outos und einmal ohne diesen Schnickschnack. Es empfiehlt sich aber auf jeden Fall der Kauf der Version MIT den Zwischenspielen, da diese einen großen Teil der Wirkung der gesamten Platte ausmachen. Unbedingt darauf achten!

Titel-Liste:
 
  1. Imagination
  2. Alienation
  3. World in Darkness
  4. Bloodbound of the Damned
  5. Pseudohalluzination
  6. Angels in War
  7. Schizophrenia
  8. Dissociative Disorder
  9. The Cave (Paramnesia)
  10. Delusional Denial
  11. The Retreat
  12. Through shattered Minds/Agony of Death (Outro)

Laufzeit:
 69:32 Min.

Band-Infos:
 
  • www.holymoses.de 


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